Aktion der Eltern stößt auf Unverständnis

Henri soll vierte Grundschulklasse wiederholen

+
Henris Eltern möchten ihren Sohn aufs Gymnasium schicken und damit Inklusion leben.

Henris Fall erregte bundesweit Aufsehen. Die Eltern des Jungen mit Down-Syndrom wollten, dass ihr Sohn auf ein Walldorfer Gymnasium wechselt.

Der Landeschef des Philologenverbandes hält es für falsch, den geistig behinderten Henri aus Walldorf die vierte Grundschulklasse wiederholen zu lassen. "Es geht um die bestmögliche Förderung des Jungen", sagte Bernd Saur. Diese sei am ehesten auf einer Förderschule oder einer Gemeinschaftsschule gewährleistet.

Henris Eltern hatten vergeblich darum gekämpft, dass ihr Sohn mit seinen Grundschulfreunden auf das Walldorfer Gymnasium wechselt. Nach langem Hin und Her wollen sie ihn nun ein Jahr länger seine jetzige Grundschule besuchen lassen. "Ich kann die Entscheidung nicht nachvollziehen", sagte Saur. Schließlich sei der Junge dann auch nicht mehr mit seinen Freunden zusammen.

Die von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) angekündigte Reform zugunsten der Inklusion steht noch aus. "Ich habe die Vermutung, dass die Eltern versuchen, das Jahr zu überbrücken, um ihr Kind dann doch auf das Gymnasium zu schicken, wenn das neue Gesetz durch ist", sagte Saur. 

Stoch hatte kürzlich angekündigt, bald Eckpunkte für ein neues Gesetz zur Integration Behinderter in den Unterricht vorzulegen.

dpa

Mehr zum Thema

Brand am Bismarckplatz: Sofienstraße gesperrt!

Brand am Bismarckplatz: Sofienstraße gesperrt!

Schwerer Unfall: Drei Menschen in Lebensgefahr!

Schwerer Unfall: Drei Menschen in Lebensgefahr!

Fotos vom ,Neckarerwachen'

Fotos vom ,Neckarerwachen'

Kommentare