Gemeinderatssitzung

Windkraft: Heiße Diskussion um Favoriten-Standorte! 

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Am 18. Februar berät der Gemeinderat über die drei favorisierten Standorte. 

Heidelberg: Die Diskussion um Windenergie reißt nicht ab! Nachdem bereits vier Standorte aus dem Rennen sind, gibt es auch bei den drei Favoriten noch Klärungsbedarf: 

Bereits im Dezember 2015 einigte sich die Stadt Heidelberg darauf, drei Standorte für die geplanten Windräder näher zu untersuchen: Zu den Favoriten zählten somit ab diesem Zeitpunkt  der Grenzhof Ost, Drei Eichen und  Kirchheimer Mühle. Die Waldstandorte Hoher Nistler, Weißer Stein Süd, Lammerskopf und Auerhahnenkopf  wurden aufgrund der „schwerwiegenden Nachteile“ ausgeschlossen. 

>>> Bürger diskutieren über Windkraft in Heidelberg 

Doch auch bei den drei Favoriten gibt es noch Schwachstellen, die der Gemeinderat am 18. Februar diskutieren wird: 

Drei Eichen

Die Untere Naturschutzbehörde hat den Standort unter Vorbehalt als geeignet eingestuft. Es muss geprüft werden, ob Uhu oder Fledermaus hier ihren Lebensraum haben. Bereits jetzt ist davon auszugehen, dass ein Windrad nur mit der Auflage betrieben werden könnte, dass es je nach Jahres- oder Tageszeit zeitweise abgeschaltet werden muss.

Grenzhof Ost

Hier sind insbesondere der Abstand eines potenziellen Windrades zur Wohnbebauung noch einmal zu überprüfen und die Frage, ob der Grenzhof als Dorf oder Aussiedlerhof eingestuft wird.

Grenzhof Ost und Kirchheimer Mühle

Für beide Standorte sind  artenschutzrechtliche Untersuchungen erforderlich.

So geht es weiter:  Die Stadt Heidelberg muss bis zum Sommer 2016 eine Stellungnahme an den Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim abgeben. 

Hintergrund

Der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim hat einen „Flächennutzungsplan Windenergie“ für seine 18 Mitgliedskommunen erstellt. Der Plan soll ermöglichen, Flächen festzulegen, auf denen Windenergieanlagen errichtet werden können und damit gleichzeitig alle anderen Flächen davon freizuhalten. Im Heidelberger Stadtgebiet hatte der Nachbarschaftsverband sieben Standortvorschläge gemacht.

Momentan sind Windenergieanlagen aufgrund des bestehenden Regionalplans „Windenergie“ in Heidelberg rechtlich nicht zulässig. Dieses Bauverbot wird jedoch in absehbarer Zeit entfallen. Damit werden Windenergieanlagen grundsätzlich überall möglich, solange keine sonstigen öffentlichen Belange entgegenstehen. Eine gezielte Standortsteuerung ist dann nur über einen Flächennutzungsplan möglich. Diesen erarbeitet der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim für 18 Mitgliedskommunen.

Bei den nun vom Nachbarschaftsverband zur Diskussion gestellten 17 Flächen im Verbandsgebiet und sieben Flächen in Heidelberg geht es nicht darum, diese insgesamt zu beschließen oder abzulehnen. Vielmehr steht jede Fläche einzeln zur Diskussion, kann entfallen oder in ihrer Größe verändert werden.

Im Flächennutzungsplan werden Konzentrationszonen für Windenergie ausgewiesen. Außerhalb dieser Zonen wären Windenergieanlagen dann unzulässig. Heidelberg verfolgt das Ziel, einzelne Flächen zur potenziellen Nutzung für Windenergieanlagen zu definieren, damit alle anderen geschützt werden können.

>>> Alle Artikel zum Thema Windenergie in Heidelberg 

Stadt Heidelberg/nis 

Quelle: Heidelberg24

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