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Cave54 in Heidelberg: Kult-Club nach 1,5 Jahren wieder geöffnet

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Von: Florian Römer

Blick auf die Tanzfläche des Cave54 in der Krämergasse. Das Cave 54 in der Altstadt ist Heidelbergs ältester Club.
Das Cave54 öffnet nach eineinhalb Jahren wieder. © Cave54 e.V.

Heidelberg-Altstadt - Für Nachtschwärmer geht seit Freitag in der Krämergasse eine lange Durststrecke zu Ende: Nach eineinhalb Jahren öffnet das Cave54 wieder.

Eine gefühlte Ewigkeit ist es her, dass die Clubs in der Altstadt letztmals Gäste bewirten durften. Gut eineinhalb Jahre waren Discos und Clubs jetzt dicht. In Heidelberg stellten manche Clubs wie das „Billy Blues“ im Ziegler während der Corona-Pause ganz den Betrieb ein. Aber auch andere Institutionen wie die halle02 oder das Cave54 gerieten in Schieflage. Die „Halle“ setzt mittlerweile auf ein neues Konzept. Derweil wird im „Cave“ (sprich: „Kaaf“) künftig wieder gefeiert und getanzt wie vor der Krise.

StadtHeidelberg
Einwohnerzahl161.485 (2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Im Cave54 wird ab Freitag wieder gefeiert

Mit etwas über zwei Wochen Verzögerung feiert am Freitag (17. September, 22 Uhr) auch der älteste Club der Stadt sein Revival. Das hatten die Cave-Betreiber vor gut einer Woche verkündet. Mitte März 2020 musste das Cave54 schließen, seither habe man viele Sachen wie Musicstreams, Social Media Kampagnen oder Außenbestuhlung ausprobiert, heißt es auf Facebook: „Aber nun können endlich wieder zu unserer Kernkompetenz zurückkehren.

Nicht nur bei den Betreibern, auch in Community ist die Vorfreude auf die Wiedereröffnung groß: „Super! Freue mich sehr, dass ihr durchgehalten habt!“, kommentiert Mattias K.. Und Polar W. ergänzt: „Ich freue mich sehr, dass ihr das überstanden habt! Schön, dass ihr Heidelberg weiter bereichern dürft.“ Seitdem sich im August abzeichnete, dass ab September in Baden-Württemberg auch wieder in Innenräumen von Clubs und Discos getanzt werden darf, arbeite man „auf Hochtouren“ an der Wiedereröffnung des Cave54, verraten Betreiber Rico Riedmüller und Werner Lorenz gegenüber der „Rhein-Neckar-Zeitung“.

Heidelberg: Im Cave54 gilt die verschärfte 3G-Regel

Nach der neuen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg befindet sich das Bundesland aktuell in der Basisstufe. Für Clubs und Discos gelten im Südwesten allerdings strengere Vorgaben. Auch das Cave54 wendet in seinen Räumen verschärfte 3G-Regeln an: Wer im traditionsreichen Kellergewölbe feiern und tanzen will, muss entweder geimpft oder genesen sein ‒ oder einen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist, erklären die Betreiber über soziale Medien.

Die Kontrolle der Nachweise werde man bereits vor der Tür durchführen, erklären Riedmüller und Lorenz der „RNZ“. Diese Kontrollen seien Gäste aber bereits aus anderen Situationen gewohnt. Zu einer langen Schlange in der Krämergasse werde es wohl eher kommen, da das Cave jetzt anderthalb Jahre geschlossen war und man deshalb mit „viel Zulauf“ rechne. Eine Maskenpflicht gilt indes nur im Eingangsbereich und beim Gang zur Toilette. Auf der Tanzfläche, an der Bar, auf Sitzplätzen oder beim Verzehr von Getränken darf man hingegen wieder „oben ohne“ feiern.

Heidelberg: Crowdfunding half Cave54 beim Überleben

Zur Überbrückung der Corona-bedingten Ausfälle hat das Cave54 Staatshilfen in Anspruch genommen. Daneben setzten die Cave-Betreiber aber auch auf eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext. Fast 38.000 Euro wurden für das Cave gespendet, das 1954 als „Verein zur Pflege studentischer Geselligkeit“ gegründet wurde.

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Im Cave54 spielten Musikgrößen wie Loius Armstrong oder Ella Fitzgerald, Frank Zappa, Udo Lindenberg oder Carlos Santana zählen zu den Stars, die im engen Kellergewölbe die Nacht durchfeierten. Startnext-Unterstützer können ihre Supporter-Shirts und „1,5-Jahreskarten“ ab Freitag im Cave abholen, heißt es auf der Facebook-Seite des Nachtclubs. Die versprochenen Parties wollen Riedmüller und Lorenz „so schnell wie möglich“ nachholen. (rmx)

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