Über 100 tapfere Schwimmer

Rein ins eiskalte Nass: Heidelberger steigen zum ‚Anbaden‘ in den Neckar

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Heidelberg - Bei eisigen Temperaturen trauen sich einige wagemutige Schwimmer in den Neckar. Beim traditionellen ‚Anbaden‘ sind eben nur die ganz Coolen dabei...

Ein bisschen verrückt muss man ja schon sein, um Anfang Februar im Neckar baden zu gehen. Aber so schlimm ist es gar nicht – findet zumindest unser Reporter!

Sonntagnachmittag ist die beste Zeit um sich mit Freunden zu Kaffee und Kuchen zu verabreden. Das Wetter ist kalt und teilweise regnerisch, also nicht lange draußen bleiben sondern schnell irgendwo rein, wo es schön warm ist. 

Über 100 Schwimmer am Neckar

Einigen Heidelbergern ist am vergangenen Sonntag (10. Februar) das Wetter aber völlig egal! Mit Schwimmsachen und guter Laune gerüstet haben sich am Iqbal-Ufer zahlreiche Gleichgesinnte zum inzwischen fast schon traditionellen ‚Anbaden‘ getroffen.

Impressionen vom ‚Anbaden‘ am Neckar

Dabei hat es lange danach ausgesehen, als würden nur die ganz Harten kommen. Zum vereinbarten Zeitpunkt begrüßt Dirk Rulffes vom Verein Neckarorte e.V. dann doch etwa 120 ‚Anbader‘ und mindestens genau so viele Zuschauer, denen es wohl vom Zuschauen schon kalt geworden ist. „Regen weg, Sturm weg, beste Anbadebedingungen“, meint Rulffes und gibt noch ein paar Instruktionen bevor es losgeht.

‚Anbaden‘ bei vier Grad

Vor dem Gang ins Wasser noch ein paar Übungen zum Aufwärmen, danach noch einen Augenblick anstehen und dann heißt es: rein ins Kühle nass bei angenehmen vier Grad! An den Beinen spürt man es nicht so, aber wenn man erstmal ganz drin ist, fängt es am ganzen Körper an zu kribbeln. Es fühlt sich an, als würde sich alles zusammenziehen.

Zwischen Badehose und Wollmütze: „Anbaden“ am Iqbalufer 

Nach mehreren konzentrierten Atemzügen hat man wieder alles unter Kontrolle – und merkt, dass man gegen die Strömung des Neckars anschwimmen muss. Nicht schwer aber immerhin. Also schnell wieder zurück an die Treppe und den anderen Platz machen, die noch draußen warten. Auch wenn es in der Luft ganz angenehm ist, im kuscheligen Bademantel ist es noch viel schöner, dazu ein heißes Getränk… herrlich!

Das Ufer soll bekannter werden

Das Iqba-Ufer ist einer von mehreren Orten, die wir neu entdeckt haben und jetzt neu beleben wollen“, erklärt Dirk Rulffes vom Verein Neckarorte e.V. „Das alles hier war zugewuchert, die Treppe hat man gar nicht mehr gesehen.“ Jetzt ginge es noch darum, diesen schönen Platz in Bergheim bekannt zu machen – ganz nebenbei ist es auch der einzige öffentliche Zugang zum Neckar in diesem Stadtteil.

Ein schöner Jahresauftakt für das Iqba-Ufer, bei dem vor allem der olympische Gedanke zählt: dabei sein ist alles!

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chr

Quelle: Heidelberg24

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