Wegen familiären Schwierigkeiten

Urteil in Kaiserslautern: Mutter wollte Sohn (13) umbringen! 

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Am Landgericht Kaiserslautern wird eine Mutter verurteilt, die ihren Sohn töten wollte. (Symbolfoto)

Kaiserlautern - Eine Mutter steht vor Gericht, weil sie versucht haben soll ihren 13-jährigen Sohn zu töten. Nun ist ein Urteil gegen sie gefallen:

Vor dem Landgericht Kaiserslautern steht eine 47-Jährige, gegen die ein schrecklicher Verdacht besteht – sie soll im August 2018 versucht haben ihren Sohn umzubringen! Am Freitag (22. Februar) fällt dann das Urteil gegen die Mutter. 

Das Gericht verurteilt sie wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung zu viereinhalb Jahren Haft. Wie ein Justizsprecher zudem mitteilt, wird sie in eine Entziehungsanstalt eingewiesen.  

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Sohn Tabletten verabreicht

Der Anklage zufolge hat die 47-Jährige ein Schlafmittel in einem Glas Wasser aufgelöst – insgesamt 20 Pillen! Dem 13-jährigen Sohn erklärt sie, dass es sich dabei um ein pflanzliches Medikament gegen eine Entzündungskrankheit handelt. Der Sohn trinkt den Giftcocktail und legt sich schlafen.

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Wie durch ein Wunder überlebt er das Gemisch und läuft am Morgen danach wankend in die Küche. Daraufhin ist die Mutter gezwungen ihrem Mann die Wahrheit zu erzählen. Der ruft daraufhin sofort den Notarzt und die Polizei. Laut dem Justizsprecher habe aber zu keiner Zeit akute Lebensgefahr bestanden.

Erst der Sohn, dann sie selbst?

Als Grund für den versuchten Totschlag gibt die 47-Jährige familiäre Schwierigkeiten an. Zuvor haben sie und ihr Mann sich getrennt. Die Ermittler vermuten, dass sie erst ihren Sohn töten wollte, dann sich selbst

Gegen das Urteil kann noch Revision eingelegt werden, worauf der Verteidiger und die Nebenklage aber verzichten wollen. Ob die Staatsanwaltschaft Widerspruch einlegt ist unklar. Das Urteil liegt aber nur knapp unterhalb der vom Staatsanwalt geforderten Strafe von vier Jahren und zehn Monaten.  

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dpa/dh

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