In Heidelberg

Weihnachtsmarkt: Echtfell auf Mützen als Kunstfell verkauft!

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Auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt hat die Tierschutzorganisation eine Bommelmütze mit Echtpelz entdeckt, die als Kunstpelz deklariert ist.

Heidelberg - Vorsicht beim Kauf von Mützen, Schals und Handschuhen mit Kunstfell auf Weihnachtsmärkten: Das Fell kann leider echt sein - so auch in Heidelberg!

Mützen, Handschuhe und Schals sind beliebte Mitbringsel vom Weihnachtsmarkt. Ein Bummel durch die Stände kann allerdings alles andere als besinnlich ausfallen. 

Der Grund: nicht gekennzeichneter Pelz aus tierquälerischer Zucht an den wärmenden Accessoires. In Heidelberg hat das Street-Team von „PETA ZWEI“ verschiedene Buden kontrolliert – und ist fündig geworden!  

Bei einer Bommelmütze mit Pelz für 30 Euro fehlt der gesetzlich vorgeschriebene Hinweis „enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“.

„Da es in China kein Tierschutzgesetz gibt, können Pelzfarmer dort Füchse, Marderhunde oder Kaninchen in winzige Käfige pferchen und sie teilweise bei vollem Bewusstsein häuten“, erklärt Frank Schmidt, Fachreferent für Tiere in der Bekleidungsindustrie bei PETA.

Wer auf Weihnachtsmärkten shoppt, sollte bei Bommelmützen also lieber den „Fell-Check“ machen und diese im Zweifelsfall nicht kaufen.

Das Problem: Gut gemachter Kunstpelz kann unter Umständen teurer sein, als billiger Echtpelz!

Aus China gelangen immer wieder falsch beschriftete oder als Kunstpelz deklarierte Echtpelze in den Handel. Darunter auch Produkte aus Katzen- und Hundefell, häufiger jedoch Pelz vom Marderhund. 

Laut repräsentativen Studien sprechen sich über 70 Prozent der Deutschen klar gegen Pelz aus, doch 38 Prozent der Befragten Pelzträger ist gar nicht bewusst, dass sie Tierfell gekauft haben.

Mithilfe dieser Tests kannst Du Kunstpelz von Tierpelz unterscheiden:

  • Strukturprobe: Wird leicht über den Pelz gepustet, legt sich bei echtem Fell das dicke Deckhaar zur Seite. Meist lässt sich dann leicht gekräuselte und feine Unterwolle erkennen. Kunsthaar ist starrer und weniger leicht beweglich, häufig gleichlang geschnitten und durch statische Aufladung etwas klebrig im Griff.
  • Ledercheck: Echtpelz wird mitsamt der Tierhaut verarbeitet. Kommt beim Auseinanderziehen der Haare am Ansatz Leder zum Vorschein, handelt es sich um echtes Tierfell. Bei Kunstpelz hingegen ist eine gewebte Textilschicht zu sehen.
Ledercheck: Kommt beim Auseinanderziehen der Haare am Ansatz Leder zum Vorschein, handelt es sich um echtes Tierfell.
  • Feuertest: Aus bereits erworbener Ware können einzelne Haare herausgerissen und angezündet werden. Echtpelzhaare verbrennen genauso wie menschliches Haar mit Horngeruch, während Kunsthaar wie Plastik zu Klümpchen schmilzt und auch so riecht.

jab/pm

Quelle: Heidelberg24

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