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„Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ wird ausgeweitet – diese Erleichterungen kommen

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Von: Josefine Lenz

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Heidelberg - Um Betriebe, Selbstständige, Vereine und Clubs zu unterstützen, weitet die Stadt die "Wirtschaftsoffensive" aus. Was das genau bedeutet:

Die Corona-Krise bringt viele Betriebe, Vereine und Selbstständige in finanzielle Not. Die Stadt Heidelberg kann und will dabei nicht länger zu sehen und baut nun die bereits Ende März gestartete „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ weiter aus. Das umfangreiche neue Hilfspaket soll nun Betriebe, Künstler, Einrichtungen, Selbstständige, Verein und Clubs in Heidelberg unter die Arme greifen. „Wir wollen Wirtschaft und Kultur in Heidelberg auf breiter Front wieder in Fahrt bringen“, betont Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. 

Durch die „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ werden in Zeiten der Corona-Pandemie mehrere Kostenpunkte für die Betroffenen erlassen. So will die Stadt Heidelberg beispielsweise Institutionen die Miete in städtischen Immobilien für den Zeitraum erlassen, in dem sie diese aufgrund der Corona-Regelung nicht nutzen konnten. Davon profitieren Betriebe, Kultur- und Sozialeinrichtungen genauso wie Vereine und Clubs. Gastronomen sollen keine Gebühren für Außenbestuhlung bezahlen müssen. Geschäfte sollen mehr Werbung als bisher im öffentlichen Raum machen dürfen. Zudem wird die Einführung eines Heidelberger Solidaritäts-Gutscheins vorgeschlagen. Die Maßnahmen wirken sich aber auch negativ auf den Haushalt der Verwaltung aus: Die Corona-Krise frisst ein Millionenloch in den Heidelberger Stadtsäckel

Corona-Krise: Stadt weitet „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ aus

Die Stadt Heidelberg will außerdem Auflagen und Prozesse vereinfachen, damit Bürger und Betriebe ihre Vorhaben leichter in die Tat umsetzen können. Zum Beispiel erhalten Gastronomen temporär mehr Platz für die Außenbestuhlung, damit die geforderten Abstände eingehalten werden und die Sitzplatzzahl gleich bleibt. 

Das Maßnahmenpaket „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ wird am 27. Mai im Haupt- und Finanzausschuss und am 18. Juni 2020 im Gemeinderat beraten. Es hat ein Volumen von bis zu rund 2,6 Millionen Euro

Wir haben frühzeitig die Heidelberger Wirtschaftsoffensive auf den Weg gebracht und Betrieben, Einrichtungen und Kulturschaffenden schnell geholfen. Klar ist aber auch, dass das noch nicht ausreicht. Deswegen setzten wir jetzt ein zweites Maßnahmenpaket oben drauf. Die Unterstützung folgt klaren Kriterien und wird breit gestreut: Betriebe wie Einzelhändler, Gastronomen und Hotellerie profitieren ebenso wie Selbstständige und Künstler, Clubs und Institutionen, Vereine und Bürger. Wir wollen Wirtschaft und Kultur wieder in Schwung bringen. Mehr noch: Wir werden in der Verwaltung Prozesse vereinfachen und beschleunigen. Wir schaffen Freiräume. Das sind wir den Bürgerinnen und Bürgern angesichts all der Beschränkungen in den vergangenen Wochen schuldig. Ich bin überzeugt, dass wir Heidelberg auf diese Weise für die Zukunft noch attraktiver für Wirtschaft und Kultur sowie noch lebenswerter machen“, sagt Oberbürgermeister Prof. Würzner.

„Heidelberger Wirtschaftsoffensive“: Die Maßnahmen im Überblick

Corona-Krise in Heidelberg: Viele Genehmigungen sollen vereinfacht werden

Die Stadt will Prozesse und Auflagen vereinfachen und damit Unternehmen und Bürgern entgegenkommen. Hemmnisse für die Wirtschaft sollen abgebaut werden. Die Ziele: kurzfristige Erleichterungen für die Wirtschaft und langfristig zusätzliche Attraktivität als Wirtschafts- und Wohnstandort durch eine agile Stadtverwaltung mit hoher Servicequalität. Hier eine erste Auswahl an Vorschlägen, die die Verwaltung sukzessive umsetzen will:

pm/jol

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