„Kunst gegen Bares“ im DAI

Wer bekommt das fetteste Sparschwein?  

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Getreu nach dem Motto „nur Bares ist Wahres“ kann das Publikum nach der Show die "Kapitalistenschweine" der Künstler mit Geld füllen.

Heidelberg-Weststadt – „Das Integral kann mich mal“ und „Glückliches Salz macht glückliche Meere“. Was das soll? Das sind einige der Perlen des Mittwochabends bei „Kunst gegen Bares“.

Ein Abend, eine Bühne, sieben Künstler und ein voller Saal. Jeder der Künstler hat zehn Minuten Zeit um zu beweisen, dass er der der beste, schönste, talentierteste und einfach der absolute Gott der Bühne ist. 

Wer darf das fetteste Kapitalistenschwein schlachten?

Die Entlohnung für die Mühen folgt auf dem Fuße. Denn dass des Künstlers Brot der Applaus ist, ist zwar schön gesagt, aber macht noch nicht satt. 

Getreu nach dem Motto „nur Bares ist Wahres“ darf und sollte jeder aus dem Publikum nach der Show auf die Bühne gehen und seinem Lieblingskünstler den Betrag, der ihm die Performance wert war, in sein persönliches Kapitalistenschwein stecken. Und besonders an diesem Abend lohnt sich einfach jede Investition. 

Das Allround-Talent Jens Wienand führt das Publikum mit Witz und Charme durch diesen Abend. 

Als Erstes muss Tobias aus Stuttgart dran glauben. Er hat seine Gitarre im Gepäck und begeistert mit seiner tiefen, rauchigen Stimme und einem Lied über seine Abneigung zu Bioläden... oder seiner Ex-Freundin...oder beidem. „Ich ess' nur noch Belag – denn Belag ist low-carb!“ 

Doch nicht nur musizieren ist erlaubt. Kevin Ray und Sertac versuchen sich an Stand-Up Comedy. Dabei sinniert Kevin darüber, wie er wegen seines Namens in Deutschland wahrscheinlich nie einen Job bekommen wird. Sertac hingegen erzählt von seinem Kampf gegen die Türken-Klischees und fragt sich, wieso seine Nachbarin immer ihn im Verdacht hat, ihre Schuhe zu klauen.

Es wird auch richtig poetisch. Max aus Berlin, der an diesem Abend zum ersten Mal in Baden-Württemberg ist, reimt in „Blumenkind“ über den Untergang der Natur durch die Hand des Menschen. Im konkreten Falle seines Gedichts – durch den toten Geist der FDP... 

Raffiniert wird es mit Bea, die die musikalische Untermalung ihres Gesangs einfach selbst während des Auftritts mit einer Loop Maschine einspielt. Sie hat auch gleich ihr Album mitgebracht.

Wie ein Wirbelwind fegt die Band mit dem eigentümlichen Namen „Heike L.“ über die Bühne und erfreuen die Herzen mit guter Laune und unter anderem mit einem Lied darüber wie sie und Bahnhofstoiletten wohl keine Freunde mehr werden.

Das Sprichwort „Die Letzten werden die Ersten sein“ trifft auf Tilmann aus Mannheim zu. Der hatte eigentlich gedacht, dass der Auftritt erst morgen wäre und kommt praktisch in letzter Minute mit wehenden Haaren auf die Bühne. Um runterzukommen singt er ein Lied an alle „Snoozer“ mit dem festen Vorsatz sein Leben zum Positiven zu verändern, denn „Rauchen ist ja gar kein Sport.“ Das Publikum hört gar nicht mehr auf zu lachen und belohnt ihn und seine Energie mit dem fettesten Kapitalistenschwein. Damit macht ihn zum glücklichen Gewinner des Abends. 

Wer jetzt Lust bekommen hat, auch mal zu „Kunst gegen Bares“ mitzuerleben, kann sich die nächsten Termine HIER anschauen. 

kp

Quelle: Heidelberg24

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