Architektenwettbewerb

Siegerentwurf zum Konferenzzentrum begeistert Jury 

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Der Siegerentwurf stammt von den Schweizer Architekten Degelo.

Heidelberg - Der Architektenwettbewerb zum neuen Konferenzzentrum in der Bahnstadt ist beendet. Am Donnerstag wurden in der Hebelhalle die vier Siegerentwürfe vorgestellt.

Heidelberg kommt einem neuen Konferenzzentrum immer näher.

Am Donnerstag (12. Oktober) stellten Baubürgermeister Jürgen Odszuck, Heidelberg Marketing-Geschäftsführer Mathias Schiemer und Architekt, Stadtplaner und Jurymitglied Prof. Dr. Franz Pesch die vier Siegerentwürfe des Architektenwettbewerbs für das neue Konferenzzentrum vor. Die Jury vergab einen ersten und zweiten Preis, sowie zwei dritte Preise.

Das Heidelberg Convention Center soll ab Ende 2018 auf dem Baufeld T1 in der Bahnstadt gebaut werden. Geschätzte Kosten: 65 Millionen Euro. Ab 2021 soll es als der Tagungsort Menschen in der Wissenschaftsstadt Heidelberg zusammenbringen, erklärte Bürgermeister Odszuck.

Jury von Siegerentwurf begeistert

Fast zwölf Stunden haben sich die 15 Jurymitglieder am Mittwoch (11. Oktober) beraten. Die Entscheidung für den ersten Preis fiel einstimmig aus, verriet Jurymitglied Prof. Pesch: „Am Ende waren wir uns alle einig: Es kann nur diese Arbeit sein.“ 

Das Konferenzzentrum (Bildmitte) im Bahnstadt-Modell: Zollhofgarten unten, Bahnhof links oben. 

Der Entwurf stammt von den Basler Architekten Degelo, die unter anderem die Erweiterung des Kongresshaus Davos gestaltet oder die Sanierung und Modernisierung der Sankt-Jakobs-Halle in Basel umgesetzt haben.

„Schlussstein“ der Bahnstadt

Das Gebäude hat zwei große Fensterglasfronten zum noch zu gestaltenden Bahnhofsvorplatz Süd und zum Zollhofgarten hin. Die unebene Fassade aus dunkelrotem Beton spielt mit dem Thema Altstadt, erinnert an Sandsteingebäude wie das Schloss oder die Stadthalle, nimmt sich aber gleichzeitig auch das Bürgerzentrum B³ in der Bahnstadt zur Referenz. Kleine Bullaugen lockern die teilweise spitz zulaufende Fassade auf.

Das Innere des Konferenzzentrums ist in weiß gehalten und wird durch Oberlichter lichtdurchflutet. Es bietet auf zwei Ebenen bis zu 20 Veranstaltungsräume in Kapazitäten zwischen 1.800 bis wenige Dutzend Personen. Im Erdgeschoss wird neben dem großen Saal auch Gastronomie untergebracht. Denn „das Gebäude soll auch dann leben, wenn gerade keine Veranstaltung stattfindet“, sagte Heidelberg Marketing-Chef Schiemer.

Der Entwurf hat durch seine Explosivität einen hohen Wiedererkennungswert“, war Bürgermeister Odszuck überzeugt. „Und das, ohne dass das Gebäude ein Fremdkörper in der Bahnstadt darstellt.“ 

Wir haben es hier mit großer Architektur zu tun“, ergänzte Prof. Pesch begeistert: „Die Architekten haben sich auch städtebaulich Gedanken gemacht. Sie haben es geschafft, die beiden Achsen Bahnhof – Bahnhofsplatz-Süd und Zollhofgarten zusammen zu bringen und im Gebäude aufzulösen. Das Konferenzzentrum ist der gelungene Schlussstein der Bahnstadt.

Jury-Mitglied Prof. Dr. Franz Pesch erklärt den Entwurf im städtebaulichen Modell.

Ausstellung aller Wettbewerbsentwürfe

Ab Dienstag (17. Oktober) werden alle 22 Wettbewerbsentwürfe in der ehemaligen Sporthalle der Mark-Twain-Schule (Zugang über die Elsa-Brandström-Straße, nicht über die Schule) in der Südstadt ausgestellt.

Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 16 bis 20 Uhr geöffnet.Am Eröffnungstag findet um 16:30 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt. Die Ausstellung endet am 7. November.

So geht es weiter

Zunächst wird die Stadt mit den Schweizer Architekten Verhandlungen führen, in denen inhaltliche und finanzielle Fragen geklärt werden sollen. Anschließend muss der Gemeinderat dem endgültigen Entwurf zustimmen. Dann wolle man eine eigene Betreibergesellschaft gründen, die sowohl Konferenzzentrum und Stadthalle vertreibt und vermarktet, sagte Mathias Schiemer.  

So wird das neue Konferenzzentrum aussehen

Ob es bei den avisierten 65 Millionen Euro Baukosten bleiben wird, darauf wollte sich Baubürgermeister Odszuck nicht festlegen lassen. Es bestünde immer ein „Kostenrisiko“: Auch wenn man mit einer „ehrgeizig günstigen Zahl ins Rennen gegangen ist“, seien gewisse Kostensteigerungen immer möglich. Diese sollten sich aber eher im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen, meinte Odszuck.

>>> Weitere Artikel zum neuen Konferenzzentrum auf unserer Übersichtsseite.

rmx

Quelle: Heidelberg24

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