Der Kältetod droht

Eisige Temperaturen! Wie Du Obdachlosen im Winter helfen kannst

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Obdachlosen droht der Kältetod wegen eisigen Temperaturen (Symbolfoto)

Heidelberg/Mannheim/Ludwigshafen - Die Temperaturen fallen immer weiter und leider haben nicht alle Menschen das Glück, ein Dach über dem Kopf zu haben. Doch Du kannst ihnen helfen:

Kaum erreicht das Thermometer null Grad, fangen wir an uns zu beschweren: Unser Auto ist eingefroren, wir müssen wieder einmal die dicken Winterklamotten aus den Schränken kramen und es dauert ewig, bis die Heizung auf Hochtouren läuft. 

Worüber sich viele allerdings keine Gedanken machen: Es gibt Leute, die bei eisigen Temperaturen draußen durchleben müssen – Tag für Tag, Nacht für Nacht. Ohne ein Dach über dem Kopf, ohne schützende Wände und ohne eine Heizung, an die man sich schmiegen kann, wenn es besonders kalt ist.

Hunger, Einsamkeit, Kälte

Seit der Wiedervereinigung sind 290 Obdachlose unter anderem auf Parkbänken, unter Brücken oder in Gartenlauben den Kältetod gestorben. Das berichtet die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG W).

Rund 860.000 Wohnungslose gibt es derzeit in Deutschland, darunter 440.000 Flüchtlinge. Fast 52.000 Menschen sind allerdings obdachlos, kommen noch nicht mal bei Freunden oder in Gemeinschaftsunterkünften unter. Sie leben ausschließlich auf der Straße und stehen in den Wintermonaten vor einer besonderen Herausforderung. 

Bei entsprechend geringen Außentemperaturen kann für Obdachlose eine Lebensbedrohung durch Erfrieren oder eine schwere gesundheitliche Schädigung nicht ausgeschlossen werden“, so eine Pressesprecherin der Stadt Mannheim am Mittwoch (15. November) auf Anfrage von MANNHEIM24. 

Schau' nicht weg

Tu etwas und hilf, wenn Du einen Mitmenschen siehst, der erfrieren könnte!

Wende Dich an Deine Stadt- beziehungsweise Gemeindeverwaltung. So ist beispielsweise eine Anlaufstelle für die Mannheimer die Fachberatung für wohnungslose Menschen in der Holzstraße 3 (☎ 0621/293 3426). „Die Mitarbeiter der Stadt Mannheim suchen dann die betreffende Person auf und kümmern sich darum, dass ihr entsprechend geholfen wird“, verspricht die Sprecherin.

Ansonsten gibt es in Deutschland keine zentrale Notrufnummer für den Erfrierungsschutz von Obdachlosen“, erklärt sie weiter. „Wenn es notwendig ist, umgehend medizinische Hilfe zu leisten, ist der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 zu alarmieren“.

Decken, Jacken, heiße Getränke

Um den wohnungslosen und obdachlosen Menschen zu helfen, gibt es in Mannheim ein breites Angebot, wie zum Beispiel den Caritasverband oder ,Freezone‘. 

Außerdem: „Sobald die Temperaturen unter null Grad fallen, fährt ein Kältebus die bekannten Plätze ab und verteilt Decken, Schlafsäcke, Jacken, Handschuhe und heiße Getränke. Zudem vermitteln die Mitarbeiter des Kältebusses weitere Hilfen und bieten Betroffenen die Möglichkeit, in die Notübernachtungsstelle gebracht zu werden“, versichert die Sprecherin. 

Informiere Dich also am besten jetzt schon bei Deiner Stadt oder Gemeinde, wo es überall noch Anlaufstellen gibt, und hilf im Notfall den Menschen, die kein Dach über dem Kopf haben und draußen sind – Tag für Tag, Nacht für Nacht.

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jol

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