Kohlenmonoxid-Vergiftung?

Familientragödie in Kirchheim: Mutter trägt tote Tochter (†5) aus Haus 

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Das Haus, in dem sich die Tragödie abspielte.

Heidelberg-Kirchheim - Am Montagnachmittag findet eine Frau ihre kleine Tochter in der Wohnung des Vaters – beide tot. Wie Nachbarn die schrecklichen Ereignisse schildern: 

Mann und kleines Mädchen tot in Wohnung gefunden.

Es ist zwischen 16:15 Uhr und 16:30 Uhr am Montag (16. Juli). Die Sommersonne erwärmt die Straßen und Dächer in Kirchheim, als ein markerschütternder Schrei durch die Gasse dringt.

Eine Nachbarin schildert die schrecklichen Ereignisse: Ihre Tochter habe Schreie aus dem Nachbarhaus gehört, in dem ein 63-Jähriger allein wohnt. Er holt seine fünfjährige Tochter regelmäßig von der Kita in der Nähe ab, kümmert sich liebevoll um das Mädchen, bis es von der vom Mann getrennt lebenden Mutter abgeholt wird.

Frau findet Mann und Tochter tot in der Wohnung

Ihre Tochter sei wegen der Schreie zum Nachbarhaus gegangen, erzählt die Nachbarin. Trotz mehrfachen Klingelns, Rufens und Klopfens öffnet niemand. Immer wieder hört die Tochter verzweifelte Schreie aus dem Haus. 

Nach einiger Zeit ruft die Mutter des 5-jährigen Kindes aus der Wohnung. Man solle das Tor aufmachen, sagt die Spanierin, die seit rund zwei Jahren von dem Vater des jungen Mädchens getrennt lebt. Das Tor lässt sich aber nicht von außen öffnen. 

Kommt nicht rein“, sagt die Frau dann, „meine Tochter und mein Mann sind tot!

Sie hatte den Mann und das Mädchen leblos gefunden. Die Nachbarn verständigen sofort die Polizei. Die Beamten, Krankenwagen und Feuerwehr sind wenige Minuten später vor Ort, können aber nicht mehr helfen.

Laut der Nachbarin trägt die Mutter ihr totes Kind selbst aus dem Haus und in einen Krankenwagen! 

„Vater war ein ganz netter und freundlicher Mensch“

Bei dem Tod von Vater und Tochter geht die Polizei derzeit von einer „Familientragödie“ aus. Als Todesursache nennen die Beamten „Kohlenmonoxid-Vergiftung“. Staatsanwaltschaft und Kripo ermitteln.

Anwohner haben an dem Haus Blumen und Kerzen abgelegt.

Der Vater des Mädchens sei ein „sehr netter und freundlicher Mensch“ gewesen, sagt die Nachbarin, der sich „liebevoll um das Kind gekümmert habe“.

pri/rmx

Quelle: Heidelberg24

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