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Heidelberg: Neue Bahnstadt-Praxis eröffnet mit Impfaktion – diesen Impfstoff gab‘s

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Von: Florian Römer

Nicola Buhlinger-Göpfarth (r), Fachärztin für Allgemeinmedizin, impft in ihrer Praxis eine Patientin gegen das Coronavirus. Dabei wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer genutzt. (zu dpa: «Praxen im Südwesten warten noch auf Impfstoff gegen Coronavirus»)
Corona-Impfung beim Arzt. © Christoph Schmidt/picture alliance/dpa -Bildfunk

Heidelberg - Noch keinen Impftermin? Am Samstag (3. Juli) gibt‘s in der Bahnstadt die Chance: Zur Eröffnung der neuen Praxis im Ärztehaus führen Radiologen einen Impftag durch.

Täglich werden mehr Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Dennoch hat in Baden-Württemberg erst etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung die erste Schutzimpfung erhalten. Als „voll geimpft“ gelten gerade mal 34,7 Prozent der Bürger (Stand: 28. Juni, COVID-19-Tagesbericht Land BW). Im Rhein-Neckar-Kreis wurden in den drei Impfzentren (ZIZ PHV, KIZ Weinheim und KIZ Sinsheim) sowie durch die Mobilen Impfteams mittlerweile über 400.000 Impfungen durchgeführt. Doch viele Bürger in Heidelberg und Umgebung suchen weiterhin vergebens nach einem Impftermin.

StadtHeidelberg
Einwohner160.355 (2019, Eurostat)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Biontech-Impfung zur Praxis-Eröffnung in der Bahnstadt

Wer noch keinen Impftermin hat, kann es am Samstag (3. Juli) in der Bahnstadt versuchen: Dann eröffnet die radiologische Gemeinschaftspraxis „Radiologie Rhein-Neckar“ im Ärztehaus in der Grünen Meile 52 neue Praxisräume. Und zur Feier des Tages führen die Radiologen einen „Impftag“ durch. Wer sich vorher unter impfung@radiologie-rhein-neckar.de angemeldet hat, kann sich dann mit dem mRNA-Vakzin von BioNTech gegen Corona impfen lassen. Für die Zweitimpfung stehen am 24. Juli oder am 7. August Termine zur Verfügung. Die Impfungen werden in den Praxisräumen durchgeführt.

Wie viel Impfstoff steht zur Verfügung?Wir haben 900 Impfdosen bekommen, realistisch werden wir am Impftag 700 Impfungen schaffen“, sagt Dr. Axel Werner, ärztlicher Geschäftsführer von „Radiologie Rhein-Neckar“. 14 Mitarbeiter werden am Impftag in drei Impflinien arbeiten. Bislang habe man in der Praxis in Schwetzingen Impfungen durchgeführt und nur einen Bruchteil des bestellten Impfstoffs erhalten. „Das war jetzt anders“, erzählt Werner. „Dieses Mal haben wir das Zehnfache erhalten.

Das Ärztehaus an der Grünen Meile in der Heidelberger Bahnstadt.
Das Ärztehaus an der Grünen Meile. © privat

Am 9. Juli will man aus dem Ärztehaus in der Heidelberger Weststadt in die neuen Praxisräume in der Bahnstadt umziehen. Dort werden künftig fünf Ärzte und rund 25 Mitarbeiter arbeiten. „Die großen, leer stehenden neuen Praxisräume wollen wir jetzt für die Impfaktion nutzen“, erklärt Werner. Dafür werden drei Umkleidekabinen in „Spritzkabinen“ umfunktioniert. „Anstelle einer Eröffnungsfeier wollen wir lieber eine Woche vorher einen Impftag veranstalten“, erläutert Werner. Statt für eine große Eröffnungsfeier viele Menschen an einem Ort zu versammeln, wolle man etwas nützliches tun, und „möglichst viele Leute impfen“.

Heidelberg: Impfaktion am 3. Juli im Ärztehaus in der Grünen Meile

Und wer kann sich impfen lassen?Kinderärzte in Heidelberg haben momentan genug Impfstoff, um Jugendliche zu immunisieren“, deshalb sollen sich Eltern, die ihre Kinder impfen lassen wollen, zunächst an die behandelnden Kinderärzte wenden. Generell wolle man aber Jugendliche nicht abweisen, so Werner.

In der Anmeldungs-Mail sollte für jede Person folgendes enthalten sein:

Impflinge bekommen nach der Anmeldung eine Bestätigungs-E-Mail, in der die Praxis mitteilt, ob an den ausgewählten Tagen eine Impfung angeboten werden kann. Das sei abhängig von der Menge des verfügbaren Impfstoffs und der Anzahl der eingehenden Anfragen. Die Antwort-Mail wird auch eine die Uhrzeit des Impftermins und eine genaue Anfahrtsbeschreibung enthalten. Mit der Impfaktion hoffe man, an der „flächendeckenden Immunisierung gegen das Coronavirus beizutragen.“ (rmx)

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