SAP-Mitbegründer

Klaus Tschira ist tot!

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SAP-Mitbegründer Klaus Tschira ist tot.

Heidelberg – Der 74-jährige SAP Mitbegründer und engagierte Stifter Klaus Tschira ist am Dienstagmittag verstorben. 

Laut Medienberichten ist Tschira nicht, wie zuvor vom Rhein-Neckar-Fernsehen gemeldet, in einer Klinik verstorben. Wie der Mannheimer Morgen am Mittwoch berichtet, sei am Dienstagmittag ein Notarzt zu Tschira gerufen worden. Dieser habe trotz Reanimationsversuchen nur noch seinen Tod feststellen können.

Der studierte Physiker hat sich neben seiner Karriere als Mitbegründer des SAP AG auch als Stifter und Förderer international und besonders im Rhein-Neckar-Kreis einen Namen gemacht.

2008 gründet er gemeinsam mit seiner Frau die Gerda und Klaus-Tschira-Stiftung. Zuvor hatte er 1995 selbst die Klaus-Tschira-Stiftung ins Leben gerufen, deren Hauptsitz in der Heidelberger Villa Bosch untergebracht ist. In den neunziger Jahren gründete er auch das European Media Laboratory und das Heidelberger Institut für Theoretische Studien.

Plötzlicher Tod löst Bestürzung aus

Zusammen mit Hasso Plattner, Dietmar Hopp und zwei weiteren Ex-Mitarbeitern des Computerkonzerns IBM hatte Tschira 1972 die SAP AG in Walldorf gegründet. Der Multimillionär hatte sich 1998 aus dem operativen Geschäft und 2007 auch aus dem Aufsichtsrat des Unternehmens zurückgezogen. Seitdem kümmerte er sich vor allem um seine Klaus Tschira Stiftung.

Hopp zeigte sich über den Tod seines Freundes „zutiefst erschüttert“. „Ihm ging Gemeinschaft über alles, er war ein echter Teamplayer, dessen offene, ehrliche und verbindliche Art uns alle immer wieder faszinierte. Auch in kritischen Phasen verlor er nie den Blick für das Wesentliche und Aufgeben war nie eine Option für ihn - das hat ihn für uns alle so wertvoll gemacht.“

Tschira war Mäzen

Die Heidelberger Klaus Tschira Stiftung gehört zu den größten Stiftungen Deutschlands und konzentriert sich auf Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik in Kindergärten oder Schulen und unterstützt auch Forschungsprojekte. „Die Klaus Tschira Stiftung und alle mit ihr verbundenen Institutionen trauern um ihren Stifter Klaus Tschira“, hieß es von dort.

1997 gründete Tschira auch das EML (European Media Laboratory), ein Institut für angewandte Informatik. Daneben förderte der gebürtige Freiburger, der in Karlsruhe Physik studiert hatte, auch verschiedene Kunst- und Kulturprojekte in der Region. Der verheiratete Vater von zwei Kindern saß in zahlreichen Aufsichtsräten, Kuratorien und Beiräten. 

„Klaus Tschira war ein Mäzen, der seine lebenslange Leidenschaft für die Naturwissenschaften in unzählige Projekte gegossen hat“, sagte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Er sei stets unprätentiös und auf die Sache konzentriert gewesen.„Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Seine prägenden Beiträge für die Wissenschaft werden wir sehr vermissen“, sagte Bauer.

sag

Quelle: Heidelberg24

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