1. Mannheim24
  2. Region

Holiday Park: Wann öffnen Indoor-Bereiche?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Josefine Lenz

Haßloch - Der Holiday Park wollte seine Öffnung vorm Verwaltungsgericht Mainz vom Land Rheinland-Pfalz einklagen. Doch dank der Lockerungen der Regierung geht‘s noch schneller:

Update vom 8. Juni, 10:38 Uhr: Eigentlich wollten die Betreiber des Holiday Parks in Haßloch trotz erlaubter Öffnung seit dem 5. Juni an ihrer Klage gegen das Land Rheinland-Pfalz festhalten. Doch jetzt ist die Klage zurückgenommen worden, wie der SWR berichtet. Das Land wolle sich vom Hygienekonzept im Park bei einer Begehung überzeugen und dann darüber entscheiden, ob auch die aktuell geschlossenen Indoor-Bereiche mit vier Fahrattraktionen wieder fahren dürfen. Hintergrund der Klage: In Rheinland-Pfalz haben Zoos, Kletterparks und Museen schon lange vor Freizeitparks wieder öffnen dürfen, wodurch man sich im Holiday Park benachteiligt gefühlt hat. Übrigens sind bereits am ersten Tag nach sieben Monaten Corona-Zwangspause rund 2.500 ‚Vergnügungssüchtige‘ in den beliebten Freizeitpark geströmt.

FreizeitparkHoliday Park
StandortHaßloch
Besucherrekord21.300 Menschen (Halloween 2017)

Holiday Park öffnet wieder – DAS müssen Freizeitpark-Besucher wissen

Update vom 2. Juni, 8:45 Uhr: Wie der Holiday Park im pfälzischen Haßloch am Dienstagabend auf seiner Website verkündet hat, darf der beliebte Freizeitpark bereits ab 5. Juni endlich wieder für kleine und große Besucher öffnen. Ausschlaggebend sind die Lockerungen, die die rheinland-pfälzische Landesregierung wenige Stunden zuvor in Mainz präsentiert hat. Die Besucherzahl ist jedoch aufgrund der geltenden Corona-Bestimmungen begrenzt und Eintrittskarten müssen im Vorfeld gebucht werden. Die Tickets können hier online reserviert werden.

Der Holiday Park will jedoch weiter an seiner Klage Verwaltungsgericht Mainz gegen das Land Rheinland-Pfalz festhalten, wie der SWR berichtet. Und das trotz der ab Mittwoch geltenden Öffnungsmöglichkeiten für Freizeitparks. Hintergrund: Der Park dürfe zwar seinen Außenbereich wieder öffnen, der Indoor-Bereich mit insgesamt vier Fahrgeschäften müsse jedoch weiter geschlossen bleiben, so ein Park-Sprecher zum SWR. Zudem geht es in der Klage auch generell darum, nicht gegenüber Zoos, Kletterparks und Museen benachteiligt zu werden, die bereits seit längerer Zeit wieder Besucher*innen empfangen dürfen.

Holiday Park will Öffnung erwirken – Jetzt wurde die Klage eingereicht

Update vom 31. Mai: Der Holiday Park in Haßloch reicht am heutigen Montag (31. Mai) seine Klage am Verwaltungsgericht Mainz gegen das Land Rheinland-Pfalz ein und will damit eine Öffnung der beliebten Freizeitpark erwirken, wie der SWR berichtet. Seit November 2020 ruht die bei Alt und Jung beliebte Freizeitanlage mit ihren spektakulären Achterbahnen und anderen Attraktionen. Laut SWR hat der Holiday Park extra eine Berliner Kanzlei mit der Klageschrift beauftragt, die bereits erfolgreich die Wiedereröffnung des Heideparks in Soltau (Niedersachsen) erstritten hat.

"Expedition GeForce" gehört weltweit zu den besten Stahl-Achterbahnen

„Expedition GeForce“ im Haßlocher Holiday Park gehört weltweit zu den besten Stahl-Achterbahnen und wartet seit Monaten auf Fahrgäste. (Archivfoto) © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Hintergrund: Inzwischen haben jedoch in Rheinland-Pfalz(Inzidenz 31,8, Stand 31. Mai) in einigen Landkreisen auch Einrichtungen wie etwa Kletterparks, Zoos und Museen seit geraumer Zeit wieder für Besucher geöffnet. Ob von den neuerlichen Lockerungen, die landesweit ab 2. Juni erwartet werden, auch Freizeitsparks profitieren, ist bislang unklar.

Holiday Park: Unfaire Corona-Verordnung? Freizeitpark verklagt Land RLP

Erstmeldung vom 19. Mai: Im Mai werden einige dank sinkender Coronavirus-Infektionszahlen einige Maßnahmen in Rheinland-Pfalz wieder gelockert. Mittlerweile dürfen Gastro und Hotellerie wieder öffnen und auch zahlreiche Freizeit- und Sportaktivitäten sind erlaubt. In Rheinland-Pfalz gilt seit Mitte Mai die 20. Corona-Verordnung. Während jedoch zahlreiche Lockerungen beschlossen werden, bleibt ein Bereich weiterhin geschlossen: Freizeitparks! Der Holiday Park in Haßloch will das nicht länger hinnehmen.

Holiday Park: Unfaire Corona-Verordnung? Klage gegen Rheinland-Pfalz

In der aktuellen Corona-Verordnung findet man im 11. Paragraf folgenden Absatz: „Geschlossen sind: 1. Messen, Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen, 2. Freizeitparks und ähnliche Einrichtungen“, allerdings dürfen Kletterparks, zoologische Gärten, Tierparks, botanische Gärten und Ähnliches wieder aufmachen. Den Betreibern des Holiday Park scheint diese Entscheidung nicht fair zu sein. Deshalb klagt der Freizeitpark nun gegen das Land Rheinland-Pfalz und fordert eine schnelle Öffnung. „Wir dürften nicht einmal öffnen, wenn die 7-Tage-Inzidenz bei Null läge, denn Freizeitparks werden wie Jahrmärkte in der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes schlichtweg gar nicht berücksichtigt“, so der Verwaltungsleiter des Haßlocher Holiday Parks, Bernd Beitz, gegenüber dem Mannheimer Morgen. Man habe bereits Verhandlungen in Mainz führen wollen, jedoch vergebens. Der Eilantrag beim Verwaltungsgericht Neustadt soll bereits kommende Woche eingereicht werden.

Holiday Park: Trotz niedriger Inzidenz – Freizeitanlage bleibt geschlossen

Der Holiday Park fordert eine Gleichstellung mit Zoos und Co., die bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100 öffnen dürfen. Am Mittwoch (19. Mai) liegt die Inzidenz in Rheinland-Pfalz bei 66,4, im Landkreis Bad Dürkheim, zu dem Haßloch zählt, beträgt der Wert sogar nur 37,7.

Der Freizeitpark habe ausgearbeitete Hygienekonzepte, die bereits im vergangenen Jahr angewandt wurden. So gilt unter anderem Maskenpflicht in vielen Bereichen des Parks, zahlreiche Desinfektionsstationen sind installiert und Besucher erhalten tagesdatierte Eintrittskarten. Außerdem schränkt der Holiday Park die Besucherzahl auf 5.000 ein.

Holiday Park will öffnen – Darum will das Land nicht mitziehen

Wie der Mannheimer Morgen berichtet, wolle das Land keine Freizeitparks öffnen, da Infektionsketten schwerer nachvollziehbar seien. Besucher würden aus einem überregionalen Einzugsgebiet kommen und auch das Infektionsgeschehen könne wieder ansteigen. „Wenn die Pfälzer in die Wilhelma nach Stuttgart oder den Zoo in Karlsruhe fahren dürfen, wo ist da die Schutzwirkung?“, stellt Beitz die Frage in den Raum. Durch die Öffnung des Parks könne viel eher der Besucherandrang an den derzeit wenigen Freizeitmöglichkeiten entzerrt werden, wie der Verwaltungsleiter gegenüber der Rheinpfalz erklärt. Er könne die Entscheidung vom Land nicht nachvollziehen, immerhin unterscheide sich der Holiday Park nicht von großen Zoos und im Freien sei die Gefahr einer Corona Ansteckung sowieso geringer.

In anderen Bundesländern, wie beispielsweise Baden-Württemberg, öffnen bereits Freizeitparks. So macht der Europapark schon am Freitag (21. Mai) wieder auf. (jol)

Auch interessant