Frühlingsbote Weißstorch

Hör‘ mal, wer da klappert – Liebesgeflüster im Heidelberger Zoo!

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Die ersten Weißstörche sind aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt und bauen an ihren prächtigen Nestern.

Heidelberg - Immer, wenn die Weißstörche ihre großen Nester im Heidelberger Zoo an der Tiergartenstraße beziehen, bedeutet das für uns, dass der Frühling in den Startlöchern steht.

Frühlingsgefühle im Heidelberger Zoo – das erkennst Du am lauten Geklapper, das von den hohen Baumkronen ertönt. Es bedeutet immer: Die ersten Weißstörche sind im Zoo Heidelberg angereist. Jetzt sitzen die immer wieder neu verliebten Pärchen auf den großen Nestern und bereiten alles für ihren künftigen Nachwuchs vor.

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Dabei machen es die Storch-Männchen vor, wie man(n) um die Gunst des Weibchens buhlen sollte: Zuerst einmal ist ein prächtiges Nest ein Muss.

Storchen-Männchen im Heidelberger Zoo bauen ein riesiges Liebes-Nest

Denn Störche sind tolle Baumeister: Von überall aus dem Zoo tragen sie Nestmaterial zusammen. Daraus bauen sie geschickt mit ihren langen Schnäbeln stabile Nester. Stöckchen und Äste sorgen für Schutz und guten Halt, mit Gräsern und Laub wird die Sitzmulde weich ausgepolstert. Einige Storchennester werden über Jahrzehnte genutzt und wiegen mehrere Hundert Kilo – was wohl in der Menschenwelt einer regelrechten Luxus-Villa entsprechen würde. Die anspruchsvolle Damenwelt, die erst einige Tage nach den Männchen eintrifft, soll dementsprechend beeindruckt reagieren. 

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Dabei musst Du wissen: Störche fliegen bevorzugt ihr Nest aus dem Vorjahr an.

Weißstorch-Liebespaare treffen sich im Heidelberger Zoo wieder

Einige Storchenpaare, die im vergangenen Jahr erfolgreich Jungtiere aufgezogen haben, finden sich immer wieder – trotz zum Teil getrennter Aufenthaltsorte im Winter. 

Was auch im Menschenleben manchmal gut ankommt, zelebrieren die Störche jedes Jahr: ein wenig Abstand belebt das Liebesleben!

Sobald die Weibchen im Zoo angekommen sind und sich die Paare gefunden haben, bauen beide Störche gemeinsam weiter. Denn schließlich hat ‚Frau Storch‘ ja bei der Wohnungseinrichtung auch noch ein Wörtchen mitzureden!

Fruchtbarer Liebes-Erfolg im Heidelberger Zoo

Wenn alles zur Zufriedenheit vorbereitet ist, kann es losgehen mit der Familienplanung: Rund 30 Nistmöglichkeiten für Störche warten im Heidelberger Tiergarten auf den hohen Bäumen und angrenzenden Dächern der Zoohäuser auf ihre in der kalten Jahreszeit verreisten Bewohner. 

Mit fruchtbarem Erfolg: In den letzten beiden Jahren sind dort über 100 junge Störche zur Welt gekommen! Der Zoo Heidelberg hofft, dass auch die kommende Brutsaison für die schwarz-weißen Sommergäste ein Erfolg wird und wieder viele Jungvögel im Herbst die Reise in den Süden antreten können. Weißstörche gelten noch immer als eine stark bedrohte Vogelart.

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Zahlreiche Todesfälle in der Storch-Population auf der Reise

Der Grund: Immer weiter machen Lebensraumverlust, Stromtrassen und Gefahren auf der Reise  der Storch-Population das Leben schwer und sorgen für zahlreiche Todesfälle. 

Damit sich der Bestand langfristig erholen kann, werden viele zusätzliche Nisthilfen benötigt – auch auf Flächen außerhalb des Zoos. Der bisherige Bruterfolg der Störche reicht in vielen Regionen Deutschlands nicht aus, um die natürlichen Verluste auszugleichen.

An den Heidelberger Störchen kann das aber nicht liegen: Die haben die Frühlingsgefühle schon voll erwischt. Aber schließlich ist Heidelberg mit dem milden Klima ja auch immer etwas weiter und früher mit dem Frühling dran, als andere Regionen.

Wo sie überwintern und alles über ihre Reise-Route erfährst Du unter: Die Weißstörche sind zurück

Zoo Heidelberg/kpo

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Quelle: Heidelberg24

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