Die aktuelle Pandemie-Lage

Corona in Heidelberg: Freiheiten für Geimpfte und Genesene – Was ist erlaubt? Was bleibt verboten?

Heidelberg - Die aktuellen Fallzahlen, Entwicklungen und Inzidenzen während der Corona-Pandemie in Heidelberg findest Du hier in unserem News-Ticker:

  • In Heidelberg haben sich seit Beginn der Pandemie 4.937 Menschen (+12) mit dem Coronavirus infiziert. (Stand: 10. Mai, 3:11 Uhr, RKI)
  • Insgesamt 57 Menschen (+/-0) sind an oder mit Covid-19 gestorben. (Stand: 10. Mai, 3:11 Uhr, RKI)
  • Die 7-Tage-Inzidenz in Heidelberg beträgt 68,1 (+4,9). (Stand: 10. Mai, 3:11 Uhr, RKI)

Update vom 9. Mai: Seit dem heutigen Sonntag „voll Geimpfte“ oder von Corona genesene Personen einige Freiheiten zurück. Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren - diese Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten auch in Heidelberg für diese Personengruppen seit Sonntag nicht mehr. Was ist erlaubt, was bleibt verboten? Ein Überblick:

  • Kontaktbeschränkung: Vollständig Geimpfte und genesene Menschen sind seit dem 9. Mai von den bislang geltenden Kontaktbeschränkungen befreit. Sie dürfen sich im privaten Rahmen ohne Einschränkungen mit anderen Geimpften und Genesenen treffen. Bei Treffen mit Ungeimpften, etwa im Familien- oder Freundeskreis, zählen Geimpfte oder Genesene laut Verordnung künftig nicht dazu.
  • Nächtliche Ausgangsbeschränkung: Für vollständig Geimpfte und Genesene gelten seit Sonntag die nächtlichen
    Ausgangsbeschränkungen nicht mehr.
  • Reisen und Urlaub: Vollständig Geimpfte und genesene Menschen müssen nur noch in Ausnahmefällen in
    Quarantäne - etwa, wenn sie aus einem Virusvariantengebiet einreisen.
  • Friseur und Shopping: Geimpfte und genesene Menschen werden zudem den Negativ-Getesteten gleichgestellt. Das heißt, sie müssen sich vor einem Friseurbesuch oder dem Termin-Shopping nicht mehr auf das Coronavirus testen
    lassen.
  • Sport: Personenbeschränkungen für kontaktlose Individualsportarten, also beispielsweise Joggen, entfallen für diese Gruppen ebenfalls.
  • Maskenpflicht und Abstandgebot: Die Pflicht zum Tragen einer Maske an bestimmten Orten sowie das Abstandsgebot im öffentlichen Raum gilt für Geimpfte und Genesene weiterhin.

Corona in Heidelberg: Schloss ab heute wieder für Besucher geöffnet

Update vom 8. Mai: Wie die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg mitteilen, öffnet ab dem heutigen Samstag (8. Mai) das weltberühmte Heidelberger Schloss wieder seine Tore für bis zu 100 Besucher gleichzeitig – immer mit Blick auf die aktuelle Pandemie-Situation und gemäß der Corona-Landesverordnung. Somit ist der Zugang zum Schlosshof und zum Großen Altan inklusive dem spektakulären Blick auf die Stadt und in die Rheinebene endlich wieder möglich. Jedoch nach wie vor nicht erlaubt: Die Besichtigung von Innenräumen, des Fasskellers und des Deutschen Apotheken-Museum. Die Bergbahn ist zur Zeit noch nicht in Betrieb. 

Heidelberg: Am 8. Mai öffnet auch das Schloss wieder seine Tore (Archivbild).

Da Besuchern noch nicht das volle Programm geboten wird, sind auch die Preise bis auf Weiteres angepasst worden: Erwachsene zahlen 4,50 Euro, Kinder zahlen keinen Eintritt! Täglich von 10 bis 17 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr) kann der Schlosshof und der Altan betreten werden – für Time-Slots von je einer Stunde. Wie überall gelten auch hier im gesamten Schlossbereich Maskenpflicht (medizinische Masken oder FFP2 Masken), Abstandsregelung und Einhaltung der Hygieneregeln nach der Corona-Verordnung. 

Nach der Corona-Verordnung der Landesregierung von Baden-Württemberg müssen Kontaktdaten sowie das Datum des Besuchs an der Kasse erfasst werden. Das Kontaktformular kann auch vorab online heruntergeladen und ausgefüllt werden. Es ist auf der Website erhältlich: www.schloss-heidelberg.de.

Corona in Heidelberg: Inzidenz fällt weiter – Wert kratzt an der 50er Marke

Update vom 6. Mai, 12:38 Uhr: Endlich ist es soweit: Ab Montag (10. Mai) haben Eltern in Heidelberg die Gelegenheit, ihre Kita-Kinder zweimal pro Woche testen zu lassen, wie HEIDELBERG24 berichtet. Insgesamt 190.000 Tests hat die Stadt besorgt. Da der Anteil der Kinder an Corona-Infektionsfällen in den letzten Monaten stark zugenommen hat, empfiehlt das Landesgesundheitsamt (LGA) auch die regelmäßige Testung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren – eine Testpflicht für Kita-Kinder gibt es jedoch nicht.

Ein kleiner Junge wartet auf das Ergebnis des Schnelltests, bevor er in die Kita darf. (Symbolbild)

Corona in Heidelberg: Moderna statt Biontech im Impfzentrum – Inzidenz bald unter 50?

Update vom 5. Mai, 9:35 Uhr: Mit zehn Neuinfektionen für das Stadtgebiet Heidelberg meldet das RKI am Mittwoch (5. Mai) weiter niedrige Ansteckungszahlen. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf nunmehr 59,4 ‒ der zweitniedrigste Wert in Baden-Württemberg. Sollte der Trend über die kommenden Tage bestehen bleiben, könnte Heidelberg bereits am Wochenende unter den Inzidenzwert von 50 fallen.

Derweil gibt es am Zentralen Impfzentrum Heidelberg, das vom Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis betrieben wird, ab Mittwoch (5. Mai) eine Änderung: Anstelle der angekündigten Impfungen mit Biontech wird „voraussichtlich“ 14 Tage lang der Impfstoff Moderna zum Einsatz kommen. Alle gebuchten Impftermine bleiben bestehen und können wahrgenommen werden. Grund für die Änderung des Impfstoffs ist eine Verschiebung der angekündigten Liefermengen des Herstellers Biontech/Pfizer. Der Wechsel betrifft zudem nur die Erstimpfungen. „Aus medizinischer Sicht ist das unproblematisch, denn dieses Vakzin ist wie der Impfstoff von Biontech ein mRNA-basierter Impfstoff mit ähnlicher Wirksamkeit, der zudem ein vergleichbares Nebenwirkungsprofil hat“, erklärt der ärztliche Leiter der Impfzentren des Rhein-Neckar-Kreises, Christoph Schulze.

Corona in Heidelberg: Inzidenz fällt immer weiter – Schon am Wochenende unter 50?

Update vom 4. Mai, 20:09 Uhr: In Heidelberg haben sich seit Dezember 35.133 gegen Corona impfen lassen, davon haben 15.229 eine Zweitimpfung erhalten. Das sind jeweils 22 und 9,3 Prozent der 160.000-Seelen-Stadt. Damit liegt Heidelberg genau im Durchschnitt vom Land Baden-Württemberg, auch hier haben 22 Prozent eine Erstimpfung gegen Corona erhalten.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner 160.355 (2019, Eurostat)
Fläche108,84 Quadratkilometer
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Corona in Heidelberg: Stadt erinnert an die Maskenpflicht in der Altstadt

Update vom 3. Mai, 15:19 Uhr: Auch im Freien gibt weiterhin an bestimmten Orten in Heidelberg die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen, sobald der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht sicher eingehalten werden kann. Nach der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg (§ 3 Abs. 1 Nr. 7) gilt die Regel in Fußgängerbereichen in der Altstadt. Schilder vor Ort weisen auf diese Pflicht hin. Ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr und Menschen, die vom Tragen einer Maske aus medizinischen Gründen befreit sind. Außerdem ist es erlaubt, die Maske zum Essen oder beim Sport abzuziehen. Insbesondere an Wochenenden werden bei Kontrollen des Kommunalen Ordnungsdienstes und der Polizei immer wieder Verstöße festgestellt. Wenn keine Maske getragen wird, kann das mit einem Bußgeld geahndet werden. Ebenfalls gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske bei Mitfahrgelegenheiten im Auto, in Bussen, Bahnen und Taxen sowie an Bahnhöfen, Haltestellen und sonstigen Wartebereichen (§ 3 Abs. 1 Nr. 1).

Corona in Heidelberg: 9 Neuinfektionen ‒ Inzidenz fällt wieder

Update vom 1. Mai, 9:40 Uhr: Das Robert-Koch-Institut meldet neun neue Corona-Fälle in Heidelberg. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch steigt somit auf 4.813 an. Die Zahl der Todesfälle bleibt bei 57. Laut RKI sinkt die Inzidenz von 72,5 auf 65,6. Heidelberg hat neben dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (49,3) die niedrigste Inzidenz im Bundesland.

Corona in Heidelberg: Notbremse ab heute vorbei – Inzidenz steigt rasant an

Update vom 1. Mai, 9:12 Uhr: In Heidelberg gibt es 22 neue Coron-Fälle, wie das Robert-Koch-Institut am Samstagmorgen meldet. Damit steigt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie auf insgesamt 4.805 an. Es wird kein weiterer Todesfall gemeldet, die Inzidenz steigt von 62,5 auf 72,5 an.

Corona in Heidelberg: „Haben sich die Menschen verdient ...“ – Emotionale Worte von OB Würzner

Update vom 29. April, 20:15 Uhr: Tagelang kannte der Inzidenz-Trend in Heidelberg nur ein Richtung ‒ nach unten. Jetzt stagniert die 7-Tage-Inzidenz erstmals: Am Donnerstag kamen 16 Corona-Neuinfektionen in der Universitätsstadt hinzu. Nach aktuellen Zahlen des Landesgesundheitsamts bleibt die Inzidenz in Heidelberg am Donnerstag (29. April, 16 Uhr) unverändert bei 62,5. Die Gesamtzahl der Corona-Fälle in Heidelberg beläuft sich auf 4.777. Glücklicherweise wurden keine weiteren Covid-Toten gemeldet.

Auch wenn die Inzidenz mehr als fünf Tage unter 100 liegt ‒ die „Bundes-Notbremse“ fällt erst am Samstag (1. Mai) weg. Für Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos) dennoch ein Erfolg: „Das ist ein kleines Stück mehr Freiheit, das sich die Menschen in Heidelberg verdient haben. Ich bedanke mich bei allen Heidelbergerinnen und Heidelbergern für ihre Umsicht und Disziplin. Es ist ihr Erfolg, dass solche Lockerungen möglich sind! Es muss nun unser aller Ziel sein, dass die Infektionen nicht wieder nach oben schnellen. Beachten sie also weiter die Hygiene- und Abstandsregeln, nutzen sie die vielen kostenlosen Test-Möglichkeiten in Heidelberg und lassen sie sich bitte impfen, wenn sie an der Reihe sind“, so das Stadtoberhaupt. (rmx)

Corona in Heidelberg: Trotz Wegfall der Notbremse – Shopping erst wieder ab Montag möglich

Update vom 29. April: Mit einem Wert von aktuell 62,5 liegt die 7-Tage-Inzidenz in Heidelberg am fünften Werktag in Folge unter dem kritischen Wert von 100, die Notbremse tritt somit - wie laut neuem Infektionsschutzgesetz vorgesehen - in zwei Tagen außer Kraft. Heißt: Am Samstag (1. Mai) werden in Heidelberg die Corona-Regeln wieder gelockert, unter anderem entfällt die nächtliche Ausgangssperre, es dürfen sich wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen und Shoppen in den Läden und Geschäften wird im Rahmen von „Click & Meet“ wieder vor Ort möglich sein – Letzteres zumindest in der Theorie, denn da es sich beim 1. Mai um einen gesetzlichen Feiertag handelt, können Kunden erst ab Montag (3. Mai) wieder in die Geschäfte zum Einkaufen. Alle Lockerungen, die in Heidelberg ab Samstag (1. Mai) gelten, findest Du hier übersichtlich auf einen Blick!

In der Hauptstraße dürfte Läden erst am Montag (3. Mai) wieder öffnen.

Corona in Heidelberg: Sinkende Inzidenz ‒ Zoobesuch bald wieder ohne Schnelltest?

Update vom 28. April, 19:42 Uhr: Der rückläufige Inzidenz-Trend in Heidelberg hält weiter an: Das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg vermeldet am Mittwoch (28. April, 16 Uhr) für die Universitätsstadt eine 7-Tage-Inzidenz von 62,5 ‒ landesweit hat kein Stadt- oder Landkreis eine niedrigere Inzidenz. Dem LGA wurden seit Beginn der Pandemie 4.671 Corona-Fälle gemeldet, 19 mehr als am Dienstag.

Mit den niedrigen Inzidenzzahlen könnten am Wochenende auch manche strengen Regeln der Bundes-Notbremse fallen: Im Zoo Heidelberg bereitet man sich jedenfalls darauf vor, Besucher ab dem 1. Mai wieder ohne den Nachweis eines negativen Schnelltests zu empfangen. Dennoch muss man vor dem Besuch weiter ein Online-Ticket buchen. Für Donnerstag (29. April) und Freitag (30. April) ist der Zutritt zum beliebten Heidelberger Tiergarten nur über Online-Ticket in Kombination mit negativem Schnelltest möglich. (rmx)

Corona in Heidelberg: Citymarketingverein kritisiert Notbremsen-Regelung – „Nicht nachvollziehbar“

Update vom 28. April, 14:40 Uhr: In Heidelberg ist frühestens ab dem 1. Mai mit dem Ende der „Bundes-Notbremse“ zu rechnen. Dann dürfen wieder zahlreiche Geschäfte Kund*innen vor Ort im Rahmen von „Click & Meet“ empfangen. Weil der Samstag aber ein gesetzlicher Feiertag ist, verschiebt sie die Öffnung der Geschäfte auf Montag. „Pro Heidelberg“ sieht darin kein Problem, allerdings ist dem Citymarketingverein „Pro Heidelberg“ etwas anderes ein Dorn im Auge.

Gegenüber HEIDELBERG24 heißt es: „Nicht nachvollziehbar ist jedoch, warum die „Zählweise“ der notwendigen 5 Tage bei den Regelungen der Bundesnotbremse anders ist, als die bisherige „Zählweise“ in der Landesverordnung. Die wechselnden Regelungen und teilweise komplizierten Formulierungen können oftmals nur schwer nachvollzogen werden und das verursacht Unverständnis und Unmut. Die verschiedenen Auslegungen sorgen zudem nicht nur bei Händlern, sondern auch bei Bürgern/Kunden für große Verwirrung.“ Viele Händler haben mit einer erneuten Öffnung ihrer Läden am Donnerstag gerechnet, jetzt müssten sie ihre Planung von Personal, Ware und Werbung kurzfristig wieder ändern. Dies sorge nicht nur für zusätzliche Kosten, sondern vor allem auch für „Missstimmung bei den Mitarbeitern“, sagt eine Sprecherin von „Pro Heidelberg“.

Trotz bestem Wetter und zahlreichen Besuchern in der Stadt sei durch die Regelung „Click & Meet nur mit Negativtest“ bei vielen Betrieben ein erheblicher Einbruch bei den Kundenfrequenzen zu spüren gewesen. Manche Betriebe hätten daher gar nicht erst geöffnet. Man hofft, dass die Inzidenz weiterhin niedrig bleibt und der Einzelhandel wieder öffnen darf. „In Zeiten von Corona zählt jeder Tag an dem Kunden in den Laden kommen und man Umsatz machen kann“, so die Sprecherin.

Corona in Heidelberg: Inzidenz im Sinkflug – Geschäfte bleiben trotzdem dicht

Update vom 27. April, 20:25 Uhr: Heidelberg hat mit einem Wert von 66,3 gegenwärtig die niedrigste 7-Tage-Inzidenz in ganz Baden-Württemberg. Im Vergleich zur Inzidenz der Nachbarstadt Mannheim (216,6) ist das nicht einmal ein Drittel! Obgleich diese Nachricht mehr als erfreulich ist, werden einige Ladeninhaber in der romantischen Stadt am Neckar dennoch Trübsal blasen. Die Geschäftsleute haben sich nämlich nach fünf Tagen in Folge unter der kritischen 100er-Marke auf Öffnungen gefreut. Doch daraus wird vorerst nichts. Der Grund dafür sind die Regelungen der Bundes-Notbremse.

Corona in Heidelberg: Inzidenz unter 80 – keiner hat weniger in ganz Baden-Württemberg

Update vom 27. April, 14:29 Uhr: Die Stadt Heidelberg hat ein Angebot für Senior*innen geschaffen, um von der eigenen Wohnung zum Impftermin in das Zentrale Impfzentrum in Patrick-Henry-Village (ZIZ) oder zum Kreisimpfzentrum im Gesellschaftshaus Pfaffengrund (KIZ) zu kommen. Unter Vorlage eines speziellen Impftaxi-Berechtigungsscheins können sich ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger zu einem Fahrpreis von 6 Euro je Fahrt mit einem Taxi der Taxizentrale (Telefonnummer 06221/302030) zu einem der Heidelberger Impfzentren fahren lassen. Ab sofort können auch über 60-Jährige von dem Angebot Gebrauch machen – zuvor war dies nur für über 70-Jährige möglich.

Corona in Heidelberg: Inzidenz im Sinkflug – nur ein Landkreis in Baden-Württemberg hat weniger

Update vom 26. April, 6:37 Uhr: Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen meldet, ist die 7-Tage-Inzidenz in Heidelberg erneut gesunken – um 1,9 auf aktuell 84,2. Dies ist der zweitniedrigste Wert in ganz Baden-Württemberg hinter dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (73,6). Sollte die Inzidenz in Heidelberg fünf Tage hintereinander unter 100 bleiben, werden die strengen Maßnahmen der „Bundes-Notbremse“ wieder gelockert. Seit Beginn der Pandemie sind 57 Menschen in Heidelberg an oder mit Covid-19 verstorben. Somit ist erfreulicherweise kein weiterer Todesfall im Vergleich zum Vortag zu beklagen.

Heidelberg: Bundes-Notbremse greift – das ändert sich ab sofort

Update vom 24. April: Ab dem heutigen Samstag greift im ganzen Land die Bundes-Notbremse, die geänderte Regeln für die Landkreise und Städte vorsieht, deren Inzidenz-Wert an drei Tagen in Folge über 100 liegt. Auch das Land Baden-Württemberg hat am Samstag seine Corona-Verordnung entsprechend dieser Notbremse angepasst. In Heidelberg ändert sich durch die neue Landesverordnung zum Beispiel die Regel zur Ausgangsbeschränkung: Während die Ausgangssperre bisher von 21 bis 5 Uhr galt, können Menschen nun eine Stunde länger, von 22 bis 5 Uhr draußen bleiben. Sport und Spazieren ist alleine sogar bis Mitternacht erlaubt. Die neue Corona-Verordnung von Baden-Württemberg gibt er hier im Überblick.

Heidelberg: Stadt zieht Corona-Notbremse – Diese Regeln gelten jetzt

Update vom 22. April, 10:50 Uhr: Ab Freitag (23. April) gelten auch in Heidelberg wieder verschärfte Regeln im Kampf gegen Corona. Erstmals seit Mitte Januar liegt die 7-Tage-Inzidenz in der Universitätsstadt über drei Tage in Folge über dem Grenzwert von 100. Deshalb muss Heidelberg ab Freitag (23 . April) die „Notbremse“ ziehen. Wie die Stadt Heidelberg am Donnerstag (22. April) mitteilt, gibt es in Schulen und Kindergärten bislang nur vereinzelt Infektionen. Die steigende Inzidenz ist auf „relevante Ausbrüche in einzelnen Betrieben und dem Ankunftszentrum für Geflüchtete“ zurückzuführen. Mit über 20 positiven Tests liegt das größte Ausbruchscluster im PHV. Ein Stadtsprecher erklärt auf Anfrage von HEIDELBERG24, dass das Cluster bei zwei Testreihen im Ankunfstzentrum festgestellt wurde. In einem Betrieb im Stadtgebiet gebe es aktuell acht Infizierte, bei weiteren Betrieben sei das Infektionsgeschehen indes „deutlich abnehmend“.

Am Rande von Koalitionsgesprächen verriet Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag, dass das Land die „Bundes-Notbremse“ umsetzen wolle. Dazu zählt auch eine Ausgangssperre ab 22 Uhr. Da es aktuell noch keine entsprechend geänderte Verordnung gibt, gilt in Heidelberg noch die Landesregel, nach der die Ausgangssperre bereits ab 21 Uhr greift. Bei der Stadt Heidelberg geht man davon aus, dass diese Regelung noch übers Wochenende Bestand hat.

Corona-Notbremse: Die aktuellen Regeln auf einen Blick

In Deutschland greift die Bundes-Notbremse
In Deutschland greift die Bundes-Notbremse
In Deutschland greift die Bundes-Notbremse
In Deutschland greift die Bundes-Notbremse
Corona-Notbremse: Die aktuellen Regeln auf einen Blick

Corona in Heidelberg: Inzidenz seit Tagen über 100 – Ausgangssperre kommt

Erstmeldung vom 21. April: Bis vor wenigen Tagen hatte Heidelberg eine für Baden-Württemberg verhältnismäßig niedrige 7-Tage-Inzidenz. Doch mit den Lockerungen ist jetzt Schluss: Bereits den dritten Tag in Folge liegt der kritische Wert über der 100er-Marke. Am Mittwoch (21. April) bei 118,3, so die Angaben des Landesgesundheitsamtes. 30 Menschen haben sich in den vergangenen 24 Stunden mit Covid-19 infiziert.

Mit der „Landes-Notbremse“ müssen sich Heidelberger auf harte Einschnitte in ihrem täglichen Leben gefasst machen. Dazu gehört auch die unliebsame nächtliche Ausgangssperre. Am Mittwochabend stellt das zuständige Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises die Überschreitung offiziell fest. Die Stadt Heidelberg wird nach einer Sitzung des Corona-Krisenstabes am Donnerstagmorgen (22. April) über die weiteren Schritte informieren.

Heidelberg: Inzidenz weiter über 100 – jetzt greift die Notbremse

Laut der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dürften ab Freitag (23. April) in Heidelberg folgende Regeln gelten:

  • Treffen sind nur noch mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person erlaubt. (Kinder bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit)
  • Von 21 bis 5 Uhr gelten verpflichtende Ausgangsbeschränkungen. Die Wohnung oder Unterkunft darf nur in Ausnahmefällen verlassen werden.
  • Geschäfte mit Produkten für den täglichen Bedarf sind unter Berücksichtigung der Hygieneauflagen und einer verschärften Personenbeschränkung auf der Verkaufsfläche geöffnet.
  • Bau- und Raiffeisenmärkte bleiben geschlossen, Gartenmärkte bleiben offen.
  • Sonstiger Einzelhandel darf weiterhin nur „Click & Collect“ anbieten. Lieferdienste bleiben möglich.
  • Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten bleiben geschlossen. Das betrifft auch den Zoo Heidelberg und das Kurpfälzische Museum. Die Stadtbücherei ist nicht betroffen.
  • Sport darf nach wie vor im Freien und geschlossenen Räumen nur noch kontaktlos alleine, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts ausgeübt werden. Auf weitläufigen Sportanlagen wie Golfplätzen oder Reitplätzen können auch mehrere Gruppen individualsportlich aktiv sein, wenn ausgeschlossen ist, dass sich die Gruppen untereinander begegnen.
  • Der Betrieb von Betrieben zur Erbringung körpernaher Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie von kosmetischen Fußpflegen oder ähnlichen Einrichtungen bleibt untersagt, ebenso wie der Betrieb von Sonnenstudios.
  • Wer Friseur-Dienstleistungen wahrnehmen möchte, braucht ab Mittwoch, 21. April, den Nachweis eines tagesaktuellen negativen COVID-19-Schnelltests, einer Impfdokumentation oder eines Nachweises einer bestätigten Infektion. Kostenlose Bürgertests können hierfür verwendet werden.
  • Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen weiterhin nur Online-Unterricht anbieten.

Heidelberg: Das sieht die Landes-Notbremse für Schulen und Kitas vor

  • Für alle Klassenstufen: Wechselunterrichtsmodelle plus Testpflicht. Beim Wechselunterricht muss gewährleistet sein, dass die Abstände eingehalten werden und sich die unterschiedlichen Lerngruppen nicht begegnen.
  • Inzidenz-unabhängige Testpflicht für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte im Präsenzbetrieb.
  • In Stadt- und Landkreisen, in denen die 7-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 200 liegt, muss am übernächsten Tag auf Fernunterricht umgestellt werden. Die Notbetreuung in den Jahrgangsstufen 1 bis 7 sowie die Abschlussklassen und die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) G und K sind hiervon weiterhin ausgenommen.
  • Die Testpflicht gilt auch für den Besuch der Notbetreuung.
  • Kitas, Kindergärten und Kindertagesbetreuungen dürfen in Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 200 nur noch Notbetreuung anbieten.

Heidelberg: Covid-Patienten liegen länger auf Intensivstation der Uniklinik

Der Anteil an Covid-19-Patienten auf Intensivstation und beatmungspflichtigen Patienten an der Uniklinik Heidelberg hat sich bedenklich erhöht. Gerade die sogenannten vulnerable Personengruppen, die besonders anfällig für einen schweren Covid-Krankheitsverlauf sind, sollten jedoch größtenteils bereits geimpft worden sein. Wie kann das also sein?

Laut Angaben der Uniklinik Heidelberg besteht der aktuelle Patientenzuwachs überwiegend aus Personen bis 70 Jahren. „Diese Altersgruppen haben einerseits eine bessere Prognose für den Krankheitsverlauf im Falle einer schweren Erkrankung, jedoch verbleiben die betroffenen Patienten länger auf der Intensivstation und sind auch länger beatmungspflichtig“, erklärt Jens Neus, Mitarbeiter der Unternehmenskommunikation der Uniklinik. Das bedeutet im Klartext: Es werden weniger Todesfälle erwartet, aber zulasten anderer schwerkranker Patienten werden die Intensivstationen länger durch Covid-Patienten blockiert.

Die Bereitstellung der notwendigen Intensivkapazitäten stellt damit auch langfristig eine zunehmende Herausforderung dar“, so Neus. Und so müssen bereits vereinzelt Eingriffe und Behandlungen verschoben werden, um den prognostizierten Bedarf an Intensivbetten für die kommende Zeit zur Verfügung zu stellen. (kp)

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/Celine Burmeister

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