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Krawall in Kassel: Polizei gegen 10.000 Querdenker – Lage eskaliert

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Von: Josefine Lenz

Kassel – Am Samstag eskaliert eine Demo gegen die Corona-Maßnahmen. Über 10.000 Personen halten keinen Abstand und tragen keine Maske. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort:

Am Samstag (20. März) eskaliert eine Massen-Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Kassel. Es kommt zwischen der Polizei und den rund 10.000 Demonstranten zu Krawallen. Auch Journalisten werden vor Ort angegangen und beschimpft. Die meisten Protestler halten sich nicht an die Auflagen und tragen keine Maske.

StadtKassel
BundeslandHessen
Einwohner201.585

Krawall in Kassel: Über 10.000 Querdenker protestieren gegen Corona-Regeln – Lage eskaliert

Entgegen den gerichtlich bestätigten Auflagen der Stadt versammeln sich Tausende in der Innenstadt und formieren sich zu einem ebenfalls verbotenen Demonstrationszug. Immer wieder kommt es bei dem Umzug zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten, und an einer Polizeisperre auch zu massiven Prügeln und Schubsereien. Die Beamten setzen nach eigenen Angaben Schlagstock und Pfefferspray ein, um Herr der Lage zu werden. Einzelne Personen werden festgenommen, so die Fuldaer-Zeitung*.

Auf dem zentralen Friedrichsplatz entwickelt sich mittlerweile bei Sonnenschein fast schon Picknick-Atmosphäre ohne viel Abstand, wie Augenzeugen berichten. Die Menschen ignorieren die Aufforderungen, sich zum genehmigten Versammlungsort zu begeben. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Die hessischen Kräfte erhalten Unterstützung aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Auch die Bundespolizei, Wasserwerfer und ein Hubschrauber sind im Einsatz, wie auch hna* berichtet.

Die Polizei ist wegen einer Corona-Demo mit einem Großaufgebot in Kassel
Einsatzkräfte der Polizei stehen bei einer Kundgebung unter dem Motto «Freie Bürger Kassel - Grundrechte und Demokratie» neben einem Wasserwerfer. Laut Polizei waren mehrere tausend Menschen in der Innenstadt unterwegs und missachteten bei dem nicht angemeldeten Demonstrationszug die Anweisungen der Behörden. © Swen Pförtner/dpa

Es sei davon auszugehen, dass vor allem Mitglieder der sogenannten Querdenker-Szene kämen, weshalb nach Erfahrungen in Kassel und anderswo nicht auszuschließen sei, dass coronabedingte Auflagen missachtet würden, hatte die Stadt argumentiert.

Kassel: Demo gegen Corona-Regeln – 10.000 Menschen protestieren ohne Maske und Abstand

Der Verwaltungsgerichtshof in Hessen genehmigte die Kundgebung in der Peripherie. Zu der Demonstration hatten
Veranstalter unter dem Motto „Freie Bürger Kassel - Grundrechte und Demokratie“ aufgerufen und bis zu 17.500 Teilnehmer angekündigt. Zunächst fanden sich nur wenige Menschen ein, wie die Polizei berichtet. Später versammelten sich aber immer mehr Frauen und Männer, um gegen die Coronavirus-Politik in Deutschland zu demonstrieren.

Tausende Menschen versammeln sich für eine Corona-Demo in Kassel.
Tausende Menschen versammeln sich für eine Corona-Demo in Kassel. © Swen Pförtner/dpa

Demonstriert werden durfte laut Beschluss des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) vom Freitag nur auf dem Messegelände
Schwanenwiese mit bis zu 5.000 Teilnehmern und dem angrenzenden Platz der Deutschen Einheit mit maximal 1000 Menschen. Es gelten weitere Auflagen wie das Tragen einer medizinischen Maske als auch ein Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen den einzelnen Teilnehmern. Die nordhessische Stadt hatte die Versammlungen wegen der zuletzt steigenden Zahl von Corona-Infektionen zunächst verboten. (dpa/jol) *hna und Fuldaer-Zeitung sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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