1. Mannheim24
  2. Region

Ludwigsburg: Ghosthunter untersuchen Schloss – Finden sie Gespenster?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Daniel Hagen

Schloss Ludwigsburg
Das Ghosthunter-Explorer-Team sucht im Schloss Ludwigsburg nach Geistern. © Bernd Weissbrod/Marijan Murat/dpa

Ludwigsburg - Treiben Geister im Schloss ihr Unwesen? Das Ghosthunter-Explorer-Team geht dem auf den Grund – und wird dabei von Kameras begleitet.

Geister, Hellsehen, Telekinese – was wir alle nur aus Filmen und Serien kennen, ist für manche Menschen Realität. Nicht umsonst gibt es seit dem Jahr 1898 den Begriff der Parapsychologie, worunter die Erforschung von allem steht, was das normale Erkenntnisvermögen überschreitet. Manche nutzen ihr Wissen auch heute noch, um damit auf die Jagd nach Übernatürlichem zu gehen. So auch das Ghosthunter-Explorer-Team aus Donaueschingen. Seit 2011 sind die Geisterjäger in ganz Europa unterwegs und untersuchen paranormale Phänomene. Dabei sind sie meist in Burgen, Schlössern oder Lost Places zu finden. Ein aktueller Fall verschlägt das Team nach Baden-Württemberg.

NameResidenzschloss Ludwigsburg
AdresseSchlossstraße 30, 71634 Ludwigsburg
Eröffnet1733
BaustilBarockarchitektur

Ludwigsburg: Ghosthunter-Explorer-Team untersucht das Schloss

„Sie haben das Gefühl beobachtet zu werden? Sie glauben, dass es bei Ihnen spukt? Sie würden gerne mehr über einen Ort erfahren, der für uns Untersuchungscharakter hat? Dann kontaktieren Sie uns einfach!“ Was klingt, wie die Werbung aus den ikonischen „Ghostbusters“-Filmen, ist auf der Seite des Ghosthunter-Explorer-Teams zu finden. Für einen aktuellen Fall besuchen die Geisterjäger das Residenzschloss in Ludwigsburg. Dort hätten Gäste und Mitarbeiter „ungeklärte Vorkommnisse“ wahrgenommen. Auch eine weiße Frau soll eine Rolle spielen. Dabei handelt es sich um ein Gespenst, das in mehreren Schlössern europäischer Adelsfamilien gespukt haben soll – eine solche Gestalt soll auch einmal im Schloss Mannheim ihr Unwesen getrieben haben.

Die drei Ghosthunter haben am Samstagabend (9. Oktober) im Schlosstheater, in der Grotte und im riesigen Weinkeller in Ludwigsburg Fallen ausgelegt. Darunter ist eine Spielkonsole, ein neues Jagdinstrument der Geisterjäger. Ihr Kameraauge soll in der Lage sein, in völliger Dunkelheit sich bewegende Körper zu erkennen, wie „Chefjäger“ Michael Böhm erklärt. Bei der Untersuchung ist auch ein Team von ARTE anwesend, um Szenen für eine Produktion zu drehen. Beim Ghosthunter-Explorer-Team handelt es sich mittlerweile um Medienprofis, die ihre Fälle auf ihrem YouTuber-Kanal hochladen. Dort ist sogar ein Video zu finden, in dem das Trio bei Daniela Katzenberger nach einem Geist sucht.

Ludwigsburg: Schlossführerin soll Geister anlocken

Höhepunkt der Nacht im Schloss Ludwigsburg ist eine Schlossführerin im barocken Kostüm. Sie schreitet zur mitternächtlichen Stunde durch die mit Kameras und anderen Sensoren ausgestattete Ahnengalerie des Prachtbaus, der im Großraum Stuttgart liegt. Vielleicht fühlt sich eine verstoßene Prinzessin animiert, sich der Gegenwart zu offenbaren? 

Geisterjäger im Residenzschloss Ludwigsburg
Mit modernster Technik sucht das Ghosthunter-Explorer-Team nach Spuren. © Marijan Murat/dpa

Mit dem Auswerten von Film- und Tondaten wollen Geisterjäger etwas entdecken, was mit normalem Verstand nicht zu erklären ist. Die Auswertung der Daten in zwei Wochen soll zeigen, ob sich etwas Übernatürliches in dem jahrhundertealten Gemäuer befindet. Auch das Schloss Heidelberg ist vor ein paar Jahren von professionellen Geisterjägern aufgesucht worden. Dabei handelte es sich um einen Dreh der Serie „Ghost Chasers“. (dpa/dh)

Auch interessant

Kommentare