1.500 Besucher flüchten aus Zelt

Backfischfest: Pfefferspray-Attacke in Festzelt

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1.500 Besucher stürmen aus dem Zelt – ein 17-Jähriger hat mit Pfefferspray in die Menge gesprüht. 

Ketsch – Die Band „Radspitz“ spielt, das Festzelt auf dem Backfischfest ist gut gefüllt. Plötzlich zückt ein junger Kerl sein Pfefferspray und sprüht damit in die Menge. Die Folgen des Vorfalls:

Der 17-Jährige Betrunkene behauptet, um etwa 22:10 Uhr von einer 15-köpfigen Gruppe im Festzelt des Ketscher Backfischfestes verbal angegangen worden zu sein. Dann soll ihn eine der Personen gestoßen haben.

Da zückt der Jugendliche das mitgeführte Pfefferspray und sprüht um sich – inmitten der 1.500 Besucher des Zeltes. 

Die fatalen Folgen: Zahlreiche Gäste leiden unter Atemnot, haben gerötete, geschwollene und tränende Augen. Auch die Einsatzbeamten, die sofort einschreiten, bekommen etwas von dem Spray ab.

Innerhalb kürzester Zeit stürmen die Menschen aus dem Festzelt – die Einsatzkräfte des DRK haben alle Hände voll zu tun. Zahlreiche Betroffene begeben sich direkt ins benachbarte Krankenhaus. Die genaue Anzahl der Verletzten steht bisher noch nicht fest. Die Polizei ist während der Veranstaltung mit zehn Beamten in Einsatz.

Nachdem ein Zeuge dem 17-Jährigen sein Pfefferspray abgenommen hat, wird dieser festgenommen und die „Tatwaffe“ beschlagnahmt. Ein Alkoholtest ergibt einen Wert von über 1,9 Promille.

Gegen den Jugendlichen wird nun ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Weil er das Reizgas mit sich geführt hat, muss er außerdem noch mit einer Strafe wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz rechnen.

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Weitere Geschädigte werden gebeten, sich beim Polizeiposten Ketsch (Telefon 06202/61696) oder außerhalb der Öffnungszeiten bei der Polizei in Schwetzingen (Telefon 06202/2880) zu melden.

pol/kab

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