Kriminelle Machenschaften von Justizbeamten 

Skandal in Heilbronner Gefängnis: JVA-Leiter muss Posten räumen!

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Ein Gefangenentransporter fährt in die JVA Heilbronn (Archivfoto).

Heilbronn - Weil Justizbeamte der JVA Heilbronn mutmaßlich Drogen geschmuggelt und möglicherweise auch Nazi-Bilder getauscht haben, hat das Ministerium die Reißleine gezogen!

Die mutmaßlich kriminellen Machenschaften von Beschäftigten im Gefängnis Heilbronn haben personelle Konsequenzen: Wie das Justizministerium am Freitag mitteilt, muss der Leiter Justizvollzugsanstalt seinen Posten räumen. Er wechselt demnach kommende Woche in die Leitung des Justizkrankenhauses Hohenasperg bei Ludwigsburg. Bei gleicher Bezahlung, wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet. 

Nazi-Bilder per WhatsApp

Am Donnerstag wird bekannt, dass gegen Beamte der JVA nicht nur wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an einem Drogenschmuggler-Ring ermittelt werde, sondern auch wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen oder Volksverhetzung. Mindestens sechs Beamte sollen per WhatsApp Nazi-Bilder ausgetauscht haben, auf denen unter anderem Hakenkreuze und Porträts von Adolf Hitler abgebildet waren. 

Ermittlungen gegen Drogenring

Wegen der Teilnahme am Drogenring wird gegen einen Kreis von sieben Beschäftigten ermittelt. Das Gefängnis in Heilbronn wird laut Ministerium zunächst von Mathias Rössel, Leiter der JVA Schwäbisch Hall in Personalunion übernommen. In der JVA Heilbronn sind laut Ministerium 375 Gefangene inhaftiert und rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. Im Justizvollzugskrankenhaus auf dem Hohenasperg mit 180 Beschäftigten sind derzeit rund 110 Gefangene untergebracht.

dpa/kab

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