Patrick-Henry-Village

Mitarbeiter fehlen! „Drehkreuz“ noch im Probebetrieb

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Patrick-Henry-Village im Juli 2015.

Heidelberg-Kirchheim – Heidelberg soll ab Montag zentrales Drehkreuz für Flüchtlinge im Land werden. Jetzt wird bekannt, dass die Vorraussetzungen dafür alles andere als gegeben sind.

Das Heidelberger Drehkreuz für neu angekommene Flüchtlinge im Südwesten bleibt voraussichtlich noch einige Wochen in der Probephase. Ursprünglich sollte das neue System zur Aufnahme der Flüchtlinge am Montag starten.

Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner hatte am Freitag mit Briefen an die Bürger über die Entscheidung der Landesregierung informiert und um Verständnis für die Notsituation gebeten.

Es gibt nicht genug Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die für die Bearbeitung derAsylanträge zuständig sind, so ein Sprecher des Innenministeriums. Auch die Ausstattung zur Gesundheitsuntersuchung sei noch nicht vollständig. Sechs Wochen könnte es nach seinen Angaben dauern bis der Betrieb in vollem Umfang gewährleistet sei.

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Im Einsatz sind zunächst 15 Bundeswehrsoldaten sowie sieben bis zehn Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Wann die für die Asylanträge zuständigen Mitarbeiter dazustoßen, ist noch unklar.

Erfasst werden sowohl Flüchtlinge aus dem Patrick-Henry-Village (PHV) als auch Vertriebene, die per Bus von anderen Notunterkünften sowie von Erstaufnahmeeinrichtungen dorthin und wieder zurückgebracht werden. Letztendlich sollen rund 600 Registrierungen pro Tag erfolgen. Noch sei es jedoch nicht möglich, in Heidelberg Asylanträge zu stellen, so ein Sprecher am Montag.

Neu am System in PHV sind 40 „Verfahrensstraßen“, in denen die Menschen durch verschiedene Stationen der Registrierung bis hin zum Asylantrag begleitet werden.

Das soll schließlich nur noch zwei bis drei Tage dauern. Danach sollen die Menschen mit Bleibeperspektive in die Kommunen weitergeleitet werden. Alle anderen kommen in dieErstaufnahmeeinrichtungen des Landes, bis ihr Asylantrag bearbeitet ist. Derzeit müssen Flüchtlinge Wochen und Monate warten, bis sie ihren Asylantrag stellen können.

sag/dpa

Quelle: Heidelberg24

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