In Mannheim und Heidelberg gedreht

Zum Verlieben oder zum Abschalten? Unsere Kritik zum Netflix-Film „Isi & Ossi“

Mannheim/Heidelberg - Pünktlich zum Valentinstag veröffentlicht Netflix den Film „Isi & Ossi“, der in der Region gedreht wurde. Unsere Kritik zur romantischen Komödie. 

  • Der erste deutsche Netflix-Film „Isi & Ossi“ startet pünktlich zum Valentinstag. 
  • Die romantische Komödie spielt in Mannheim und Heidelberg. 
  • Unsere Kritik zum Film „Isi & Ossi“.

Isi wächst wohlbehütet in Heidelberg bei ihren Eltern auf. Als Mitglied einer Milliardärs-Familie muss sie sich an viele Regeln halten und Leistung bringen. Zur selben Zeit zieht Ossi mit seiner Familie von Brandenburg nach Mannheim. Er lebt in Armut und will sich als Boxer nach oben kämpfen. Eines Tages finden beide heraus, dass in ihrem Leben einiges schiefgelaufen ist. Nach einem zufälligen Treffen beschließt das ungleiche Duo, daran etwas zu ändern. So beginnt die Story des neuen Netflix-Films „Isi & Ossi“.

Netflix-Film „Isi & Ossi“: Start pünktlich zum Valentinstag

Pünktlich zum Valentinstag (14. Februar) veröffentlicht Netflix die romantische Komödie „Isi & Ossi“. Es ist der erste deutsche Netflix-Film überhaupt und dieser wurde nicht etwa in hippen Städten wie Berlin oder München gedreht – sondern in Heidelberg und Mannheim„Isi & Ossi“ hat eine Laufzeit von 113 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. 

Bereits der Trailer zum Film geizte nicht mit Klischees und wirkte wie ein 0815-Liebesfilm, wie es sie in Deutschland in den letzten Jahren schon viel zu oft gab. In der Hoffnung, dass es nicht wirklich so ist, haben wir uns „Isi & Ossi“ angeschaut - und sind positiv überrascht worden. 

Neuer Netflix-Film: Story von „Isi & Ossi“ vorhersehbar - Figuren sind überragend

Natürlich steckt „Isi & Ossi“ voller Klischees bekannter Liebesfilme und auch die Story erfindet das Rad nicht neu. Doch der Film macht richtig Spaß - und das nicht nur Paaren, sondern auch Singles. Lisa Vicari (Isi) und Dennis Mojen (Ossi) machen einen tollen Job. Egal ob die Figuren wütend, verliebt, verzweifelt sind oder sich wie „Asis“ verhalten, man nimmt es ihnen ab.

Doch auch die oft schrulligen und bekloppten Nebenfiguren wachsen dem Zuschauer schnell ans Herz. Sei es nun Ossis Opa, der mit der modernen Welt nicht zurechtkommt, Isis tollpatschige Kollegin Gabriella, Ossis bester Kumpel „Tschünni“, der sich für den Ober-Aufreißer hält oder der Mannheimer Box-Trainer „Spasti“, den aufgrund seines kurpfälzer Dialekts niemand richtig verstehen kann – außer natürlich echte ‚Kurpälzer‘. Total überzeichnet, aber liebenswürdig, ist auch Isis beste Freundin mit dem kurzen Namen Camilla Victoria Maria Patricia Mercedes Sissi Marion Philipp Beatrice Abelina Andresen, deren Welt nur aus Social Media besteht. 

„Isi & Ossi“: Netflix-Film mit wenig Bezug zur Region, aber voller Charme

Eine Schwäche von „Isi & Ossi“ ist aber leider der geringe Bezug zu Mannheim und Heidelberg. Zwar sieht man ständig die Skyline der Städte oder die Innenräume echter Restaurants und Bars vor Ort, doch sind die besten Klischee-Sprüche bereits im Trailer abgefeuert worden. Geht es zu Beginn noch um die Unterschiede zwischen Mannheim und Heidelberg, wechselt das schnell in den Klassenkampf Arm gegen Reich, der auch in zwei anderen Städten hätte spielen können. 

Den meisten regionalen Charme versprüht noch der Box-Coach „Spasti“ mit solchen Sprüchen wie: „Dem is irgendwas iwwer die lewwer gewaggelt dem Daggel!“ Sehr zu empfehlen sind übrigens die deutschen Untertitel, in denen „Spasti“ mit den Worten „Starker Dialektin feinstem Kurpfälzisch ausgeschrieben wird. Den Film kannst Du Dir übrigens auch in Englisch, Französisch, Italienisch und Türkisch anschauen. 

Mannheim/Heidelberg: „Isi & Ossi“ - Klare Empfehlung der Redaktion

Wer keine Probleme mit einer vorhersehbaren Geschichte hat und sich für fast zwei Stunden gut unterhalten lassen will, kann sich „Isi & Ossi“ auf jeden Fall anschauen. Fans von Box-Filmen, Liebeskomödien und „Hartz und Herzlich“ sollten dem Film auf jeden Fall eine Chance geben.

dh

Rubriklistenbild: © Netflix

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