Was denkst Du?

Tierschützer fordern Böller-Verbot an Silvester!

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Feuerwerkskracher auf der Alten Brücke (Archivfoto)

Heidelberg - Um die geliebten Vierbeiner und die Tiere in freier Wildbahn zu schützen, fordert die Tierschutzorganisation PETA ein Verbot von Feuerwerkskrachern. Was hältst Du davon?

Während sich die einen schon seit ein paar Tagen tierisch auf Silvester freuen und so langsam damit beginnen, die ersten Feuerwerkskörper zu kaufen, regen sich andere auf, dass in der Nacht überhaupt laut geböllert wird. Nicht nur, weil die Kracher lebensgefährlich sein können, sondern auch, weil sie der Um- und Tierwelt schaden können. Diese Meinung vertritt auch die Tierschutzorganisation PETA.

Am Mittwoch (27. Dezember) appelliert sie deshalb an Oberbürgermeister Eckart Würzner und fordert, dass Feuerwerkskörper in Heidelberg untersagt werden

Die lauten Geräusche der Feuerwerkskörper verängstigen sowohl Wildtiere als auch unsere tierischen Mitbewohner“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. So leiden Wildtiere, Hunde, Katzen und Co. an enormen Stress, während wir die Böller in die Luft steigen lassen. „Jedes Jahr steigt die Zahl der Tiere, die während der Silvesternacht in Tierkliniken landen, weil sie sich infolge der Angst und Fluchtversuche die Pfoten verletzen, die Knochen brechen oder sich andere Verletzungen zuziehen. Zudem führen die lauten Feuerwerkskörper immer wieder zu zahlreichen Unfällen“, so PETA in einer Pressemitteilung. 

>>> Silvester-Krach: So schützt Du Dein Haustier

Wir bitten Heidelberg, dem Beispiel anderer Städte zu folgen, denn eine atemberaubende Silvesternacht ist auch ohne Knallerei und Angst möglich.“ PETA bezieht sich dabei unter anderem auf Tübingen, wo striktes Feuerwerksverbot gilt - allerdings nicht aus Tierschutzgründen, sondern um das historische Stadtzentrum zu schützen, wie es im schwäbischen Tagblatt am Mittwoch heißt

Heidelberger Feuerwehr bittet um Rücksichtnahme 

In einer zeitgleichen Mitteilung der Stadt Heidelberg weist die Feuerwehr darauf hin, dass Bürger „Rücksicht auf Kinder und Tiere, die sehr unter der Knallerei leiden“, nehmen sollen. Ansonsten gibt sie Tipps für den richtigen Umgang mit den Krachern und bereitet sich so gut wie möglich auf die Silvesternacht vor. 

Was denkst Du?

Welche Haltung nimmst Du bei diesem Thema ein? Bist Du für ein Knaller-Verbot in Heidelberg oder findest Du das übertrieben? Wirst Du Raketen steigen lassen und Knaller zünden oder verzichtest Du darauf?

Die Abstimmung ist beendet.
Wirst Du Silvesterkracher steigen lassen?
Ja, das gehört für mich einfach dazu und ich finde ein Böller-Verbot übertrieben.
59.26%
Nein, ich werde keine steigen lassen und finde ein Verbot richtig.
30.82%
Nein, ich werde keine steigen lassen, aber ich finde ein Verbot dennoch übertrieben.
9.9%

Richtiger Umgang mit Feuerwerkskörper

Die Heidelberger Feuerwehr und die Polizeipräsidium Mannheim geben wichtige Tipps, wie Du mit den Krachern richtig umgehst und sicher ins neue Jahr feierst. Das sind die wichtigsten Regeln:

  • Feuerwerksartikel gehören nicht in die Hände von Kindern, Jugendlichen und alkoholisierten Personen 
  • Gebrauchsanweisung beachten
  • Knaller nicht zusammenbündeln
  • Immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu Personen und Gebäuden einhalten
  • Knaller, die nicht explodiert sind, nicht wieder anzünden
  • Das Abbrennen von Feuerwerk in geschlossenen Räumen ist streng verboten
  • Raketen nur senkrecht abfeuern, sicheren Standplatz wählen
  • Raketen bei stärkerem Wind nicht abfeuern
  • Auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst herstellen oder illegal aus dem Ausland importieren 
  • Für den Notfall Löschmittel (Eimer mit Wasser, Feuerlöscher) bereitstellen. 
  • Schließe Fenster und Türen. 
  • Beachte, dass das Abbrennen von Feuerwerk in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern verboten ist.

So erkennst Du zugelassene Kracher

In Deutschland darf nur Feuerwerk verkauft werden, das von einer der 14 zugelassenen EU-Prüfstellen auf seine Sicherheit geprüft wurde. Auf den Produkten ist ein CE-Zeichen und eine Prüfnummer (zum Beispiel 0589-F2-0187) – 0589 zu sehen. Auch das Siegel des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI) ist ein gutes Indiz für legales und sicheres Feuerwerk.

Das Mannheimer Polzeipräsidium weist zudem deutlich darauf hin, dass Knalltraumen, Verbrennungen, zerfetzte oder abgerissene Körperteile und andere schwere Verletzungen bis hin zum Tod Folgen von unsachgemäßen Gebrauch von Silvesterknallern sein können.

PETA/Stadt Heidelberg/pol/jol

Quelle: Heidelberg24

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