Sie stehen seit 8. Februar in Bahnstadt

Grüne: Kein Verständnis für Kritik an Parkautomaten!

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Einer der neuen Parkautomaten in der Bahnstadt.

Heidelberg-Bahnstadt – Die neuen Parkscheinautomaten in ersten Straßenzügen sorgen weiterhin für ordentlich ‚Zündstoff‘. Wobei: Die Grünen können die Kritik „nicht nachvollziehen“.

Seit 8. Februar sind sie scharf und kassieren ordentlich ab – die umstrittenen neuen Parkautomaten in Teilen der Bahnstadt (WIR BERICHTETEN).

Kein Verständnis für die Kritik hat dagegen die Gemeinderatsfraktion der Grünen! Schließlich sei deren Einführung im November 2013 einstimmig vom Gemeinderat abgesegnet worden.

Wenn die Anwohner den Tiefgaragen-Stellplatz aus Bequemlichkeit oder anderen Gründen nicht nutzen, dann können wir doch nicht auf Kosten der Steuerzahler einfach alles mit oberirdischen Parkplätzen zupflastern“, wundert sich Grünen-Stadtrat Felix Grädler (31).

Vielmehr verhindere die Parkraumbewirtschaftung das Wild-Parken und sorge somit für mehr Verkehrssicherheit und eine höhere Aufenthaltsqualität für die Bewohner.

Bahnstädter Grädler nennt den Grund: „Die vielen Grünanlagen und Spielplätze in der Bahnstadt sind ja gerade aufgrund der wenigen oberirdischen Parkflächen möglich.“ 

Ohnehin seien die Anwohner von der neuen Regelung nicht betroffen, da sie ja einen Stellplatz in den Tiefgaragen kaufen oder mieten könnten. 

Parkautomaten in Bahnstadt stehen schon

Dagegen hatte die CDU Bahnstadt bereits Anfang Februar noch vor dem ersten ‚Zahltag‘ moniert, dass selbst Anwohner nur noch maximal 120 Minuten (für drei Euro) vor ihren Häusern parken können. Obwohl die einst versprochenen öffentlichen Tiefgaragen nie gebaut wurden, „werden die Bewohner trotzdem von den Außenparkflächen vertrieben. Viele Einwohner werden auf Grund der limitierten Anzahl an Tiefgaragenstellplätzen in Zukunft vor Problemen stehen“, so CDU-Bezirksbeirat Alan James-Schulz.

Die CDU fordert vom Gemeinderat ein Anwohner-Parken wie in den anderen Stadtteilen sowie eine Lösung für die berufstätigen Pendler. 

Eher an das Öko-Bewusstsein der Betroffenen appelliert Grünen-Stadtrat Grädler: „Die Bewohner können einen weiteren wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wenn sie mit dem Fahrrad fahren oder den ÖPNV nutzen.“ Schließlich sei ja das Ziel, dass 70 Prozent der in der Bahnstadt lebenden Pendler ihr Auto stehen lassen. Und als eines der weltgrößten Passivhaus-Wohngebiete habe man zudem eine ökologische Verantwortung.

Hintergrund

Autofahrer müssen unter anderem zwischen Speyerer Straße, Pfaffengrunder Terrasse, Zollhofgarten und Langer Anger von Montag bis Freitag (8 bis 19 Uhr) sowie samstags (8 bis 14 Uhr) Gebühren berappen – 50 Cent je angefangene 20 Minuten  Parkdauer! Dennoch sind dort nur maximal zwei Stunden Parken erlaubt. Außerhalb dieser Regelzeiten kann man sein Auto gebührenfrei und zeitlich unbegrenzt abstellen.

Eine Online-Petition zum Thema „Anwohnerparken in der Heidelberger Bahnstadt“ haben inzwischen bereits 860 Personen unterzeichnet! Du findest sie unter www.openpetition.de.

>>>Kurz und teuer – Ärger um Parkautomaten in der Bahnstadt!

pek

Quelle: Heidelberg24

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