Schwere Anschuldigungen gegen Tierarzt

Es hagelt Vorwürfe! Facebook-Post löst Welle der Empörung über Heidelberger Tierklinik aus

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Facebook Post über Tierklinik sorgt für große Aufregung 

Heidelberg - Ein Facebook-Post über eine Tierklinik in Heidelberg wird gerade hundertfach kommentiert und geteilt. Dabei wird die Klinik mit schweren Anschuldigungen konfrontiert:

In der Nacht auf Sonntag (7. Oktober) veröffentlich Laura K. ein Facebook-Post, der innerhalb weniger Tage eine Welle der Empörung auslöst. 

In ihrem Facebook-Beitrag beschreibt Laura K. ihre Erfahrung mit der Tierklinik. Der behandelnde Arzt hätte Besitzer und Tier „abwertend“ angeschaut und „sichtlich Angst“ vor dem Hund gehabt, obwohl dieser einfach nur auf dem Boden gelegen und „vor Schmerzen geheult“ hätte. Laura K. schreibt in ihrem Post weiter, dass der Tierarzt stattdessen ständig die Kosten der Behandlung erwähnt und den Hund letztendlich gar nicht behandelt hätte. Sie sei schließlich in eine andere Klinik gefahren, wo ihr Hund behandelt worden sei. 

Der Facebook-Post von Laura K. wurde bereits über 2.000 Mal geteilt. 

Hunderte Kommentare

Mit ihrem Facebook-Post tritt die Hundebesitzerin eine Welle der Empörung los – der Beitrag wurde bereits über 2.000 Mal geteilt und hundertfach kommentiert. Viele Menschen teilen darunter ebenfalls ihre Erfahrungen mit der Tierklinik. Es fallen Begriffe wie: „kaltherzig“„profitorientiert“„unfreundlich“ und „empathielos“.

Auch Joaquina kommentiert die Geschichte ihres Tierklinik-Besuchs bei Facebook. Im Telefoninterview erklärt sie uns genauer, was sich zugetragen haben soll: Ihr Pudel-Mischling sei mit Krampfanfällen in die Klinik eingeliefert worden, doch die Ärzte hätten auch nach mehreren Tagen keine Diagnose stellen können. Der Zustand des Tieres habe sich weithin verschlechtert. Die Hundebesitzerin erzählt, dass sie eines Tages in die Klinik gekommen sei und ihr Hund fürchterlich gezittert hätte. Erst nach mehrmaligen Bitten sei die Temperatur gemessen worden und es hätte sich herausgestellt, das der Pudel-Mix Untertemperatur gehabt hätte. Wäre ich nicht täglich da gewesen, wäre Bobby wohl gestorben!", erzählt Joaquina.

Was sagt die Tierklinik selbst zu den Vorwürfen? 

Wir konfrontieren Herr Dr. M. Maurer, Inhaber der Tierklinik, mit einigen der Anschuldigungen. Dieser erklärt uns, dass sämtliche Behandlungsräume der Klinik aus Sicherheitsgründen mit Videoüberwachung ausgestattet seien. 

Der Tierarzt zum Fall von Laura K.: „Vorberichtlich ging der Hund seit einer Woche auf der rechten Vordergliedmaße lahm. Der Hund lag auch nicht auf dem Boden und heulte vor Schmerzen, sondern er liegt in meiner Videoaufzeichnung völlig ruhig in normaler Bauchlage während des Gesprächs mit den Besitzern auf dem Boden.“ Auf dem Video sei außerdem zu sehen, dass der behandelnde Tierarzt den Patienten mehrfach gestreichelt habe. „Es kann also auch keine Rede davon sein, dass er Angst gehabt hätte“, erklärt der Klinikleiter. Der Arzt habe mit den Tierbesitzern dann die weitere Behandlung besprochen. Er habe erklärt, „dass bei einer Lahmheit, die seit einer Woche bestand und bei einem chronisch kranken Allgemeinbild des Hundes mit bedenklicher Abmagerung es nicht mit einer Spritze getan sei. Vor der Behandlung steht in jedem Krankenhaus die Untersuchung und die Diagnose.“ Nach dem Kostenvoranschlag hätten sich die Besitzer nicht für das vorgeschlagene Vorgehen entscheiden können, weswegen der Arzt keine Behandlung eingeleitet hätte. „Es bestand weder eine lebensbedrohliche Situation, noch eine starke Schmerzhaftigkeit, wenn der Hund sich ruhig verhielt.“

Die vielen Anschuldigungen auf Facebook kann sich Maurer nicht erklären„Zu den hunderten Beschwerden über meine Klinik, die dieser Post ausgelöst hat, darf ich Ihnen antworten, daß die Klinik offensichtlich nicht so schlecht sein kann, wenn seit 30 Jahren jeden Tag das Arbeitspensum nur unter großer Anstrengung zu bewältigen ist." Das Personal würde überhäuft werden mit Kaffee, Schokolade und selbetgebackenen Kuchen, „was dem Vorwurf der Empathielosigkeit und Unfreundlichkeit nicht gerade Vorschub leistet“, so der Tierarzt.

Gegen Laura K., die den medialen Aufruhr mit ihrem Facebook-Post ins Rollen brachte, habe Dr. Maurer sowie der betroffene Tierarzt Anzeige erstattet – wegen Verleumdung, übler Nachrede und der Verletzung des Datenschutzes. 

jmb

Quelle: Heidelberg24

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