Forsa-Studie

Pendler in der Region: Wird der Arbeitsweg zur Belastung?

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Immer mehr Pendler in der Region (Symbolfoto)

Heidelberg/Mannheim/Rhein-Neckar-Kreis - Immer mehr Menschen pendeln, die meisten davon mit dem Auto. Das bedeutet für viele Stress und körperliche Belastung:

Man steigt ins Auto, fährt zur Arbeit, steht dabei vielleicht noch ein paar Minuten im Stau und kommt dann gerade so pünktlich ins Büro – für viele von uns ist das tägliche Routine. Denn laut einer aktuellen Forsa-Studie der AOK pendeln jeden Tag fast 60 Prozent der Erwerbstätigen in Baden-Württemberg zur Arbeit. Die meisten davon setzen sich dafür auch jedes Mal in ein Auto. 

Heidelberg hat besonders viele Pendler

Dass vor allem Menschen aus dem ländlichen Raum in große Städte pendeln, ist wenig überraschend. Die Statistik von AOK beweist beispielsweise, dass es deutliche ,Einpendlerüberschüsse‘ in Großstädten wie Mannheim und Heidelberg gibt, wohingegen es im Rhein-Neckar-Kreis und Neckar-Odenwald-Kreis deutliche ,Auspendlerüberschüsse‘ gibt.  

Heidelberg belegt sogar Platz 2 beim Pendlersaldo. Das heißt 644 Arbeitnehmer pro 1.000 Arbeitsplätze pendeln jeden Tag ein oder aus. Die Neckarstadt liegt damit noch vor Stuttgart. In Mannheim beträgt der Saldo 489 Arbeitnehmer pro 1.000 Arbeitsplätze. 

Kaum jemand fährt mit dem Zug

Zwei Drittel der Pendler fahren mit dem Auto zur Arbeit, jeder zehnte wiederum nutzt öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, U-Bahn und Straßenbahn. Den Zug jedoch nutzen gerade einmal zwei Prozent! Immerhin sind rund 16 Prozent etwas sportlicher unterwegs und benutzen das Fahrrad oder gehen zu Fuß. 

Belastungsfaktoren

In den rund 30 Minuten – solange dauert für die meisten Erwerbstätigen (64 Prozent) der tägliche Arbeitsweg – geraten Pendler immer wieder in Belastungssituationen. Stau, der eigentliche Zeitaufwand, Verspätungen und verstopfte öffentliche Verkehrsmittel werden besonders unangenehm empfunden. Sechs Prozent der Befragten klagen außerdem über körperliche Beschwerden wie Schweißausbruch oder Herzrasen.

Übrigens: Laut der Studie haben Frauen einen kürzen Arbeitsweg als Männer

Lösung für eine Entlastung

Laut Aussagen der Probanden könnte Homeoffice eine Entlassung schaffen. Einen Umzug käme wiederum für die meisten nicht in Frage. 

Immerhin: Für viele Pendler ist der Arbeitsweg nicht so schlimm, sie hören Musik, telefonieren, surfen im Internet oder erledigen bereits auf der Fahrt berufliche Arbeit. 

Alle Pendler-Zahlen im Überblick

Stadt/Gemeinde

Einpendler

Auspendler

Mannheim

116.465

46.347

Heidelberg

67.044

24.117

Hockenheim

5.811

7.211

Ladenburg

4.545

3.875

Leimen

3.593

11.145

Neckargemünd

3.210

4.763

Schwetzingen

8.289

8.325

Sinsheim

9.072

8.979

Walldorf

16.642

4.637

Weinheim

16.834

11.878

Wiesloch

14.753

8.495

pm/jol

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