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Huggy Wuggy soll „psychisch schädlich“ sein – Experten warnen vor Horror-Spielzeug

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Von: Madlen Trefzer

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„Huggy Wuggy“ sorgt für viel Aufregung bei Eltern. Das Spiel, aus dem das Plüschmonster stammt, erweist sich als „psychisch schädlich“.

Das Plüschmonster „Huggy Wuggy“ ist eine Figur aus dem Videospiel „Poppy Playtime“ und wird bei Kindern immer beliebter. „Huggy Wuggy“ ist ein weiches Spielzeug mit langen, dünnen Armen und Beinen, buntem Fell und… einem ekelhaft lachenden Maul voller großer, spitzer Zähne. Oft schauen die Augen in verschiedene Richtungen, was den Anblick noch gruseliger macht – Kinder sind begeistert, Eltern entsetzt.

„Huggy Wuggy“ ist für Kinder nicht geeignet – aber warum?

Die elterliche Sorge ist nicht grundlos. Experten versichern, dass das Gruselspielzeug „Huggy Wuggy“ absolut nicht für Kinder geeignet ist. In dem Videospiel von den Entwicklern MOB Games, aus dem das Monster stammt, geht es darum, ihm zu entkommen. Wenn es Dich nämlich einholt, wird es Dich umarmen, bis Du platzt. Für Kinder ist diese Art von Szenario nicht geeignet und das Videospiel wird ab zwölf Jahren empfohlen. 

In den App-Stores von Google Play und Apple wird bei der Beschreibung der App „Poppy Playtime“ und anderer auf die Altersfreigabe hingewiesen. Beim App-Download wird jedoch nicht kontrolliert, wie alt die BenutzerInnen tatsächlich sind. Eltern haben jedoch die Möglichkeit, den Kauf von Apps über die Einstellungen zu unterbinden. Schließlich kostet das „Huggy-Wuggy“-Spiel etwa 2,99 Euro.

„Huggy-Wuggy“-Monster in blau lacht gruselig in die Kamera
„Huggy Wuggy“ – Das flauschige Gruselmonster im Trend © Madlen Trefzer/HEADLINE24

In einem Interview mit ntv.de rät Medienpädagogin Dr. Iren Schulz allen Eltern jedoch, grundsätzlich das Medienverhalten der Kinder im Blick zu behalten. Kindersicherungen fürs Netz könnten hilfreich sein, ersetzten aber keine Medienerziehung. „Eltern sollten ihre Kinder fit machen im Umgang mit so etwas und erklären: Klick es weg, wenn da etwas Gruseliges ist“, findet Dr. Schulz. Woher die Horror-Figur „Huggy Wuggy“ kommt und wie sie zum Trend wurde, erfährst Du hier.

„Huggy Wuggy“ könnte Albträume und Angsstörungen bei Kindern verursachen

Schließlich kursieren die „Huggy Wuggy“-Gestalten nicht nur im AppStore, sondern im gesamten Netz. Auf YouTube gibt es etliche Spielsimulationen, Fanfiction und mehr. Einige der Videos haben Millionen Klicks. Das Medienzentrum Offenbach hat nach eigenen Angaben viele Anfragen zum Thema „Huggy Wuggy“ bekommen. Es warnt davor, dass die dort gezeigten Bilder und Handlungen an Schulen weiter verbreitet werden. Somit könnten auch unbeteiligte Kinder verängstigt werden.

Erste Kitas und Schulen in Deutschland haben laut ntv.de die Mitnahme der Figuren verboten. Auch Psychologin Cordula Leddin warnt bei RTL vor „Huggy Wuggy“. Sie spricht laut Haller Kreisblatt von Inhalten, „die für Kinder psychisch schädlich sind“. Spielfiguren dieser Art könnten Albträume oder Angststörungen auslösen. Ähnliche Schwierigkeiten traten bereits bei „Squid Game“ (Netflix) auf: das sollten Eltern und Lehrer gegen das Nachahmen von Horrorspielen tun. (mad)

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