Der Sommer ist wohl offiziell vorbei...

Die Heidelberger Störche ziehen in den Süden! 

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Die Weißstörche machen sich auf den Weg nach Süden

Heidelberg-Neuenheim -  Es ist schon wieder Zeit. Die ersten sind schon weg. Die Weißstörche ziehen nach Süden um dort zu überwintern. 

Weißstörche sind schon ein wenig zu beneiden. Kaum werden die Tage kühler, machen sie sich auf in ihre Winterquartiere. Dahin wo es auch im Winter warm ist, nach Frankreich, Spanien oder Afrika, sogar bis südlich der Sahara. So wie die Weißstörche aus dem Zoo Heidelberg, seit einigen Wochen ziehen sie jetzt schon mit ihren Jungtieren weite Kreise über das Gelände. 

Insgesamt 23 Storchenpaare haben diese Saison im Zoo Heidelberg erfolgreich gebrütet und die Küken großgezogen. Es schlüpften 53 Jungtiere, 2017 waren es fast genauso viele. 

Großfamilie lebt in Einzimmerwohnung

Es ist schon lange bekannt wie schwierig es ist in Heidelberg geeigneten Wohnraum zu finden. Dass das allerdings auch auf die Weißstörche zutrifft weiß kaum einer. Jedes Jahr seien alle Nester im Zoo belegt, so die Vogelkuratorin im Zoo Heidelberg Simon Bruslund. Doch nicht nur das: Manch eine Weißstorch-Großfamilie lebt in einer ‚Einzimmerwohnung‘! 

So wie das Nest auf dem Dach der Zooverwaltung. Aber die freistehende Einzimmerwohnung bietet immerhin mehr Komfort für lange Beine und große Flügel als andere Unterkünfte. Sie ist sogar gefragter als die Baumhäuser-Nester in der Höhe. 

Wird aus Wohnungsnot jetzt Hungersnot?

Wir dürfen gespannt sein, wie sich der Immobilienmarkt für Weißstörche weiterentwickeln. Dieses Jahr startete die Brutzeit bereits im Februar. Der Grund: Das milde Frühjahr. Denn 2018 passiert alles irgendwie früher. Denn schon Ende Juli machen sich die ersten Storchenfamilien auf nach Süden. Schuld daran ist die Hitzewelle. 

In der nahen Umgebung finden die Störche kaum mehr Futter. Aufgrund des trockenen Sommers gibt es in den umliegenden Feldern und Wiesen nur noch wenige Mäuse und Frösche. Die im Zoo lebenden wilden Weißstörche bekommen zwar Unterstützung in Form von Nist- und Bruthilfen – Nahrung müssen sie sich aber selbst suchen. 

jmb

Quelle: Heidelberg24

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