„Animal Hoarding“ in Bornheim 

Verurteilte Messie-Tierärztin geht in Berufung!

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Tierärztin hält 18 Katzen, über 40 Hunde und drei Kängurus (Symbolfoto)

Bornheim/Landau - Eine Messie-Tierärztin hielt Dutzende Tiere in zwei leerstehenden Häusern und wurde verurteilt. Jetzt geht die Frau gegen die Haftstrafe vor:

Update vom 9. März: Die Tierärztin, die im Oktober vom Amtsgericht Landau zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das berichtet „Die Rheinpfalz“. Die Frau muss sich jetzt vor dem Landgericht Landau erneut verantworten. In den beiden Privathäusern der Tierärztin waren 44 Hunde, 18 Katzen und drei Kängurus gefunden worden.    

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Tierärztin zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Grundtext vom 29. Oktober 2018Sie hielt 44 Hunde, 18 Katzen und drei Kängurus. Die Tiere saßen in ihren eigenen Ausscheidungen und lebten sogar teilweise in Käfigen. Nun wandert die Halterin – eine Tierärztin – selbst hinter Gittern.

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Denn: Am Montag (29. Oktober) fällt am Landauer Amtsgericht das Urteil gegen die Frau. Sie muss wegen des zweifachen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und des zweifachen Betrugs eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten absitzen. Außerdem darf sie 5 Jahre lang keine Tier mehr halten und drei Jahre lang ihre Arbeit nicht mehr ausführen. Für die Gerichtskosten muss die 51-Jährige selbst aufkommen. Das bestätigt eine Sprecherin des Gerichts am Montagnachmittag auf Nachfragen von LUDWIGSHAFEN24.

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Verteidigung fordert Freispruch 

Das Urteil umfasst beinahe die Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 10 Monaten sowie ein Tierhalteverbot von 4 Jahren und ein Berufsverbot von 3 Jahren gefordert hatte. Im Gericht spricht sie von „krankhafter Tiersammelsucht".

Die Verteidigung wiederum versuchte, die Angeklagte in allen Punkten freizusprechen und kündigt nun Berufung an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

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dpa/jol

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