DFG-Förderung für Universtät Heidelberg

Neue Studien – Warum imitieren Kinder unsinniges Verhalten?

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Gleich zwei Forschungsprojekte des Psychlogischen Instituts zum Imitationslernen bei Kindern werden mit 274.000 Euro gefördert (Symbolfoto)

Heidelberg - Warum ahmen Kinder unsinniges und ineffizientes Verhalten nach? Dieser Frage gehen Prof. Dr. Sabina Pauen und Privatdozentin Dr. Stefanie Höhl vom Psychologischen Institut nach. 

Im Sommersemester starten zwei neue Forschungsprojekte am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg, die sich mit dem Imitaionslernen von Kindern beschäftigen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die beiden Projekte der Entwicklungspsychologinnen Prof. Dr. Sabina Pauen und Privatdozentin Dr. Stefanie Höhl mit insgesamt 274.000 Euro.

Die Wissenschaftlerinnen gehen im ersten Projekt der Frage „ob schon Babys versuchen, sich das Verhalten der anderen Person rational zu erklären“ auf den Grund, erläutert Prof. Pauen.

Kleinkinder scheinen ungewöhnliche Handlungen vor allem dann zu imitieren, wenn es keinen erkennbaren Grund für die jeweilige Verhaltensweise gibt. „Wir vermuten, dass sie besonders aufmerksam sind, wenn der Grund für die ungewöhnliche Handlung unklar ist, und durch eigenes Ausprobieren herausfinden wollen, was es damit auf sich hat“, erklärt Stefanie Höhl. 

Das Projekt, auf 18 Monate angelegt, ist eine Kooperationsstudie mit Dr. David Buttelmann von der Universität Erfurt, der parallel zu den Heidelberger Forschungen Untersuchungen mit Eye-Tracking-Verfahren und Verhaltensstudien durchführen wird. 

Mit der DFG-Förderung von 116.000 für dieses Projekt wird unter anderem eine Mitarbeiterstelle finanziert. 

Das zweite Projekt, mit einer Laufzeit von drei Jahren, wird mit insgesamt 158.000 Euro gefördert. Hier erforschen Stefanie Höhl und Sabina Pauen das Imitationslernen bei fünfjährigen Kindern. Es soll dazu beitragen zu verstehen, welche Motive Kinder haben, wenn sie offenbar unsinnige Handlungen nachahmen. 

Die Forscherinnen vermuten, dass Kinder die Handlungen anderer Menschen möglichst genau imitieren, weil sie sozialen Normen folgen wollen. „Soziale Verhaltensnormen und Rituale haben häufig keine offensichtliche Funktion, sind aber für das soziale Miteinander ungeheuer wichtig“, erklärt Dr. Höhl. Somit geht es um die Frage, ob der Imitation von überflüssigen und nicht effizienten Handlungen bei Kindern soziale Motive zugrunde liegen.

Universität Heidelberg/tin

Quelle: Heidelberg24

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