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Abkochgebot für Leitungswasser: Entwarnung in Südhessen – keine Kolibakterien gefunden

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Von: Peter Kiefer

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Südhessen - Wegen möglicher Kolibakterien im Leitungswasser waren die Bürger mehrerer Orte dazu aufgerufen, ihr Trinkwasser aus dem Hahn vor dem Verzehr abzukochen. Jetzt die Entwarnung:

Update vom 1. Dezember, 14:57 Uhr: Der Anfangsverdacht einer Kontamination des Versorgungsnetzes der ENERGIERIED hat sich nicht bestätigt. Heißt: Das Abkochgebot für Leitungswasser im Versorgungsgebiet ist ab sofort aufgehoben. Nach Auswertung der Laborbefunde konnten keine E-Coli-Bakterien oder coliforme Bakterien im Trinkwassernetz nachgewiesen werden.

Somit kann in Lampertheim, Neuschloß, Hüttenfeld, Hofheim, Rosengarten sowie Bürstadt, Bobstadt und Riedrode das Trinkwasser wieder bedenkenlos und ohne weitere Maßnahmen verwendet werden. Wichtig: Die Aufhebung des Abkochgebotes gilt nicht für die Biedensandschule und das Lessing-Gymnasium in Lampertheim. Diese Objekte werden separat durch das Gesundheitsamt Kreis Bergstraße betreut und informiert.

Ekel-Alarm aus dem Hahn! Wegen Gesundheitsgefahr – Leitungswasser an Bergstraße abkochen

Erstmeldung vom 1. Dezember, 10:42 Uhr: Bloß nicht trinken! Im südhessischen Trinkwassernetz gibt es einen Verdacht auf eine Überschreitung des festgelegten Grenzwertes für E-Coli-Bakterien. Heißt: Ekel-Alarm wegen möglicher Fäkalbakterien aus dem Wasserhahn. Als Konsequenz muss in Teilen des Landkreises Bergstraße das Leitungswasser unbedingt abgekocht werden, um die Keime abzutöten.

Abkochgebot für Leitungswasser auch in Lampertheim

Das Abkochgebot in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Kreis Bergstraße ist rein vorsorglich auf das gesamte Trinkwassernetz der ENERGIERIED ausgeweitet. Betroffen sind somit neben Lampertheim, Neuschloß und Hüttenfeld auch die Ortsteile Bürstadt, Bobstadt, Riedrode, Hofheim und Rosengarten, wie der Versorger am Donnerstag (1. Dezember) mitgeteilt hat.

Aktuell werden mit Unterstützung eines Analytik-Labors an mehreren Stellen im Leitungsnetz zahlreiche Wasserproben entnommen, um die Ursache einzugrenzen und um weitere Maßnahmen festzulegen.

Landkreis Bergstraße: Ursache für mögliche Belastung von Trinkwasser unklar

Erst danach entscheidet sich, wie lange das verhängte Abkochgebot aufrechterhalten werden muss und ob eine entsprechende Not-Chlorung im Wasserwerk Bürstadt oder sonstige Desinfektionsmaßnahmen im Netz eingeleitet werden müssen. Doch über diese Maßnahme würde Versorger ENERGIERIED dann die Presse und somit die Öffentlichkeit nochmal gesondert informieren.

Bislang ist die Ursache für die mögliche Belastung mit Kolibakterien jedenfalls noch unklar. Die Bakterien können im menschlichen Körper zu Harnwegs- oder Darminfektionen führen.

Leitungswasser an der Bergstraße vor Verzehr mindestens 10 Minuten abkochen

Das Versorgungsunternehmen hatte am Dienstag (29. November) allen Verbrauchern in den betroffenen Kommunen dazu geraten, ihr Leitungswasser mindestens 10 Minuten vorsorglich abzukochen, insofern Sie es zum Trinken, Kochen oder zur Zubereitung von Speisen oder Getränken verwendet werden soll.

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Wo keine Gefahr besteht: Zur Körperpflege und für die Toilettenspülung kann das Leitungswasser jedoch weiterhin wie gewohnt verwendet werden. Weitere Infos findest Du online unter www.energieried.de. (pek)

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