Am Hauptbahnhof Karlsruhe 

Junggesellenabschieds-Gruppe malträtiert Iraker! Rassistisches Motiv?

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Eine Junggesellenabschieds-Gruppe hat im Hauptbahnhof Karlsruhe einen Iraker angegriffen (Symbolfoto). 

Karlsruhe - Sieben gegen einen! Eine Junggesellenabschieds-Gruppe hat nach einer durchzechten Nacht einen Iraker angegriffen. Die Polizei schließt ein fremdenfeindliches Motiv nicht aus.  

Am frühen Sonntagmorgen (14. Juli) gegen 5 Uhr hat sich in der Bahnhofshalle des Karlsruher Hauptbahnhofs ein gewaltsamer Übergriff ereignet. Eine Junggesellenabschieds-Gruppe soll nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe einen 22-jährigen Iraker angegriffen haben. Der Attackierte soll dabei Schwellungen und Rötungen im Gesichtsbereich sowie Abschürfungen an den Armen davongetragen haben. Vier weitere 21-Jährige sind jedoch auf den Vorfall aufmerksam geworden und eilen dem jungen Iraker zur Hilfe. Dabei werden sie ebenfalls von Teilnehmern des Junggesellenabschieds geschlagen. Sogar der angehende Bräutigam soll einem der couragierten Helfer einen Faustschlag ins Gesicht verpasst haben. Nachdem die Karlsruher Bundespolizei verständigt worden ist, flüchten die Täter in unterschiedliche Richtungen. 

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Karlsruhe: Verdächtige aus Junggesellenabschieds-Gruppe werden gefasst

Dennoch gelingt es den Beamten durch eine unmittelbar eingeleitete Fahndung einige Männer aus der Junggesellenabschieds-Gruppe in Karlsruhe festzunehmen. Insgesamt drei der sieben Tatverdächtigen können durch eine gemeinsame Aktion von Bundes- und Landespolizei gefasst werden. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um drei mehrfach wegen Gewalt- und Drogendelikten polizeilich in Erscheinung getretene Italiener im Alter zwischen 22 und 43 Jahren. 

Anfang August kommt es am Hauptbahnhof Karlsruhe zu dramatischen Szenen: Ein Streit zwischen zwei Männern eskaliert hier völlig – einer der Kontrahenten bringt sich in dessen Verlauf sogar in Lebensgefahr!

Zuvor soll die Junggesellenabschieds-Gesellschaft in einem nahegelegenen Nachtclub gefeierten haben und sei zum Tatzeitpunkt entsprechend alkoholisiert gewesen. Außerdem soll sich der jüngste Tatverdächtige derart massiv gegen die Festnahme gewehrt haben, dass ihm zusätzlich eine Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte erwartet. Die vier entkommenen Tatverdächtigen sind bislang unbekannt. 

Karlsruhe: Gegen Teilnehmer des Jungstellenabschieds wird ermittelt -fremdenfeindlicher Hintergrund möglich  

Im Rahmen der Ermittlungen können blutige Kleidungsstücke sowie Fotos der gesamten Junggesellenabschieds-Gruppe sichergestellt werden. Ein möglicher fremdenfeindlicher Hintergrund des Angriffs ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen können die drei Männer die Wache wieder verlassen. 

In Frankfurt wird kurze Zeit später ein 26-jähriger Mann aus Eritrea aus einem fahrenden Auto heraus erschossen. Auch hier ziehen Ermittler ein fremdenfeindliches Motiv in Betracht.

Der anfangs feuchtfröhliche Junggesellenabschied mündet somit in einem Gewaltexzess mit anschließenden Festnahmen. Damit erwartet die Männer folgerichtig nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung. 

Brühl: Weiterer Junggesellenabschied am selben Tag endet blutig 

In knapp 50 Kilometern entfernten Brühl endet am selben Tag (14. Juli) ebenfalls in den frühen Morgenstunden ein weiterer Junggesellenabschied blutig. Diesmal sind aber nicht die Teilnehmer des Junggesellenabschieds die Angreifer, sondern Opfer eines exzessiven Übergriffs. Dabei wird unter anderem ein junger Mann durch einen Messerstich in die Hüfte verletzt. 

Kaiserslautern: Angehender Bräutigam landet nach Junggesellenabschied im Krankenhaus

Auch ohne körperliche Gewalteinwirkung können Junggesellenabschiede im Krankenhaus enden. Bereits Ende April hat sich in der Pfalz ein kurioser Fall zugetragen. Dabei will ein Mann dem zukünftigen Bräutigam einen Streich spielen. Dieser muss aber nach einem Schluck Wodka stationär behandelt werden.   

pol/esk 

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