52-Jährige hielt 43 Tiere

Muss sie in den Knast? Urteil gegen Messie-Tierärztin gefallen! 

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Tierärztin hält 18 Katzen, über 40 Hunde und drei Kängurus (Symbolfoto)

Bornheim/Landau - Eine Messie-Tierärztin hielt Dutzende Tiere in zwei leerstehenden Häusern. Jetzt ist das Urteil gegen die 52-Jährige gefallen:

Update vom 14. Mai: Am Dienstag geht das Berufungsverfahren am Landauer Landgericht gegen die Messie-Tierärztin aus Bornheim weiter. Die Staatsanwaltschaft fordert laut einem Bericht der „Rheinpfalz“ in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von 2,5 Jahren. Eine Strafe unter zwei Jahren solle nicht zur Bewährung ausgesetzt werden, heißt es weiter. Die schlechte Sozialprognose und das Verhalten nach der Tat der Tierärztin seien die Gründe für ihre Forderung. Es sollen sich regelmäßig Menschen melden, die anzeigen, dass die Frau ihr Behandlungs- und Berufsverbot ignoriere.

Messie-Tierärztin im Berufungsprozess: Aussage unter Tränen

Der Verteidiger der 52-Jährigen fordert hingegen eine Strafe, die „am unteren Rand des Möglichen“ liegt und „selbstverständlich“ zur Bewährung ausgesetzt. Seine Mandantin wolle ihr Leben ändern und befinde sich in psychologischer Behandlung, so ihr Anwalt weiter. Die Schäden, unter denen die Tiere zu leiden hätten, seien „marginal“ und nicht beweisbar.

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Auch die Messie-Tierärztin selbst soll sich unter Tränen zu den Vorwürfen geäußert haben und behauptet, dass sie sich für den Zustand, unter dem die Tiere gehalten wurden, schämen würde. Gegen sie spricht allerdings der Verdacht, dass sie ihr Umfeld zu uneidlichen Falschaussagen verleitet haben soll. Dieser Vorwurf soll in einem weiteren Verfahren geklärt werden.

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Urteil gefallen: Messie-Tierärztin muss ins Gefängnis

Das Landgericht fällt das Urteil gegen die Messie-Tierärztin: Sie muss wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz für neun Monate ins Gefängnis. Wie das ,Morgenweb' berichtet, wird sie zudem zu vier Jahren Tierhalteverbot und drei Jahren Berufsverbot verurteilt. Die 52-Jährige gebe allerdings an, dass sie sowieso nie wieder ihren Beruf ausüben und Frührente beantragen wolle.

Medienbericht: Messie-Tierärztin von Bornheim hortete wieder Hunde und Katzen! 

Update vom 7. Mai: Wie die elsässische Tageszeitung ‚Dernières Nouvelles d’Alsace‘ berichtet, wurde am 30. April eine deutsche Tierärztin in Obersteinbach (Elsass) verhaftet. Bei der Frau soll es sich laut eines Berichts des ‚Mannheimer Morgen‘ vom Dienstag um die Tierärztin aus Bornheim handeln, die aktuell in einem Berufungsprozess gegen eine Haftstrafe kämpft, zu der sie wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verurteilt wurde. Im Bericht der elsässischen Zeitung heißt es weiter, dass die Polizisten bei der Durchsuchung des Hauses 19 Hunde und fünf Katzen beschlagnahmt hätten. Die 52-Jährige sei gemeinsam mit einer weiteren Person in Gewahrsam genommen worden.  

Update vom 25. März: Am Montag beginnt der Berufungsprozess gegen die Tierärztin aus Bornheim, die wegen nicht artgerechter Haltung von Dutzenden Tieren zu 2,5 Jahren Haft verurteilt wurde. Die Verteidigung will mindestens eine Bewährungsstrafe erreichen. Der 52-jährigen Tierärztin wird vorgeworfen, 44 Hunde, 18 Katzen und zwei Kängurus durch mangelndes Tageslicht und kleine Gehege großes Leid zugefügt und sich außerdem des Betrugs schuldig gemacht zu haben. Sie soll derzeit als Tierheilpraktikerin arbeiten. Wie der Mannheimer Morgen berichtet, sei die Tierärztin noch heute massiven Drohungen ausgesetzt und habe Schwierigkeiten, ihre Praxis zu verkaufen. Bis zum 10. April sind vor dem Landgericht Landau noch vier Verhandlungstermine angesetzt. 

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Update vom 9. März: Die Tierärztin, die im Oktober vom Amtsgericht Landau zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das berichtet „Die Rheinpfalz“. Die Frau muss sich jetzt vor dem Landgericht Landau erneut verantworten. In den beiden Privathäusern der Tierärztin waren 44 Hunde, 18 Katzen und drei Kängurus gefunden worden.    

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Tierärztin zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

29. Oktober 2018Sie hielt 44 Hunde, 18 Katzen und drei Kängurus. Die Tiere saßen in ihren eigenen Ausscheidungen und lebten sogar teilweise in Käfigen. Nun wandert die Halterin – eine Tierärztin – wohl selbst hinter Gittern. Denn: Am Montag (29. Oktober) fällt am Landauer Amtsgericht das Urteil gegen die Frau. Sie muss wegen des zweifachen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und des zweifachen Betrugs eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten absitzen. Außerdem darf sie 5 Jahre lang keine Tier mehr halten und drei Jahre lang ihre Arbeit nicht mehr ausführen. Für die Gerichtskosten muss die 51-Jährige selbst aufkommen. Das bestätigt eine Sprecherin des Gerichts am Montagnachmittag auf Nachfragen von LUDWIGSHAFEN24.

Verteidigung fordert Freispruch 

Das Urteil umfasst beinahe die Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten sowie ein Tierhalteverbot von 4 Jahren und ein Berufsverbot von 3 Jahren gefordert hatte. Im Gericht spricht sie von „krankhafter Tiersammelsucht".

Die Verteidigung wiederum versuchte, die Angeklagte in allen Punkten freizusprechen und kündigt nun Berufung an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. dpa/jol/kab

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