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Ballermann-Hit „Layla“: Verbot auf Wormser Backfischfest? Stadt mit klarer Ansage

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Von: Teresa Knoll

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Auf manchem Volksfest ist der Ballermann-Hit „Layla“ bereits verboten. Die Stadtverwaltung Worms hat sich MANNHEIM24 gegenüber nun ebenfalls geäußert:

Die einen feiern den Song, die anderen finden ihn furchtbar: Der Ballermann-Hit „Layla“ sorgt in letzter Zeit für erhitzte Gemüter. Einerseits ist er schon seit Wochen auf Platz 1 in den Charts, andererseits darf er auf manchem Volksfest nicht gespielt werden, weil der Text zu sexistisch ist. Auf Anfrage von MANNHEIM24 hat sich nun auch die Stadtverwaltung Worms dazu geäußert, ob der Schlager auf dem Wormser Backfischfest gespielt werden darf:

LiedLayla
InterpretenDJ Robin, Schürze
Erscheinungsjahr2022

„Layla“-Verbot: Ballermann-Hit darf auf dem Backfischfest Worms gespielt werden

Der Hit von DJ Robin und Schürze spaltet die Musikliebhaber in zwei Lager: Die einen finden das Liedtext von „Layla“ sexistisch, die anderen feiern den Song. Deswegen ist der Ballermann-Hit „Layla“ auf den Volksfesten in Würzburg und Düsseldorf schon verboten worden. Auf dem Backfischfest in Worms in Rheinland-Pfalz wird es wohl kein generelles „Layla“-Verbot geben, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Einen Appell an die Akteure gibt es aber.

Die Ordnungsdezernentin Stephanie Lohr bezieht sich auf die bundeseinheitliche Regelung, die es im Fall des Ballermann-Hits „Layla“ nicht gibt: „Das Lied steht nicht auf dem Index des Bundes. Es gibt eine Vielzahl von Liedern, deren Inhalte kritikwürdig sind und die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten. Es bedarf aber einer bundeseinheitlichen Regelung und kann nicht der Kommune überlassen sein, hier die Zensur vorzunehmen.“

„Layla“-Verbot: Appell an die Akteure auf dem Backfischfest Worms

Damit ist also klar: Das Lied „Layla“, das von den DJs Robin und Schürze stammt, darf auf dem Backfischfest gespielt werden. Weiter heißt es in der Mail der Stadtverwaltung Worms: „Dennoch stuft die Stadt den Liedtext als sexistisch ein und bittet daher alle Akteure auf dem Festgelände aus eigener Überzeugung und im Sinne eines respektvollen Miteinanders auf das Abspielen des Liedes zu verzichten.“ Ähnlich handhaben es die Betreiber des Dürkheimer Wurstmarktes und des Mannheimer Oktoberfestes mit dem „Layla“-Verbot.

Matthias Distel alias „Ikke Hüftgold“ steht trotz allem hinter dem Lied, dessen Produzent er ist. Von seinem Plattenlabel „Summerfield Records“ wurde sogar eine Online-Petition ins Leben gerufen, damit der Song „Layla“ weiterhin gespielt werden darf. Bald 50.000 Menschen haben die Petition „#FREELAYLA“ bereits unterschrieben. (resa)

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