Bis zu 2,3 Promille gemessen

Alkohol-Kontrolle ergibt: Jeder 13. Brummi-Fahrer ist betrunken unterwegs! 

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Bei Alkoholkontrolle ertappt: Jeder 13. Lkw-Fahrer ist betrunken unterwegs. (Symbolfoto)

Hockenheim - Am Sonntagabend (30. September) führt das Verkehrskommissariat Walldorf eine Alkohol-Kontrollaktion auf Tank- und Rastanlagen der Region durch. Die Bilanz ist erschreckend: 

Bereits vor knapp einem Monat stellen Beamte bei Stichproben-Kontrollen auf Tank- und Rastanlagen der A6 fest, dass dem Sonntagsfahrverbot unterliegende Lkw-Fahrer auf den Rasthöfen teilweise übermäßig viel Alkohol konsumieren. Fahren dürfen sie am Sonntag doch eh nicht. Stimmt. Das Problem ist die kurz darauffolgende Weiterfahrt. Damals ist jeder 10. Fahrer betrunken unterwegs!

Am gestrigen Sonntagabend führt das Verkehrskommissariat Walldorf erneut eine großangelegte Kontrollaktion auf den Tank- und Rastanlagen der der A5 und der A6 durch. Ziel der Maßnahme ist die präventive Verhinderung von Trunkenheitsfahrten im Lastverkehr. Und auch dieses Mal werden die Beamten auf den Autobahnen-Raststätten, genauer am Hardtwald-Ost und -West, Kraichgau-Nord und -Süd sowie am Hockenheimring-Ost und -West fündig.

Bis zu 2,3 Promille gemessen

Kurz vor Ende des Sonntagsfahrverbots und dem Beginn der Weiterfahrt werden genau 377 Fahrer überprüft. Das Ergebnis: 27 der Fahrzeugführer stehen zu diesem Zeitpunkt noch unter Alkoholeinfluss.

Neun davon weisen Alkoholwerte von über einem Promille auf! Bei fünf Fahrern wird sogar ein Promillewert von über 1,5 festgestellt. Den höchsten Wert messen die Beamten ausgerechnet bei einem Fahrer eines Gefahrgut-Transportes, der mit 20 Tonnen entzündbarer Flüssigkeit beladen ist. Der Mann hat 2,3 Promille im Blut.

Allen Alkoholisierten wird die Weiterfahrt untersagt, der Fahrzeugschlüssel beschlagnahmt. Eine Nachkontrolle am Montagmorgen ergibt, dass drei der alkoholisierten Fahrer nach wie vor Promillewerte aufweisen, die eine anhaltende Untersagung der Weiterfahrt erforderlich machen. Die Fahrzeugschlüssel bleiben bis zur Erlangung der Nüchternheit der Betroffenen in polizeilicher Verwahrung.

Dieter Schäfer, Polizeidirektor der Verkehrspolizeidirektion des Polizeipräsidiums Mannheim, zeigt sich besorgt über das Ergebnis und macht deutlich, dass solche Kontrollen in Zukunft weiter fortgeführt und intensiviert werden.

pol/chh

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