Verdächtige Briefe in Heidelberg

Miet-Abzocker unterwegs – Betrüger verschicken angebliches Schreiben von Vermieter

+
Betrüger verschicken angebliches Schreiben von Vermietern. (Symbolfoto)

Heidelberg - Abzocker haben es auf Mieter in Heidelberg abgesehen. Mit einer dreisten Masche versuchen sie, an die Miete ihrer Opfer zu gelangen.

Ein scheinbar harmloser Brief, kann heftige Konsequenzen nach sich ziehen: Denn in Heidelberg treiben Betrüger ihr Unwesen und dabei haben sie es auf Mieter abgesehen. So versuchen sie die Menschen abzuzocken:

Wie die Polizei am Mittwoch (22. Mai) berichtet, versenden die Betrüger vermutlich seit dem 13. Mai ominöse Briefe an Mieter von Wohnungen in Heidelberg. Laut Polizei sollen hauptsächlich Mieter in Mehrfamilienhäusern davon betroffen sein. Denn sie sollen den Anschein erwecken, dass diese direkt vom Vermieter stammen.

Angebliches Schreiben vom Vermieter: Betrüger versuchen Mieter abzuzocken

In den Briefen werden die Mieter aufgefordert ihren Dauerauftrag für die Mietzahlung ihrer Wohnung in Heidelberg auf ein anderes Konto umzuändern, da sich angeblich die Bankverbindung geändert hat. Damit versuchen sie an die Miete ihrer ahnungslosen Opfer zu gelangen. 

Bislang sind vier solcher Fälle der Polizei in Heidelberg angezeigt worden. Glücklicherweise ist keines der Opfer gutgläubig genug gewesen, um auf das Schreiben zu reagieren. Wie viele Briefe jedoch tatsächlich im Umlauf sind und ob die Betrüger mit ihrer Masche woanders bereits Glück hatten, ist nicht klar.

Abzocker in Heidelberg: Polizei sucht weitere Opfer

Die Ermittler der Abteilung „unbare Zahlungsmittel/Cybercrime“ der Polizei Heidelberg suchen nun nach weiteren Opfern, die solche Briefe erhalten haben. Diese sollen sich unter ☎ 06221 99 1700 melden. Außerdem bittet die Polizei die Geschädigten, die erhaltenen Briefe und Umschläge - sofern noch vorhanden - aufzubewahren und „spurenschonend“ zu behandeln.

Dass viele mit solchen Aktionen nicht durchkommen, zeigt dieser Fall: Ein Mann aus Rheinland-Pfalz hat sich insgesamt 4,5 Millionen Euro per Kryptowährungen ergaunert – und wird festgenommen.

Das rät die Polizei Heidelberg in solchen Betrugsfällen:

  • Ganz genau prüfen, ob der Brief wirklich vom Vermieter stammt.
  • Wenn die Umstellung des Dauerauftrags ohne Ankündigung ankommt, auf Nummer sicher gehen und den Vermieter anrufen.
  • Nicht die Nummer anrufen, die auf dem Schreiben steht, sondern auf die Telefonnummer zurückgreifen, die bereits bekannt ist. Sonst sind womöglich nur die Betrüger am Telefon.
  • Verdächtiges Schreiben der Polizei melden.

Betrüger tummeln sich überall: In Mannheim gibt sich eine Frau als Schneiderin aus, um einen Rentner hinters Licht zu führen. Als ihm die Situation komisch vorkommt, ist es bereits zu spät.

jab/pol

Quelle: Heidelberg24

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare