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Corona in Heidelberg: Kreisimpfzentrum (KIZ) impft Kinder ab 12 Jahren

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Von: Peter Kiefer

Heidelberg – Im Kreisimpfzentrum (KIZ) Pfaffengrund können sich jetzt auch schon Kinder ab 12 Jahren gegen Corona impfen lassen. Welche Regeln dabei gelten:

Vor Wochen noch undenkbar... Da zwischenzeitlich im Kampf gegen das tückische Coronavirus auch in Heidelberg (Inzidenz 10,5, Stand 20. Juli) ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, verzichtet das Kreisimpfzentrum (KIZ) im Gesellschaftshaus Pfaffengrund, Schwalbenweg 1/2, ab sofort auf Terminvereinbarungen. Alle Erwachsenen, die sich impfen lassen möchten, können ohne Termin oder Voranmeldung zu den regulären Öffnungszeiten vorbeikommen. Geöffnet ist vorerst von Montag bis Samstag, 8 bis 19 Uhr. Es stehen Impfstoffe von BioNTech, Moderna, Johnson&Johnson sowie AstraZeneca zur Verfügung. Bereits vereinbarte Termine für Erst- oder Zweitimpfungen bleiben allesamt gültig. 

Das Kreisimpfzentrum Heidelberg am Gesellschaftshaus Pfaffengrund nimmt am 22. Januar den Betrieb auf.
Das Kreisimpfzentrum Heidelberg am Gesellschaftshaus Pfaffengrund ist seit 22. Januar 2021 in Betrieb. © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

Grundsätzlich können sich auch Kinder zwischen 12 und 17 Jahren impfen lassen. Für diese Altersgruppe ist nur der Impfstoff von BioNTech zugelassen und es muss vor der Impfung ein ausführliches ärztliches Aufklärungsgespräch geben. Im KIZ stehen dafür ab Montag (26. Juli) auch niedergelassene Kinder- und Jugendmediziner*innen vor Ort bereit. Bei Kindern unter 14 Jahren ist eine Impfung grundsätzlich nur mit dem Einverständnis eines Erziehungsberechtigten möglich.

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KIZ in Heidelberg: Impfung von Teenagern ohne Einverständniserklärung möglich

Zwischen 14 und 16 Jahren kann der beratende Arzt oder die beratende Ärztin auf eine Einverständniserklärung verzichten, wenn der Impfling nach seiner oder ihrer Einschätzung die Bedeutung ermessen kann. Ab 16 Jahren wird regelmäßig von einer eigenen Einwilligungsfähigkeit des Jugendlichen oder der Jugendlichen ausgegangen.  

Eine Frau bekommt eine Corona-Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca
Die Stiko empfiehlt Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige nur eingeschränkt. (Symbolfoto) © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Wir bieten im KIZ damit eine gute Ergänzung zu den Angeboten in den niedergelassenen Praxen unserer Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte. Ich bedanke mich bei Medizinerinnen und Medizinern, dass sie für die Arbeit im KIZ zur Verfügung stehen. Ich habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten, Vertreterinnen und Vertretern aus der Elternschaft und auch den Schulen in Heidelberg geführt, um Bedarfe beim Impfen für Kinder und Jugendliche einschätzen zu können. Ich freue mich, dass wir nun eine gute Lösung gefunden haben“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos).  

KIZ in Heidelberg: Das sagt eine Kinderärztin zur Impfung

In unseren Praxen haben wir mittlerweile genügend Impfstoff – und können dort am besten die wichtige Aufklärungsarbeit leisten und Impfungen durchführen. Wir niedergelassene Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte wurden gebeten, zusätzlich auch im Kreisimpfzentrum tätig zu sein, um auch dort sicher und altersentsprechend Jugendliche in Begleitung eines Erziehungsberechtigten und nach einem Aufklärungsgespräch zu impfen“, erklärt Dr. Eva Fritzsching, Sprecherin der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Heidelberg.

Stadt\t\tHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Fläche108,8 km²
Einwohnerzahl161.485 (Stand: 31. Dez. 2019)
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung für Kinder und Jugendliche bei Vorerkrankungen wie bestimmten Herz- oder Lungenkrankheiten, Adipositas oder schlecht eingestelltem Diabetes. „Aber auch darüber hinaus gibt es viele Kinder und Jugendliche, die sich individuell für eine Impfung entscheiden und für die wir da sein wollen“, weiß Dr. Fritzsching.

Ein Hausarzt aus Neu-Ulm ist zuletzt regelrecht mit Hass und sogar Morddrohungen überschüttet worden, weil er Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren gegen Corona geimpft hat, wie BW24* berichtet. (PM/pek) *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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