1. Mannheim24
  2. Region

Heidelberg: Verbote auf Neckarwiese gekippt – Party-Hotspot jetzt woanders?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Klaudia Kendi-Prill

Polizeikontrolle an der Neckarwiese in Heidelberg.
Polizeikontrolle an der Neckarwiese in Heidelberg. © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

Heidelberg - Die Stadt wird das Aufenthaltsverbot an Wochenenden auf der Neckarwiese aufheben. Die Sicherheitslage soll sich dort entspannt haben.

Nachdem es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Krawallen und Gewalttaten junger Menschen auf der Neckarwiese gekommen ist, hat die Stadt Heidelberg reagiert und ein vorläufiges Aufenthaltsverbot ab 21 Uhr verhängt. Zusätzlich gab es verstärkte Patrouillen und Kontrollen in der Stadt und ein nächtliches Alkoholverkaufs- und -konsumverbot. Trotz zahlreicher Ruhestörungen und dem Abbrennen von Pyrotechnik blieb die Lage in Heidelberg am Wochenende vom 10. und 11. Juli unter Kontrolle.

Kurze Zeit später wird die strikte Verordnung aufgeweicht. Die Polizei muss die Neckarwiese nur um 21 Uhr räumen, wenn die Lage unübersichtlich und unkontrollierbar wird. Am Freitag und Samstag (16. und 17. Juli) ist dies nicht notwendig. Auch in der Altstadt sei die Lage ruhig gewesen, berichtet die RNZ.

Heidelberg: Aufenthaltsverbot auf Neckarwiese ab 23. Juli aufgehoben

Nun soll das Aufenthaltsverbot auf der Neckarwiese gänzlich aufgehoben werden. Auch das dort geregelte nächtliche Alkoholverkaufs- und -konsumverbot für die Altstadt, die Neckarwiese und Teile von Bergheim ist ab dem kommenden Wochenende (23. Juli) entsprechend nicht mehr in Kraft. Grund für die Entscheidung ist die gute Entwicklung der Sicherheitslage. Ursprünglich war die Allgemeinverfügung bis zum 2. August 2021 befristet.

Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles, was in Deiner Stadt passiert.

„Die Sicherheitslage hat sich so weit entspannt, dass wir Heidelbergs beliebteste Freizeitfläche nun den Bürgerinnen und Bürgern – insbesondere den Jugendlichen – zurückgeben können. Die Maßnahmen von Stadt und Polizei haben sich als richtig erwiesen. Es ist gelungen, eine aggressive und gewaltbereite Klientel durch konsequentes Einschreiten fernzuhalten. Ich bedanke mich bei der Polizei für die tolle Arbeit. Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen freut es mich sehr, dass wir einen für sie besonders wichtigen und konsumfreien Raum wieder freigeben können. Wir sind gemeinsam mit den Nachtbürgermeistern auch dabei, weitere Flächen im Stadtgebiet zu identifizieren, wo man sich zwanglos draußen treffen kann“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

„Die von der Stadt Heidelberg und dem Polizeipräsidium Mannheim ergriffenen Maßnahmen zur Beruhigung und Befriedung des Neckarvorlandes zeigten eine positive Entwicklung. Entsprechend sehen wir auch von Polizeiseite aus keine weitere Notwendigkeit, das Aufenthaltsverbot beizubehalten.“

Heidelberg: Gastronomen beschweren sich über Krawalle und Müll an der Alten Brücke

Alteingesessene Gastronomen haben sich in den vergangenen Wochen über die Zustände in der Heidelberger Altstadt und insbesondere an der Alten Brücke beschwert. „Das Geschehen ist deutlich schlimmer als vor Corona um nicht zu sagen, dass ich das in 25 Jahren noch nie erlebt habe!“, klagt Alexander Beck, Geschäftsführer des „Hotel zur Alten Brücke & Wirtshaus zum Nepomuk“. Sein Etablissement befindet sich nur wenige Meter von der Alten Brücke entfernt.

Heidelberg: Stadt sieht Verlagerung in die Altstadt

Obwohl es am Wochenende vom 16. und 17. Juli auch in der Altstadt friedlich geblieben ist, sieht das auch die Stadt problematisch: „Wir haben aber auch eine deutliche Verlagerung in den Bereich Altstadt, „Alte Brücke“ und Untere Straße festgestellt. Die Polizei wird auch an den kommenden Wochenenden in Heidelberg mit starken Kräften im Einsatz sein, damit auch an diesen Punkten friedlich gefeiert wird“, erklärt Polizeivizepräsident Siegfried Kollmar. (kp)

Auch interessant

Kommentare