Türkischer Hirtenhund 

Revierverhalten: Kangal nimmt Familienwohnzimmer in Besitz!

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Eine Kangal-Hündin hält ihre neue Familie und die Polizei in Atem. (Symbolbild)

Landau - Ein Familienvater wünscht sich für sich und seine Kinder einen Hund, zieht los und kauft am Mittwoch eine Kangal-Hündin. Doch das neue Haustier entwickelt sich zum wahren Albtraum...

Sie stammt von einem Hundebesitzer aus dem Raum Neustadt. Tagsüber gibt es keinerlei Probleme mit dem Tier - erst Stunden später, als die Familie am Mittwochabend gegen 20:30 Uhr im Wohnzimmer beisammensitzt.

Die Hündin fängt plötzlich an zu bellen und zu knurren. Ein Schock! Schließlich handelt es sich bei ihr um einen ausgewachsenen türkischen Hirtenhund, der bis zu 70 Kilogramm schwer werden kann und eine Größe von 75 bis 80 Zentimetern erreicht. Kangals zeichnen sich unter anderem durch ein ausgeprägtes Schutz- und Revierverhalten sowie ihren eigenwilligen Charakter aus.

Der Familie gelingt es jedoch, mithilfe eines Ablenkungsmanövers das Wohnzimmer unbeschadet zu verlassen und die Tür zu verschließen. Ab diesem Zeitpunkt prägt sich das Revierschutzverhalten der Hündin besonders stark aus und sie lässt niemanden mehr in „ihr Reich“ - das Wohnzimmer - hinein.

Die Familie ist völlig ratlos. Was tun mit einem riesigen knurrenden Hund, der ihnen zudem auch noch fremd ist?

Vater weiß sich nicht zu helfen und alarmiert Polizei

Als der Familienvater keinen anderen Ausweg mehr sieht, bittet er die Polizei um Hilfe. Sein außergewöhnlicher Hilferuf stellt auch die Ordnungshüter vor eine Herausforderung. Zunächst informieren sie eine Kollegin der Diensthundestaffel, der eine beratende Funktion zukommt.

Doch bevor die Beamten weitreichende Maßnahmen wie Betäubung des Hundes, Verständigung einer Tierrettung, Transport und Verbringung des Hundes in ein Tierheim in Erwägung ziehen, kann der vorige Hundehalter telefonisch erreicht werden.

Er fährt dann nach Mitternacht nach Landau. Angekommen kann er den Hund beruhigen und ihn aus dem Wohnzimmer führen. Der Kauf wird rückgängig gemacht und der ehemalige Hundebesitzer nimmt seine Hündin wieder mit. Erleichtert betritt die Familie ihr Haus und genießt eine verkürzte Nachtruhe.

pol/hew

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