Über 1,6 Promille

Polizei kassiert in einer Nacht gleich 2 Führerscheine – allerdings nicht von Autofahrern

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Gleich zwei Betrunkene verlieren in einer Nacht ihren Führerschein in Heidelberg. (Symbolfoto)

Heidelberg - Gleich zwei Betrunkene verlieren in der Rohrbacher Straße ihren Führerschein. Allerdings sind beide nicht mit dem Auto unterwegs. Was passiert ist:

Dass man den Führerschein verlieren kann, auch ohne Auto zu fahren, müssen in der Nacht von Freitag auf Samstag (17./18. Mai) gleich zwei Heidelberger lernen. 

Gegen 0 Uhr wird die Polizei in die Rohrbacher Straße auf Höhe der Görrestraße in Heidelberg zu einem Unfall gerufen. Dort angekommen finden sie eine 43-jährige Radfahrerin vor, die gestürzt und leicht verletzt ist. Sie erzählt den Polizisten, dass sie mit einem anderen Fahrradfahrer zusammengestoßen sei. Doch eine Überprüfung und die Befragung der Zeugen können ihre Geschichte nicht bestätigen. Viel mehr liegt es an den 1,72 Promille, die die Frau zum Stürzen bringen. Noch während die Polizisten ihren Fall aufnehmen, sehen sie schon den nächsten Unfall.

Zwei Lappen weg in einer Nacht – und das ohne am Steuer zu sein

Dann staunen die Beamten nicht schlecht, als ein 50-Jähriger auf dem Rad an ihnen vorbeifährt und kurz darauf in der Rohrbacher Straße ins Schlingern gerät und ebenfalls stürzt. Als die Heidelberger Polizisten ihm zu Hilfe eilen, riechen sie sofort, dass der Mann getrunken hat. Auch hier ist der Wert mit 1,64 Promille deutlich überschritten. 

Denn auch mit dem Fahrrad sollte man nicht betrunken unterwegs sein: Das lernt ein Mann aus Münster auf die harte Tour.

Beiden Fahrradfahrern wird eine Blutprobe entnommen. Sie müssen sich wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten. Denn schon ab 0,3 Promille können auch Fahrradfahrer ihren Führerschein verlieren und eine Anzeige kassieren. Nämlich dann, wenn der Fahrer aufgrund des Alkohols nicht mehr in der Lage ist, sicher zu fahren. Die absolute Grenze liegt bei 1,6 Promille auf dem Fahrrad.

Immer wieder erwischen Polizisten betrunkene oder gar unter Drogen stehende Autofahrer am Steuer – wie im Fall eines Mannheimers, der bei einem Drogentest versucht, die Polizisten für dumm zu verkaufen.

jab/pol

Quelle: Heidelberg24

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