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Tote Geschwister (7/11) in Hanau: Verdächtiger Vater (47) schweigt zu Mordvorwurf

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Von: Peter Kiefer

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Hanau - Der brutale Tod zweier Kinder (7/11) schockt Hessen und ganz Deutschland! Der von BKA-Zielfahndern in Frankreich geschnappte Vater (47) schweigt zu den Vorwürfen:

Update vom 16. Mai, 13:23 Uhr: Das Puzzle fügt sich zusammen: Neue Erkenntnisse über den dringend tatverdächtigen 47-Jährigen, der am Mittwoch (11. Mai) in Hanau seine siebenjährige Tochter getötet haben soll. Sein Sohn (11) lag schwerstverletzt vor dem Hochhaus, wo seine Schwester auf dem Balkon der mütterlichen Wohnung im 9. Stock tot gefunden wurde. Nur Stunden später starb der Junge im Krankenhaus.

Ob der Junge in die Tiefe gestoßen wurde oder aber in panischer Angst vor seinem Vater aus Verzweiflung selbst gesprungen ist, wird noch ermittelt. Sein unter Mordverdacht stehenden Vater, der weiter zu den Vorwürfen schweigt, ist dem Vernehmen nach in der Vergangenheit bereits in einem Fall wegen häuslicher Gewalt aufgefallen.

Nach Bluttat in Hanau: Vater (47) bei Paris verhaftet – er schweigt zur Tat

Update vom 15. Mai, 12:34 Uhr: Einen Tag nach der geglückten Festnahme des 47-jährigen Mannes, der im Verdacht steht, seine beiden Kinder (7/11) getötet zu haben, werden neue Details bekannt. So sei der internationale Haftbefehl gegen den Vater bereits am 11. Mai, dem Tag der Schreckenstat, von einer Hanauer Ermittlungsrichterin erlassen worden. Die Ermittler waren von Anfang an von einem familiären Hintergrund des zweifachen Kinder-Todes ausgegangen.

StadtHanau (Hessen)
Einwohnerzahl97.137 (31. Dez. 2020)
Fläche76,49 km²
OberbürgermeisterClaus Kaminsky (SPD)

Hanau: Mordverdächtiger Vater (47) festgenommen – Überstellung kann Wochen dauern

Nach der Verhaftung des 47-jährigen Inders in der Nähe von Paris am Samstagmorgen (14. Mai) könnte es wenige Wochen bis zur Überstellung nach Deutschland dauern, weil „etliche Behörden“ beteiligt seien, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Sonntag der dpa sagte.

Der Tatverdächtige, der im Rhein-Main-Gebiet wohnt, könnte vermutlich in einem hessischen Gefängnis in Untersuchungshaft kommen, wenngleich dafür auch andere Bundesländer durchaus nicht ausgeschlossen seien.

Eine Karte mit der Aufschrift „Wir sind traurig“ und „Ruhet in Frieden“ liegt vor dem Hochhaus, in dem am Mittwoch, den 11. Mai, zwei Kinder getötet wurden. Die Polizei hat den gesuchten tatverdächtigen Vater am 14. Mai in Frankreich festgenommen.
Eine Karte mit der Aufschrift „Wir sind traurig“ und „Ruhet in Frieden“ liegt vor dem Hochhaus, in dem am Mittwoch, den 11. Mai, zwei Kinder getötet wurden. Die Polizei hat den gesuchten tatverdächtigen Vater am 14. Mai in Frankreich festgenommen. © Sebastian Gollnow/picture alliance/dpa

Kinder (7/11) in Hanau getötet: Verdächtiger Vater (47) bei Paris festgenommen

Update vom 14. Mai, 16:34 Uhr: Sie haben ihn! Drei Tage nach dem brutalen Tod zweier Kinder in Hanau konnte der tatverdächtige Vater nach intensiven Fahndungsmaßnahmen festgenommen werden. Diesen Erfolg haben Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Hanau am Samstagnachmittag (14. Mai) vermeldet. Zielfahnder des Hessischen LKA war es nach der Tat am Mittwochmorgen (11. Mai) gelungen, die Spur des 47-jährigen Mannes aufzunehmen.

Hanau: Verdächtiger Vater (47) von toten Geschwistern bei Paris verhaftet

Mit Unterstützung weiterer Experten der Zielfahndung des Bundeskriminalamtes wurde der 47-Jährige am Samstagmorgen in der Nähe von Paris lokalisiert und dort festgenommen.

Der Mann, der im Rhein-Main-Gebiet wohnt, leistete dabei keinen Widerstand. Bislang hat er sich zu der Tat nicht geäußert. Die Staatsanwaltschaft Hanau geht davon aus, dass er in wenigen Wochen nach Deutschland überstellt und dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt werden wird.

Tote Geschwister (7/11) in Hanau: Verdächtiger Vater auf Flucht – Mutter erleidet Zusammenbruch

Update vom 13. Mai, 11:20 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod zweier unschuldiger Kinder in Hanau kommen immer mehr erschütternde Details ans Licht. So sollen die beiden ums Leben gekommenen Geschwister, ein 7-jähriges Mädchen und ihr älterer Bruder (11), seit geraumer Zeit sehr viel Angst vor ihrem seit dem Verbrechen untergetauchten Vater gehabt haben, wie bild.de unter Berufung auf einen Bekannten der Familie berichtet. Die Fahndung der Polizei brachte bislang keinen Erfolg.

Zwei tote Kinder in Hanau: Mutter erleidet bei Todesnachricht einen Zusammenbruch

Die indische Familie ist erst Ende 2021 nach Hanau gezogen. Die Eltern sollen sich dann aber getrennt haben – jetzt diese tragische Bluttat, die der gesuchte Vater angeblich sogar nur Tage zuvor angekündigt haben soll. Der Umgang mit seinen Kindern soll ihm nur im Beisein eines Jugendamt-Beschäftigten erlaubt gewesen sein.

In dem Hochhaus in der Römerstraße, dem jetzigen Tatort, hat die Mutter mit ihren beiden Kindern alleine gelebt. Dort soll sich der Mann morgens, als er seine Frau bei ihrer Arbeit in einem Obst-Gemüse-Händler wähnte, mit kaltblütigen Absichten Zutritt zur Wohnung verschafft haben. Als sie vom Tod ihrer Kinder erfahren hat, soll sie einen Zusammenbruch erlitten haben und sich dem Medienbericht zufolge in eine psychiatrische Klinik eingeliefert haben.

Ermittlungen nach Tod von zwei Kindern in Hanau
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nach der Bluttat in Hanau. © Boris Roessler/dpa

Hanau: Stadt wusste schon Monate vor Todesdrama von familiären Problemen

„Ich habe noch nie Kinder mit so großer Angst vor dem Vater gesehen“, schildert der BILD-Informant in dramatischen Worten.

Hätte die Bluttat also verhindert werden können? Der mutmaßliche Mörder soll seine Kinder und seine Frau laut BILD in der Vergangenheit geschlagen haben. Und auch seine Drohungen „etwas Schlimmes“ passieren würde, blieben leider ohne Konsequenzen. Die Probleme der Familie waren bei der Stadt Hanau zumindest seit Januar bekannt.

Tote Geschwister in Hanau: Vater soll „etwas Schlimmes“ angekündigt haben

Update vom 12. Mai, 15:20 Uhr: Auch einen Tag nach dem grausamen Tod zweier Kinder in Hanau ist der Täter noch auf der Flucht. Nach Informationen der „Bild“ soll es sich um den Vater des 11-jährigen Jungen und des 7-jährigen Mädchens handeln. Die aus Indien stammenden Eltern sollen getrennt gelebt haben. Der Vater habe zudem nur in Begleitung eines Jugendamt-Mitarbeiters mit seinen Kindern zusammen sein dürfen.

Beim letzten überwachten Treffen am Wochenende soll der Vater angekündigt haben, dass „etwas Schlimmes“ passieren würde. Aufgrund dieses Satzes und dem schmalen Zeitfenster, dass der Täter für die Tötung der Kinder genutzt hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Mordes. Der Mörder hat nämlich zwischen 6 und 8 Uhr zugeschlagen – also nachdem die Mutter zur Arbeit ging und bevor die Kinder zur Schule mussten.

Bluttat in Hanau: Zwei Kinder (7/11) tot – Todesursachen stehen fest

Update vom 12. Mai, 11:19 Uhr: Am Tag nach dem mutmaßlichen Tötungsdelikt haben Polizei Südosthessen und Staatsanwaltschaft Hanau die Ergebnisse der Obduktion der beiden Kinderleichen bekannt gegeben. Diese gibt auch Aufschlüsse auf die jeweilige Todesursache. Zudem besteht jetzt die traurige Gewissheit, dass es sich bei dem Mädchen (7) und dem Jungen (11) um Bruder und Schwester handelt.

Bluttat in Hanau: Zwei Kinder (7/11) tot – Tatverdächtiger untergetaucht

Update vom 12. Mai, 9:09 Uhr: Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen dauert weiter an. Es sei noch keine Festnahme
erfolgt, sagte eine Sprecherin der Hanauer Staatsanwaltschaft am Donnerstag (12. Mai). Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt und einem familiären Hintergrund der Tat aus. In welchem Verhältnis der gesuchte Verdächtige zu den beiden toten Kindern stand, wollten sie zunächst nicht sagen.

Lisa Pohlmann, Sprecherin der Staatsanwalt, spricht mit Vertretern der Presse vor einem Hochhaus in der Innenstadt von Hanau (Hessen). Bei einem Verbrechen kamen dort zwei Kinder ums Leben.
Lisa Pohlmann, Sprecherin der Staatsanwalt, spricht mit Vertretern der Presse vor einem Hochhaus in der Innenstadt von Hanau (Hessen). Bei einem Verbrechen kamen dort letztendlich zwei Kinder ums Leben. © Frank Rumpenhorst/picture alliance/dpa

Zwei Kinder in Hanau getötet – Obduktionsergebnis erwartet

Über die genauen Todesursachen des 7-jährigen Mädchens und des 11-jährigen Jungen, die vermutlich Geschwister waren, ist bislang nichts bekannt. Der schwerstverletzte Junge, der kurz darauf starb, war vor einem Hochhaus auf dem Boden gefunden worden, das tote Mädchen auf einem Balkon im 9. Stock entdeckt. Auf MANNHEIM24-Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Hanau erklärt Sprecherin Lisa Pohlmann: „Wir gehen von einem Sturz aus großer Höhe aus.“

Die Obduktionsergebnisse werden im Laufe des Vormittags bekannt gegeben. Auf die Frage, ob die Fahndung nach dem Tatverdächtigen bundes- oder gar europaweit erfolgt, antwortet die Staatsanwältin, um die Fahndung nicht zu gefährden, dass es sich um eine „intensive Fahndung“ handle. Ob der Gesuchte, wie von bild.de berichtet, der Vater ist, wollte Pohlmann nicht bestätigen: „Wir sagen nichts zum Vater und den Eltern generell.“

Kerzen und Blumen erinnern nach dem gewaltsamen Tod zweier Kinder auf dem Innenhof eines Hochhauses in Hanau an die Opfer. Während die genauen Hintergründe der Tat noch unklar sind, geht die Polizei von einem familiären Hintergrund aus und fahndet nach einem Tatverdächtigen.
Kerzen und Blumen erinnern nach dem gewaltsamen Tod zweier Kinder auf dem Innenhof eines Hochhauses in Hanau an die Opfer. Während die genauen Hintergründe der Tat noch unklar sind, geht die Polizei von einem familiären Hintergrund aus und fahndet nach einem Tatverdächtigen. © Boris Roessler/picture alliance/dpa

Hanau: Kinder (7/11) tot – Täter weiterhin auf der Flucht

Update vom 11. Mai, 13:19 Uhr: Nach dem Tod zweier Kinder in Hanau, die höchstwahrscheinlich einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sind, sollen die beiden Leichen noch im Tagesverlauf obduziert werden, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Nach ersten Hinweisen dürfte es sich um das siebenjährige Mädchen und den elfjährigen Jungen handeln, die in der Wohnung lebten, sagte die Sprecherin. Die Identität der Kinder stand aber noch nicht fest.

Die Ermittler haben zunächst erfolglos nach einem Verdächtigen gefahndet. Nähere Angaben zu dem Mann und in welchem Verhältnis er zu den toten Kindern steht, wurden zunächst nicht bekannt. Laut Informationen von bild.de soll es sich jedoch dabei um den Vater handeln.

Totes Mädchen in Hanauer Hochhaus gefunden
Gegen 7:25 Uhr hatten Passanten die Polizei alarmiert, nachdem sie in der Hanauer Innenstadt vor einem Hochhaus einen schwer verletzten Jungen entdeckt hatten. © Frank Rumpenhorst/dpa

Hanau: Mädchen (7) und Junge (11) getötet – Polizei geht von Familien-Drama aus

Erstmeldung vom 11. Mai, 11:41 Uhr: Schreckliches Verbrechen am Mittwochmorgen (11. Mai) im hessischen Hanau. Passanten hatten am Morgen gegen 7:23 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem sie vor einem elfstöckigen Hochhaus in der Innenstadt einen schwer verletzten Jungen auf dem Bürgersteig entdeckt hatten. In dem Hochhaus wurde dann im 9. Stock ein totes Mädchen auf dem Balkon einer Wohnung gefunden.

Hanau: Zwei tote Kinder – Polizei vermutet Familien-Drama

Nach dem Fund eines toten Mädchens und eines verletzten Jungen in der Hanauer Innenstadt ist auch der Junge wenige Stunden später im Hanauer Stadtkrankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen.

Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus, wie eine Sprecherin der Hanauer Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur sagte. Es werde nach einem Tatverdächtigen gefahndet.

Polizisten stehen vor einem Hochhaus in der Innenstadt von Hanau, wo am Morgen ein totes Mädchen gefunden wurde. Vor dem Haus lag auf der Straße ein schwer verletzter Junge, der verstorben ist.
Polizisten stehen vor einem Hochhaus in der Innenstadt von Hanau, wo am Morgen ein totes Mädchen gefunden wurde. Vor dem Haus lag auf der Straße ein schwer verletzter Junge, der verstorben ist. © Frank Rumpenhorst/picture alliance/dpa

Hanau: Getötete Kinder vermutlich Geschwister

Nach den Worten der Sprecherin gibt es Anhaltspunkte für einen familiären Hintergrund der Tat und dass die Opfer Geschwister sind. Nach bisherigen Hinweisen dürfte es sich um das siebenjährige Mädchen und den elfjährigen Jungen handeln, die in der Wohnung wohnten, sagte Lisa Pohlmann, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

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Der Junge war kurz darauf im Hanauer Stadtkrankenhaus gestorben. Hanau liegt rund 20 Kilometer östlich von Frankfurt am Main nahe der Landesgrenze von Hessen zu Bayern. (dpa/pek)

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