Hitze ist schuld

Selbst Tiere beobachten ist zu anstrengend! Besucher-Flaute im Zoo Heidelberg

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Während die Pflanzen im neuen Lemurengehege durch die Hitze nicht anwuchsen, genießen die Kattas die Sonne im neuen Gehege

Heidelberg-Neuenheim - Bei sonnigem Wetter durch den Zoo zu spazieren und Tiere zu beachten, macht vielen Spaß. Doch nicht wenn es zu heiß ist. Das beweisen auch die Besucherzahlen des Tierparks:

Die Hitzewelle schlägt sich nicht nur auf die Gemüter von Tieren, sondern auch auch uns Menschen. Bereits kleine Tätigkeiten strengen bei über 30 Grad an und man meidet so gut es geht die Sonne. Allein der Gedanke an Sport, bringt viele von uns bereits in Schwitzen.

Dass deswegen auch weniger von uns an heißen Tagen in den Heidelberger Zoo wollen, um die süßen und lustigen Tiere zu beobachten, beweisen nun auch die Besucherzahlen, die der Tiergarten am Donnerstag (23. August) veröffentlicht. 

Besuch bei zuckersüßen Flamingo-Babys im Heidelberger Zoo!  

Fehlende Besucher haben Auswirkungen auf das nächste Jahr

Knapp 20 Prozent weniger Besucher als in den vergangenen Sommern seien im Juni, Juli und August in den größten Zoo der Metropolregion Rhein-Neckar gekommen. Die Einnahmen, die dadurch wegfallen, „werden dem Zoo vor allem im nächsten Jahr fehlen“, so der Tiergarten.

Wir werden uns in der kommenden Saison keine großen Sprünge erlauben können und müssen nun genau kalkulieren, wie wir die geplanten und notwendigen Investitionen tätigen können“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

Während die Einnahmen sinken, steigen außerdem die Ausgaben für den Zoo. Denn die Hitze und Dürre verursacht

unvorhersehbare Zusatzmaßnahmen

. Beispielsweise müssen die neu angelegten Pflanzen im Lemuren-Gehege durch frische und gesunde Pflanzen ersetzt werden, da die alten nicht richtig anwachsen. 

Schweißtreibende Arbeit: Tierpfleger kommen an ihre Grenzen!

Die Zoo-Mitarbeiter leisten trotz der Hitze ihren unermüdlichen Einsatz und kommen damit stark an ihre körperlichen Grenzen. „Bei nahezu 40 Grad in der prallen Sonne die Freigehege zu reinigen oder einen Zaun zu reparieren ist kein Zuckerschlecken“, führt Wünnemann weiter.

Tiere suchen sich Abkühlung

Die Tiere im Zoo stecken die heißen Tage besser weg: Syrischer Braunbär Martin sorgt mit viel Spritzern für Abkühlung

Die Asiatischen Elefanten nehmen ein kühles Bad und die kleinen Ferkel wühlen sich durch das Schweinegehege. Und auch Bär Martin hat seinen Spaß trotz der heißen Tage: Der Syrische Braunbär blubbert so stark in seinem Becken umher, dass die Besucher auf der anderen Seite sogar den ein oder anderen Wasserspritzer abbekommen. 

So goldig sind die Tierbabys im Heidelberger Zoo!

Übrigens: Seit Ende Juli ist die Außenanlage der Lemuren fertig. Die drei Bewohner, Kronensifaka Daholo und die Kattas Rambo und Bato, lassen sich in dem sechs Meter hohen Gehege besonders gut beim Klettern und Sonnenbaden beobachten.

Wir hoffen auf „Zoo-Wetter“ und viele Besucher in den kommenden Wochen, um die Einnahmeausfälle teilweise auffangen zu können. Natürlich machen wir uns Gedanken, wie durch zusätzliche Angebote Gelder beschafft werden können. Dabei sind wir aber auch auf die Hilfe unserer Spender, Sponsoren und die Gesellschafter angewiesen“, so Wünnemann.

Fotos vom tierischen Besuch im Heidelberger Zoo

pm/jol

Quelle: Heidelberg24

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