Über 400 Demonstranten in Heidelberg

Mit Trillerpfeifen und Plakaten: Lehrer und Erzieher gehen für mehr Lohn auf die Straße! 

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Heidelberg/Mannheim - Um mehr Druck auf die Arbeitgeber aufzubauen, hat ‚Verdi‘ erneut zum Warnstreik aufgerufen. Insgesamt gehen am Dienstag (26. Februar) in Baden-Württemberg rund 1.200 Angestellte auf die Straße:

Update vom 26. Februar: Am Dienstag (26. Februar) werden die Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Baden-Württemberg fortgesetzt. Insgesamt legen rund 1.200 Angestellte ihre Arbeit nieder, um für mehr Lohn zu demonstrieren.

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Verdi-Warnstreik im öffentlichen Dienst: Demonstrationen in Heidelberg und Mannheim

Vor dem Beginn der dritten Verhandlungsrunde gehen in Baden-Württemberg vor allem in Tübingen, Reutlingen, Heidelberg und Mannheim hauptsächlich Lehrer und Erzieher sowie Beschäftigte verschiedener Landeseinrichtungen wie beispielsweise der Universitäten, Studierendenwerke, Regierungspräsidien und Kulturinstitutionen auf die Straße.

Über 400 Demonstranten: Lehrer und Erzieher gehen für mehr Lohn auf die Straße! 

Allein in Heidelberg versammeln sich rund 400 Streikende. Am Mittwoch (27. Februar) soll es noch vereinzelt Warnstreiks mit rund 150 Beteiligten geben. 

Zu den Warnstreiks aufgerufen hatten neben Verdi auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Gewerkschaft der Polizei und die IG Bau. Sie fordern für Beschäftigte im öffentlichen Dienst sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Tarifgemeinschaft der Länder lehnt dies ab, hatte bei der zweiten Verhandlungsrunde aber noch kein eigenes Angebot vorgelegt. Die GEW fordert außerdem, die Zahl der Befristungen im öffentlichen Dienst zu senken. Die dritte Runde der Tarifgespräche beginnt am Donnerstag (28. Februar) in Potsdam.

Warnstreik am 11. April 2018 in Mannheim

Etwa 3.000 Menschen treffen sich am Mittwochmorgen (11. April) am Paradeplatz. Ihr Ziel: Durch einen Warnstreik wollen sie den Druck auf ihre Arbeitgeber erhöhen! ‚Verdi‘ veranstaltet ab 8:30 Uhr eine Kundgebung und hat ihre streikenden Leidensgenossen eingeladen. Die lassen sich nicht zweimal bitten und erscheinen zahlreich mit Fahnen und Trillerpfeifen. Der gesamte Bereiche rund um den Paradeplatz wird gesperrt.

Der Tag beginnt aber schon um 7:30 Uhr in der Käfertaler Straße, am Willy-Brandt-Platz und in der Möhlstraße. Dort bilden sich drei große Demonstrationszüge, die von Pfiffen und Hup-Geräuschen der Müllfahrzeuge bis zum Paradeplatz begleitet werden. Extra für diesen Tag haben sich auch Leute aus Heidelberg und anderen Orten eingefunden. 

Etwa 3.000 Demonstranten bei Verdi-Kundgebung am Paradeplatz

Kundgebung mit Verdi-Vorsitzendem

Auf der Bühne werden die Streikenden des öffentlichen Dienstes begrüßt und eingeschworen. Man kann die Entschlossenheit der Anwesenden beinahe spüren. Der Redner findet dabei klare Worte für die derzeitige Situation: „Auf dieses Verhalten der Arbeitgeber gibt es nur eine Antwort: Streik, Streik, Streik!

Besonders stolz sei man bei ‚Verdi‘ darauf, dass zum ersten Mal die Mitarbeiter der öffentlichen Verkehrsbetriebe mitmachen. Der Redner wisse, dass die Bürger unter dem Streik leiden, doch würde die Arbeiter ja auch keiner Fragen, wie sehr sie unter ihren Arbeitsbedingungen leiden. Für diese Rede erhält er tosenden Applaus

Danach singt eine Band und beginnt passenderweise mit AC/DCs „Highway to Hell“ – den die Arbeiter jeden Tag durchmachen. Später tritt dann noch der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske auf und bedankt sich erstmal bei allen Anwesenden für ihr Erschienen. Er fühle sich überwältigt, wie viele Menschen sich versammeln, um für ihr Recht zu kämpfen.

dh/rob/dpa

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