Tierbesitzer entsetzt

Nach brutaler Beiß-Attacke in Leimen: Kampfhunde-Steuer wird extrem erhöht!

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Wer einen Kampfhund in Leimen besitzt, muss künftig sehr tief in die Tasche greifen.

Leimen - Nach der brutalen Hunde-Attacke erhöht die Stadt nun die Kampfhundesteuer drastisch. Doch das stößt schnell auf Empörung einiger Hundebesitzer:

  • Im Juni wird ein Teeanger (15) von zwei Staffordshire Terrier in Leimen lebensgefährlich verletzt.
  • Nach der brutalen Kampfhunde-Attacke erhöht die Stadt die Hundesteuer.
  • Listenhunde-Besitzer sind entsetzt.

Es ist ein Fall, der die gesamte Region schockiert: Ein 15-jähriger Teenager wird am 10. Juni in Leimen von zwei Hunden brutal attackiert. Bei den Tieren handelt es sich um Staffordshire Terrier, die in Baden-Württemberg als gefährliche Hunde eingestuft und deshalb der sogenannten Kampfhundeverordnung einzuordnen sind. Für diese Listenhunde gilt eine Leinen- und Maulkorbpflicht, die jedoch bei der brutalen Attacke in Leimen nicht eingehalten wurde.

Leimen: Nach brutaler Kampfhunde-Attacke erhöht Stadt Steuer

Der Teenager wurde bei der aggressiven Hunde-Attacke in Leimen lebensgefährlich verletzt. In dem derzeit laufenden Prozess gegen den Hundebesitzer (22) sowie dessen Bruder (17) und sein Freund (22), die an diesem Tag mit den Staffordshire Terrier Gassi waren, schildert das Opfer: „Ich konnte eine Woche lang nicht schlafen und war fast 14 Tage im Krankenhaus. Meine Nasenspitze war ab.“ 

Dem 17-Jährigen, der die Listenhunde auf den Teenager gehetzt haben soll, droht eine mehrjährige Haftstrafe. Für die beiden anderen Mitangeklagten fordert die Staatsanwaltschaft Bewährungsstrafen von einem Jahr. Das Urteil soll voraussichtlich am Montag (16. November) fallen. 

Doch egal wie die Urteile ausfallen werden, die Stadt Leimen hat bereits jetzt auf die brutale Hundeattacke reagiert. Wie der SWR berichtet, hat der Gemeinderat eine deutliche Erhöhung der Strafsteuer für Kampfhunde beschlossen. Wer einen Listenhund besitzt, soll in Zukunft nicht mehr 96 Euro pro Jahr bezahlen, sondern 600 Euro. Ausgenommen seien jedoch Hunde, die die Wesenprüfung bestanden haben und als nicht potentiell gefährlich gelten. Derzeit leben etwa 30 Listenhunde in Leimen.

Leimen: Stadt erhöht Steuer für Kampfhunde – Tierbesitzer sind entsetzt

Die drastische Erhöhung der Kampfhundesteuer in Leimen stößt schnell auf Widerspruch. So wird am 9. Dezember eine Online-Petition gestartet, um gegen die Entscheidung des Gemeinderats zu kämpfen. „Das ist an Ungerechtigkeit nicht zu überbieten!“, heißt es in einem Schreiben. „Wir können nichts für diese Tat, unsere Hunde sind einfach nur verläßliche, herzensgute, ganz normale Familienhunde. Die Gefährlichkeit eines Hundes hängt nicht von seiner Rasse ab sondern von der Art und Weise wie und von wem er großgezogen und erzogen wurde“, heißt es weiter. 

Die Petition hat bereits über 350 Unterstützer. In den Kommentaren werden die Ansichten der Kampfhunde-Besitzer geteilt. Eine Erhöhung der Hundesteuer würde nicht helfen, man fordert beispielsweise lieber einen verpflichtenden Hundeführerschein. Dieser ist bislang in Baden-Württemberg nur freiwillig.

In Karlsruhe ereignet sich der Südweststadt ein schrecklicher Vorfall, bei dem ein Mann schwer verletzt wird. Eine Gruppe schlägt den 54-Jährigen bewusstlos.

jol

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