Wegen Ukraine-Konflikt

HeidelbergCement stoppt Produktion in Krisenregion!

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HeidelbergCement-Chef Bernd Scheifele.

Heidelberg - Die Krise in der Ost-Ukraine ist der Metropolregion manchmal näher, als man denkt. Denn HeidelbergCement hat jetzt die Produktion nahe Donezk eingestellt. Der Hintergrund.

Wegen der angespannten Lage in der Ost-Ukraine hat der Baustoff-Riese HeidelbergCement die Zementproduktion in einem Werk östlich von Donezk stillgelegt. 

Die Fabrik sei zwar nicht besetzt, „aber die Separatisten haben eigene Vorstellungen, wie das Geschäft laufen soll. Darauf werden wir uns nicht einlassen und lehnen alle Gespräche mit den Separatisten ab“, sagte ein Konzern-Sprecher am heutigen Montag im morgenweb des „Mannheimer Morgen“.

Das sei im Einklang mit eigenen und mit Vorgaben der Europäischen Union. Zudem seien normale Geschäftsbeziehungen derzeit nicht möglich.

Im IT-Bereich seien Vorkehrungen getroffen worden, um Missbrauch zu verhindern, so der Sprecher weiter. Die 500 Mitarbeiter – darunter keine deutschen – seien derzeit nur mit Reinigungsarbeiten befasst. Wenn sich die Situation nicht ändere, seien die Jobs gefährdet. 

Die Kapazität des Werks liegt bei zwei Millionen Tonnen Zement im Jahr – gegenüber einer Million Tonnen im Werk Leimen.

In der Ukraine macht HeidelbergCement dem Bericht zufolge in drei Werken einen Umsatz von 150 Millionen Euro, was einem Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Im Zuge des Konflikts im Osten des Landes schrumpfte der Ukraine-Umsatz in diesem Jahr bereits um satte 30 Prozent.

Konzern-Chef Bernd Scheifele hatte schon Anfang des Jahres mit Sorge auf die Region geblickt. Wegen der politischen Zuspitzung gebe es dort praktisch keine Kredite mehr, und die Zinsen explodierten – kritisch für den Dax-Konzern: „Bauwirtschaft hat immer etwas mit Kreditvergabe zu tun. No credit, no building.“

>>>Hier geht´s zum Artikel des „Mannheimer Morgen“.

dpa/pek

Quelle: Heidelberg24

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