Ganz Privat

Das Leben hinter der Bühne: WinterVarieté-Stars Ornella de Santis und Oliver Dums im Interview

+
Interview mit Ornella de Santis und Oliver Dums (Mitte)

Heidelberg-Neuenheim - Im WinterVarieté verraten das Sänger- und Moderatoren-Duo Ornella Santis und Oliver Dums Details aus ihrem Leben:

Sie haben die Liebe zur Musik gemeinsam: Das ungleiche, doch stimmige Duo Ornella de Santis und Oliver Dums, das im WinterVarieté die Zuschauer durch den Abend bringt mit viel Gesang und Charme. Wir haben die beiden Künstler getroffen und mit ihnen über ihr Leben außerhalb des Rampenlichts gesprochen. 

Privat zeigt sich Ornella de Santis, bekannt aus ‚Unser Star für Baku‘ und ‚Eurovision Song Contest‘, ganz schüchtern. Seit Jahren schon ist sie eine feste Größe auf der Musicalbühne im Europa Park Rust. Im Rampenlicht ist sie gern, da kann sie sich entspannen. 

Romantischer Hochzeitsantrag 

Nach einem ihrer Show-Auftritte im Jahr 2014 kam ihr Freund Andrey, 35, auf einem weißen Pferd dahergeritten, um ihr mit einem Arm voll roter Rosen auf der Bühne einen Hochzeitsantrag zu machen – super-romantisch! Seit 2016 ist das Paar verheiratet. 

Ornella zu HEIDEBERG24: „Ich hatte natürlich keine Ahnung, aber jeder wusste Bescheid. Ich dachte der Techniker lässt das falsche Lied laufen, ich mache normalerweise die Abmoderation, aber das war dann nicht so. Und dann kam Andrey schon angeritten!“ 

Die Zuschauer waren begeistert! Ihr Mann ist von Beruf Tänzer und auch im WinterVarieté dabei. Überhaupt ist ihr die Truppe der Show wie eine große Familie ans Herz gewachsen. „Wie ein Familienzuwachs auf Speed,“ sagt sie, „so schnell wächst keine normale Familie“. Ihre eigene Familienplanungen gibt es aber noch nicht in nächster Zeit. 

Wir sprechen die Sängerin auf ihre Ziele an: „Ich bin glücklich und dankbar mit dem was ich jetzt mache. Mein Ziel wäre das bis ins hohe Alter weiterzumachen, was ich liebe. Denn ich lerne immer noch dazu. Das wird nie aufhören, solange ich arbeite. Nur, wenn ich faul auf der Couch herumsitze, passiert nix!“ 

Singen ist Familiensache

Ihre Familie lebt in Offenburg, sie seit seit vier Jahren in Rust. Ihr Großvater und Vater sind beides Musiker, so ist sie einfach in den Beruf hineingewachsen: „Viele haben nicht das Glück. Ich wurde immer von meinem Vater unterstützt. Sonst habe ich nichts gelernt, habe außer dem Realschulabschluss keine abgeschlossene Ausbildung. Ich muss ehrlich gestehen, ich bin leider schulfaul. Das war schon immer so!“ 

Ornella de Santis im WinterVarieté

Ornella liebt das Musical, schauspielert aber auch gerne: „Ich möchte, dass etwas beim Publikum ankommt. Im Europapark gibt es ganz viele Fans. Die lerne ich mit den Jahren kennen und sehe sie die komplette Saison. Jedes Jahr wieder: alte und junge Leute, Menschen mit Behinderung. Für mich ist es ganz schlimm, wenn derjenige dann auf einmal nicht mehr da ist.“ 

Dann erzählt Ornella eine traurige Geschichte

Es ist vor einer Woche passiert. Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Man verliert nicht nur einen Fan, sondern eine Seele, mit der man etwas geteilt hat. Es war ein ganz junges Mädchen. Lena ist nur 15 Jahre alt geworden. Sie war behindert, aber ein ganz toller Mensch. Ihr Vater hat mir geschrieben, dass sie gestorben ist.“ 

Das macht Ornella zwar traurig, auf der anderen Seite sind ihre Fans auch zu einem Teil ihrer Familie geworden, die sie so sehr liebt. 

Auch für den Entertainer und Träger des Landesmusikpreises Rheinland Pfalz, Oliver Dums, ist die Familie sehr wichtig. Angefangen hat er die Musik damals mit seinem Zwillingsbruder Torsten. 

Ein Pfarrer aus seinem Geburtsort Hauenstein hat die beiden entdeckt. Kurios: Oliver hat schon als 5-Jähriger im Heizungskeller seines Elternhauses gesungen. Da hat ihn seine Mutter des öfteren nach Stunden herauslocken müssen. Was für andere Legospielen, war für Oli eben das Singen. 

Oliver Dums bei seinem Auftritt im WinterVarieté

Oliver Dums ist ein Vollblutmusiker, moderiert Galas, spielt in einer Band (‚Everglow‘, Coldplay Tribute), aber er ist auch sehr bodenständig. Er ist Sozialpädagoge, hat sich jedoch ein Jahr für die Musik frei genommen. Zuerst kommt das WinterVarieté und dann viele, größtenteils ausverkaufte Konzerte der „Church in Colors‘-Reihe. Nur in Landau gibt es noch freie Plätze. „Ich hatte immer großes Interesse daran, Dinge Backstage zu sehen. Ich wollte immer hinter die Kulisse gucken, auch in der Kirche."

Die Kirche liegt ihm sehr am Herzen: „Ich habe als Ministrant gute Pfarrer, aber auch furchtbare Sachen erlebt. Heute arbeite ich mit Familien und Kindern.“ 

Die Musik ist die Verbindung in seinem Leben: „Für mich ist die Musik kein reines Business, sondern auch Vergnügen. Ich habe lange Zeit nur von der Musik gelebt. Aber das war mir nicht bodenständig genug, der „Rock‘n Roll alleine“. Wenn man dann auf einmal nicht mehr weiß, in welcher Stadt und welchem Hotel man aufwacht. Ich wollte Familie haben und trotzdem die Musik.“ 

Das alles hat er schon geschafft: Beruf, Haus, drei schon fast erwachsene Kinder. Sein Leben ist eine Reise. Bald wird er 50, ist aber immer noch neugierig: „Ich bin mal gespannt, wie sich das anfühlt“. Und wir sind gespannt, wohin die Reise noch geht.

-----

Transparenzhinweis: HEIDELBERG24 ist Medienpartner des WinterVarieté.

kpo

Quelle: Heidelberg24

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare