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Ein Haufen Hühner in Heidelberg: Inventur im Zoo

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Von: Daniel Hagen

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25 Perlhühner watscheln durch den Heidelberger Zoo – ein neuer Rekord.
25 Perlhühner watscheln durch den Heidelberger Zoo – ein neuer Rekord. © Zoo Heidelberg

Heidelberg-Neuenheim - Bei Inventur denken die Meisten an Kaufhäuser und Supermärkte. Doch auch im Zoo wird fleißig gezählt. Dabei wird dieses Jahr sogar ein Rekord aufgestellt:

„Zwei Hühner...Check. Vier Zebras...Check.“ So oder so ähnlich zählen die Mitarbeiter des Heidelberger Zoos die tierischen Bewohner durch und machen dabei eine große Inventur – auch für Futtersäcke und Arbeitsmaterial. 

Zwar wird die Anzahl der Tiere das ganze Jahr über in einer elektronischen Kartei festgehalten, trotzdem ist das Nachzählen am Ende des Jahres wichtig. 

Mit der Inventur wird der Tierbestand im Zoo Heidelberg zum Stichtag 31. Dezember mit den Informationen in der Kartei abgeglichen und bei Bedarf aktualisiert. Manchmal kommt es vor, dass beispielsweise ein Vogelküken im hohen Gras unbemerkt schlüpft. Spätestens zur Inventur fällt uns das aber auf!“ erklärt Kuratorin Sandra Reichler.

Neuer Rekord mit Perlhühnern

Die Anzahl der Tiere hat sich leicht zu der im Vorjahr verändert. Es gibt insgesamt 155 Arten – das sind acht weniger als 2017. Grund dafür ist eine Umstrukturierung von Gehegen oder der Umzug einiger Bewohner in andere Zoos.

Die Sumatra-Tigerin Karis hat es sich im Zoo gemütlich gemacht.
Die Sumatra-Tigerin Karis hat es sich im Zoo gemütlich gemacht. © Zoo Heidelberg

Erfreulich ist, dass die Zahl einzelner Säugetiere und Vögel gestiegen ist. Es gibt sogar einen neuen Rekord bei den Perlhühnern – eine Gruppe von 25 Tieren watschelt nun durch die Gegend. So viele gab es in Heidelberg noch nie. 2017 waren es noch vier Perlhühner!

Helmperlhühner fühlen sich in großen Gruppen am wohlsten, daher haben wir uns im letzten Jahr dazu entschieden, intensiv nachzuzüchten – mit Erfolg. Auch in Zukunft werden die Perlhühner im Schwarm im Zoo unterwegs sein“, sagt Reichler. Über die drolligen Zoo-Bewohner werden sich vor allem die Besucher freuen.

Geburten, Umzüge und ein Todesfall

Die Inventur ist auch immer ein Rückblick für die Mitarbeiter. Sie können das vergangene Jahr Revue passieren lassen und sich an Geburten und Neuzugängen erinnern. Zum Beispiel die Geburt von Faultier-Baby ‚Odin‘, von neun kleinen Ferkeln und vielen anderen Babys. Doch nicht alle Änderungen oder gar Neuzugänge werden mit offenen Armen empfangen: So kommt es im November 2019 zu einer Kontroverse um Schimpansen-Opa Epulu aus dem Wuppertaler Zoo. Tierschützer werfen dem Heidelberger Zoo vor, Epulu von seiner langjährigen Partnerin getrennt zu haben, um ihn in Heidelberg auszustellen. Epulu soll deshalb jetzt an einer klinischen Depression leiden und keinen Anschluss in Heidelberg finden. Der Heidelberger Zoo dementiert dies und behauptet, dass Epulu schon längst eine neue Flamme in Heidelberg gefunden hat.

Traurige Erinnerungen gibt es aber auch. So wie der Umzug von Elefant Gandhi oder dem Tod der 24-jährigen Bärin Uschi. 

Tierbestand im Zoo Heidelberg 2018

Das macht insgesamt 2478 Individuen in 155 Arten.

>>> Inventur 2017

>>> Inventur 2016

>>> Inventur 2015

pm/dh

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