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Bullen töten Mutter und Sohn in Lorsch – Tierfreunde wollen Rinder retten

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Von: Peter Kiefer, Josefine Lenz

Bei Fulda büchst ein Bulle aus: Die Polizei muss die Autobahn und die Bahnstrecke nach Frankfurt sperren (Symbolbild).
Zwei ausgebüxte Bullen haben im südhessischen Lorsch zwei Menschen getötet. (Symbolbild) © Feuerwehr Stolberg/dpa

Lorsch – Eine Frau (81) und ihr Sohn (56) werden von Rindern totgetrampelt. Ein Tier wird kurz darauf erschossen, die anderen werden geschlachtet. Doch das sorgt in der Facebook-Community für Empörung:

Update vom 27. April: Michael Sehr von der Berufstierrettung Rhein-Neckar spricht in einem Video von matern.tv über den tragischen Einsatz in Lorsch. Zwei Bullen haben dort eine Frau und deren Sohn getötet. Der Tierretter schildert seinen Einsatz: „Vor Ort hat sich die Situation so dargestellt, dass das erste Rind erstmal gesichert war. Das Rind konnte sich dann aber beim Polizeiwagen vorbeidrücken und ist dann aufs Feld gelaufen. Dort ist es dann aufgrund der Gefahrenabwehr leider durch den anwesenden Jagdpächter erlegt worden. Dann sind wir zum zweiten Rind gerufen worden, das in einer Scheune eingekesselt wurde. Hier war es so, dass wir mittels Distanznarkose das Rind ruhig stellen und dann sicher mit den angehörigen Bauern verladen konnten.“ Im Stall der verstorbenen Bäuerin waren ebenfalls zwei Bullen unruhig und mussten gesichert werden.

Wenige Stunden nach seinem Einsatz teilt Michael Sehr einen Facebook-Betrag eines Kollegen. Dieser schreibt:. „Zwei tote Menschen, ein erschossener Bulle und ein durch Michael Sehr betäubtes Tier. Gerettet haben wir den letztendlich auch nicht, lediglich die Gefahr durch ihn abgewendet und sein Schicksal wird das gleiche sein, wie das der verbliebenen Tiere auf dem Hof. Kein schöner Einsatz, denn es gibt erneut nur Opfer und nichts worüber man sich nach der Arbeit freuen könnte“

Der Facebook-Beitrag wird mehrfach kommentiert. Die Nutzer können die Entscheidung nicht nachvollziehen und hätten trotz des tragischen Unglücks die Tiere am Leben gelassen. Eine Frau habe sogar versucht, einen Bullen abzukaufen, um ihn vor der Schlachtung zu retten. Allerdings seien alle Rinder bereits verkauft – und damit wohl das Schicksal der Vierbeiner besiegelt.

Lorsch: Ausbrechende Bullen trampeln Frau (81) und Sohn (56) tot – Leichen im Stall entdeckt

Meldung vom 26. April: Zwei aus einem landwirtschaftlichen Betrieb „In den Langen Ruthen“ entlaufene Bullen sind am Montagvormittag (26. April) gegen 11 Uhr der Polizei im südhessischen Lorsch gemeldet worden. Während eines der Tiere noch vor dem Eintreffen der Polizei eingefangen werden konnte, entfernte sich das zweite Tier bis an die mehrere hundert Meter entfernte Weschnitz, wie das Polizeipräsidium Südhessen in Darmstadt am Montag mitteilt.

Dort wurde es gegen 12:20 Uhr von einem fachkundigen Jäger erlegt, weil alle anderen Maßnahmen dem Bullen habhaft zu werden, gescheitert sind. So entkam das Tier wiederholt aus einer aus Fahrzeugen errichteten Umzäunung und drohte unkontrolliert weitere Personen zu gefährden.

Lorsch: Horror-Fund im Stall – Bäuerin (81) und Sohn (56) tot in Stall entdeckt

Neben der Polizei waren unter anderem auch die Tierrettung, Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienst sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Auf dem Hof des landwirtschaftlichen Betriebes dann der Horror-Fund: Im Stall sind eine tote Frau und ein toter Mann, vermutlich Mutter und Sohn im Alter von 81 und 56 Jahren, gefunden worden. Die beiden sind offenbar den beiden Bullen vor ihrem Ausbruch zum Opfer gefallen und totgetrampelt worden. Bei den Personen dürfte es sich nach gegenwärtigem Ermittlungsstand um die Betreiber des Bauernhofes handeln. (pol/pek)

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