Auswirkungen auf die Flüchtlingsarbeit 

Nach Tod von Mia (†15): Zahlreiche Schmäh-Mails eingegangen! 

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Es sind schon einige Anzeigen wegen anonymer Beleidigungen und Bedrohungen bei der Polizei eingegangen. (Symbolbild) 

Kandel/Wörth - Einen Monat nach dem tragischen Tod der 15-jährigen Mia werden Ehrenamtliche und Amtsträger und immer noch bedroht. Was das für Auswirkungen auf die Flüchtlingshilfe hat: 

Polizei und Staatsanwaltschaft können einen Monat nach der Bluttat von Kandel noch nicht abschließend sagen, wie viele Anzeigen wegen anonymer Beleidigungen oder Drohungen gegen Dritte eingegangen sind. Es seien „schon einige“, sagt ein Polizeisprecher am Freitag in Wörth. Bis man genau Bescheid wisse, werde aber noch etwas Zeit vergehen. 

Am 27. Dezember war die 15-jährige Mia in Kandel erstochen worden. Mutmaßlicher Täter ist ihr Ex-Freund, ein Flüchtling aus Afghanistan. Mittlerweile geht die Staatsanwaltschaft von Mord aus.

Fotos vom Trauergottesdienst für Mia (†15)

Die Leitende Oberstaatsanwältin in Landau, Angelika Möhlig, sagte, die anonymen Schmähungen richteten sich ihrer Kenntnis nach „im Wesentlichen gegen Personen in der Flüchtlingshilfe, gegen Amtsträger und Menschen, die zur Mäßigung aufgerufen haben“.

Solche Personen seien „entsprechend angegangen“ worden. Möhlig berichtete von einzelnen Hinweisen und Anzeigen, die ihr bekannt seien. „Ich weiß nicht, was bei der Polizei eingegangen ist“, ergänzte sie. Die genaue Zahl könne außerdem nicht ohne Weiteres festgestellt werden, weil Anzeigen zum Beispiel nicht unter dem Überbegriff Beleidigungen in Kandel erfasst würden. Unter anderem hat Kandels Bürgermeister hat Drohmails erhalten und daraufhin Anzeige erstattet. Die Karnevalsgesellschaft in Kandel ist auch nicht von abfälligen Kommentaren verschont geblieben. 

>>> Alle Artikel zur Bluttat in Kandel im Überblick

Auswirkungen auf die Flüchtlingsarbeit

Ein Sprecher der Verbandsgemeinde Kandel sagt, vereinzelt gingen noch Drohungen ein. Nach Angaben des Verbandsgemeinde-Sprechers halten sich mit der Flüchtlingsarbeit beschäftigte Ehrenamtliche derzeit eher zurück

Ein von der Gemeinde zur Verfügung gestellter Raum für Begegnungen sei während der Schulferien geschlossen gewesen und danach von den Ehrenamtlichen nicht wieder geöffnet worden. Wann er wieder aufgemacht werde, wisse er nicht.

dpa/kp

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