Angespannte Wohnsituation

Studentenwerk will Gefängnis als neues Wohnheim!

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Das Studierendenwerk Heidelberg würde das Gefängnis am Faulen Pelz gern in ein Wohnheim für internationale Studierende umbauen. 

Heidelberg – Günstiger Wohnraum für Studenten ist in vielen Uni-Städten in Deutschland ein Problem. Speziell für Heidelberg wird am Mittwoch noch eine weitere Maßnahme diskutiert.

Dabei könnte der Ausbau zusätzlicher Wohnheimplätze den angespannten Wohnungsmarkt nicht nur in den Uni-Städten entspannen, meint Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, mit Verweis auf die steigende Mieten in klassischen studentischen Wohngebieten wie den Berliner Bezirken Kreuzberg und Neukölln.

Schließlich konkurrieren Studierende und einkommensschwache Haushalte um günstigen Wohnraum“, erklärt Meyer von der Heyde im Rahmen der Wohnheimtagung des Deutschen Studentenwerks, die derzeit in Heidelberg stattfindet.

Auch aufgrund der zunehmenden Internationalisierungsstrategie der Universitäten werden zum Beginn des Wintersemesters 2015/16 in Deutschland 25.000 zusätzliche Plätze benötigt, schätzt das Deutsche Studentenwerk: „Derzeit gibt es bundesweit 188.000 Wohnheimplätze in Studierenden- und Studentenwerken. Jeder vierte Studienanfänger braucht einen Wohnheimplatz“, erklärt Meyer von der Heyde.

Deshalb fordert das Studentenwerk vom Bund eine zügige Umsetzung des geplanten Förderprogramms – der Bund will in den kommenden drei Jahren studentisches Wohnen mit rund 120 Millionen Euro fördern.

Gleichzeitig lobte Meyer von der Heyde das Engagement von neun Bundesländern, die sich aktiv beim Wohnheimbau für Studenten engagieren, darunter auch Baden-Württemberg. Dennoch müssten die Studentenwerke in nahe Zukunft rund eine Milliarde Euro in die Instandsetzung von Wohnheimen investieren, die größtenteils in den Siebziger Jahren gebaut wurden.

Studierendenwerk Heidelberg denkt über Faulen Pelz als Wohnheim nach

Im Vergleich zu anderen Universitätsstädten habe Heidelberg mit 16,61 Prozent eine hohe Versorgungsquote, konstatiert Ulrike Leiblein, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Heidelberg

Laut Statistik hatten von fast 34.000 Studierenden der Universitätsstadt im Wintersemester 2013/14 über 5.600 einen relativ erschwinglichen Wohnheimplatz – im Schnitt beträgt die Monatsmiete im Wohnheim 229 Euro warm, alle Nebenkosten einschließlich Internetzugang eingerechnet. 

In Heidelberg habe man in den letzten fünf Jahren über 1.300 zusätzliche Wohnheimplätze geschaffen, sagt Leiblein und verrät: „Derzeit überlegen wir, wie wir das Gefängnis Faulen Pelz in ein Wohnheim für internationale Studenten umfunktionieren können.“ 

Die Justizvollzugsanstalt am Faulen Pelz soll aufgrund von Alter und niedrigen Häftlingszahlen 2015 geschlossen werden.

Eine Begehung der Gebäude und erste Gespräche habe es schon gegeben. Man hoffe, dass Land Baden-Württemberg für ein Förderprogramm gewinnen zu können, so Leiblein.

rmx

Quelle: Heidelberg24

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